Regierung verspricht: Kein Gefängnis für Impfverweigerer Aber: Hält sie sich wenigstens diesmal an ihr Versprechen?

„Boris Palmer hat offenbar eine Beugehaft für Impfverweigerer vorgeschlagen. Können Sie sich so eine Zwangsmaßnahme zur Durchsetzung einer Impfpflicht vorstellen? Wie wollen Sie denn eine Impfpflicht durchsetzen?“ Das habe ich am Mittwoch die Bundesregierung auf der Bundespressekonferenz gefragt.

Die Antwort von Lauterbach-Sprecher Deffner: „Da gilt im Grunde genommen das Gleiche, was ich gerade gesagt habe. Jetzt werden erst einmal die Diskussionen und Debatten zur allgemeinen Impfpflicht abzuwarten sein, bevor man dann ganz konkret sagen kann, wie Sanktionen umgesetzt werden können. Ich meine mich zu erinnern, dass Herr Minister Lauterbach auch zu dieser Frage schon einmal geäußert hat: Es wird niemand wegen einer noch nicht erfolgten Impfung ins Gefängnis müssen. Ich denke, das ist deutlich.“

Die erste Reaktion meines Korrektors, als er diesen Satz las: „Ja, dann wissen wir wenigstens, was demnächst kommt: Gefängnis für Impfverweigerer…“

Die Zweitkorrektorin schrieb mir: „und ich bin über das ‘noch nicht‘ gestolpert: ‘Es wird niemand wegen einer noch nicht erfolgten Impfung ins Gefängnis müssen.'“

Bleibt nur zu hoffen, dass die Skepsis meiner beiden Team-Mitarbeiter unbegründet bleibt. Und zu erwähnen, welchen Kommentar meine Leserin Meike Hebell auf Facebook zu diesem Beitrag schrieb: „Man muss sich das mal überlegen, dass das überhaupt zur Diskussion steht … Gefängnis…. unfassbar“.

Zur restlichen Bundespressekonferenz vom Mittwoch: Die Antwort-Verweigerung dieser neuen Regierung ist so eklatant, dass ich die Wortwechsel hier einfach einmal ohne jeden Kommentar wiedergeben möchte. Sie finden Sie hier im Video in voller Länge (die Aufzeichnung ist von der Bundespressekonferenz vom Mittwoch – als mein Name noch ausgesprochen wurde – im Gegensatz zur heutigen Bundespressekonferenz, über die ich in Kürze berichte).

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Bild: RTL/Ekaterina Quehl
Text: br

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