Peinlicher Patzer: Lauterbach enttarnt sich selbst “Wir wissen, dass die Impfstoffe nicht wirklich gut schützen“

Von Daniel Weinmann

Karl Lauterbach schwebt in seiner eigenen Parallelwelt. Kaum ein Tag vergeht, an dem man sich fragen muss, ob Deutschlands vehementester Impf-Apologet und Gesundheitsminister in Personalunion wirklich weiß, was er verkündet.

Besonders beschämend ist das jüngste Beispiel. „Wir sind derzeit in einer Sommerwelle“, wiederholte der SPD-Politiker sein ewiges Mantra am Donnerstag vergangener Woche in seiner Rede „zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung vor Covid-19“. „Wir wissen, dass eine vorherige Infektion mit der BA.1- oder der BA.2-Variante wenig Schutz bietet für die Infektion mit der BA.5-Variante“, postulierte Lauterbach in seinem rheinischen Singsang.

Was dann folgte, lässt sein gesamtes Impfkonstrukt in sich zusammenfallen: “Wir wissen darüber hinaus, dass die Impfstoffe nicht wirklich gut schützen gegen die Infektion.“ Diesen Satz sollte man lange auf sich wirken lassen. Jener Professor aus Köln, der nun mit Verve den vierten Stich als Rettung aus höchster Not propagiert, spricht den heilsbringenden Vakzinen ihre Wirkung ab.

Und das, obwohl er erst im Mai für 830 Millionen Euro weitere Impfstoff-Dosen auf Vorrat bestellt hat.

Seine Aussage führt die 2G-Regelung ad absurdum. Danach wurde nur geimpften oder genesenen Personen Zutritt zu bestimmten Einrichtungen gewährt, um einer Überlastung des Gesundheitswesens vorzubeugen. Geimpfte seien weniger ansteckend, tönten die Massenmedien in Dauerschleife. Doch Lauterbach hatte plötzlich die Eingebung – man muss es sich nochmals auf der Zunge zergehen lassen – dass die Impfstoffe „nicht wirklich gut schützen gegen die Infektion.“ Damit entbehrt die gesamte Corona-Politik konsequenterweise jeglicher Grundlage. Zudem haben Lauterbach und das gesamte Kabinett Scholz die ganze Zeit falsch informiert.

Lauterbachs eitle Husarenritte stoßen zunehmend auf Widerstand

Ein handfester Skandal also. Doch nicht im „besten Deutschland, das es jemals gab“ wie es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu nennen pflegt. Denn die Einlassung Lauterbachs ist den reichweitenstarken Medien und den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sendern keine Meldung wert.

Der irrlichternde Minister selbst versuchte, nur zwei Sätze nach seiner denkwürdigen Offenbarung die Kurve zu kriegen. „Diejenigen, die geimpft sind, sind deutlich besser geschützt vor der schweren Erkrankung“, schob Karl der Kapriziöse nach.

Und so empfiehlt der schrille Pandemie-Paniker im aktuellen „Spiegel“ die vierte Impfung auch für unter-60-Jährige. „Wer den Sommer genießen will, dem empfehle ich die Impfung“, so der ewige Mahner. Man habe „einfach eine ganz andere Sicherheit“. Es ist wieder einmal ein Alleingang Lauterbachs – bar jeder Evidenz.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch: Lauterbachs eitle Husarenritte stoßen zunehmend auf Widerstand. Der Gegenwind wird stärker. Man könne nicht nach dem Prinzip „viel hilft viel“ handeln, kommentierte der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens. Lauterbach verspiele das Vertrauen der Bevölkerung und müsse sich über schlechte Impfquoten nicht wundern, sekundierte der Epidemiologe Alexander Kekulé.

»Lässt man ihn gewähren, endet die deutsche Geisterfahrt nie«

Der Virologe Klaus Stöhr monierte die „unverantwortliche Kommunikationspolitik“ Lauterbachs: „Kann man machen, wenn man als Hinterbänkler im Bundestag sitzt, aber nicht als Gesundheitsminister“, so der frühere Leiter des globalen Influenza-Programms bei der WHO. Selbst aus der Regierung kam Kritik: Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann schlug vor, sich nicht über die Empfehlungen der Fachgremien hinwegzusetzen.

Man fragt sich, was noch alles passieren muss, damit die Menschen in Deutschland verstehen, dass die Empfehlungen des Gesundheitsministers weder evidenzbasiert noch verantwortlich sind? Wann wird Lauterbach den Nimbus des Allwissenden verlieren.

„Welt“-Redakteur Tim Röhn bringt die Lage höchst zutreffend so auf den Punkt: „Angesichts der schlichten Tatsache, dass Viruswellen auch in Zukunft auftreten, wird Lauterbachs Handeln weiter von Bedeutung sein. Lässt man ihn gewähren, endet die deutsche Geisterfahrt nie.“

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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Shutterstock
Text: dw

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