US-Studie: Corona-Impfung schützt kaum vor Long Covid Fragwürdiges Nutzen-Risiko-Verhältnis der Vakzination bestätigt

Von Daniel Weinmann

„Viel weiß man noch nicht darüber, warum manche Menschen auch nach einer überstandenen Corona-Infektion am sogenannten „Long Covid“ oder auch „Post-Covid-Syndrom“ leiden.“ So lautete die Erkenntnis der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. am 22. März dieses Jahres. Nichts Genaues weiß man nicht, könnte man somit in Anlehnung an Karl Valentin sagen. Dennoch wird das Phänomen gerade von Impf-Befürwortern allzu gerne als neue Volkskrankheit hochstilisiert.

Andere Experten zweifeln am Krankheitsbild. Sie betrachten die Medienberichte als vereinzelte Phänomene, denen zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es seien nicht Ärzte, sondern Patientenorganisationen, die den Begriff der Langzeitfolgen hervorbrachten. Daher mangele es an einer systematischen Definition, um Long Covid wissenschaftlich sattelfest zu bestimmen.

Nun haben US-Forscher die Hoffnungen, dass die Impfung effektiv vor Long Covid schützt, zerschlagen. An der Studie, „Long COVID after breakthrough SARS-CoV-2 infection“, die vor wenigen Tagen im Fachmagazin „Nature Medicine“ erschienen ist, nahmen 113.474 ungeimpfte und 33.940 geimpfte US-Veteranen teil.

»Impfstoffe scheinen nur einen bescheidenen Schutz gegen Long Covid zu bieten«

Als vollständig geimpft galt, wer zwei Dosen des Moderna- oder Biontech-Impfstoffs oder eine Dosis des Johnson & Johnson-Impfstoffs erhalten hatte. Zum Zeitpunkt der Analyse gab es keine Informationen darüber, ob Patienten Auffrischungsimpfungen verabreicht bekommen hatten. Da die Daten aus dem vergangenen Jahr stammen, gab es auch zur Omikron-Variante noch keine Erkenntnisse.

Das Ergebnis lässt aufhorchen: Zwar verringerte sich bei Geimpften das Risiko, an einer Corona-Infektion zu sterben, um 34 Prozent. Doch die Impfung schützt kaum gegen Corona-Langzeitfolgen. „Impfstoffe scheinen nur einen bescheidenen Schutz gegen Long Covid zu bieten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Gefahr von Long Covid nach einer Corona-Impfung nur um 19 Prozent reduziert“, so Studien-Erstautor Ziyad Al-Aly von der Washington University St. Louis.

„Wir müssen dringend zusätzliche Schutzmechanismen entwickeln und einsetzen, die nachhaltig implementiert werden können, um das Risiko einer langen COVID-Phase zu verringern“, fordert Al-Aly – und hat einen simplen Rat: „Menschen, die sich von einer COVID-19-Durchbruchinfektion erholen, sollten ihre Gesundheit weiterhin überwachen und einen Arzt aufsuchen, wenn anhaltende Symptome die Durchführung täglicher Aktivitäten erschweren.“

Selbst gebührenfinanzierte Medien berichten

Bemerkenswert: Neben dem „mdr“ gingen mit dem „ZDF“ gleich zwei öffentlich-rechtliche Sender auf die zweifelhaften Wirkungen der Impfungen in Bezug auf Post Covid ein. Das „ZDF“ wollte sich indes nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen und schrieb: „An der Uniklinik Marburg werden Patient*innen behandelt, die nach der Impfung an Long Covid-Symptomen leiden. Noch ist unklar, warum durch die Impfung Komplikationen ausgelöst werden können.“

Das äußerst fragwürdige Nutzen-Risiko-Verhältnis der Corona-Impfung unterstreicht derweil eine im April 2022 als Pre-Print veröffentlichte Studie der amerikanischen National Institutes of Health und Moderna. Sie offenbart einen signifikanten Unterschied in den Konzentrationen von Anti-Nukleokapsid-Antikörpern zwischen Geimpften und den ungeimpften Teilnehmern der Placebo-Kohorte mit gleicher Viruslast.

Während die Antikörper bei sechs von zehn Ungeimpften nachgewiesen wurden, die eine sehr milde Corona-Infektion mit entsprechend niedriger Viruslast durchmachten, war es bei den Geimpften nur jeder Zehnte.

David
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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Shutterstock
Text: dw

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