USA wollen Geschlechtsumwandlung bei Jugendlichen forcieren Mehrere Bundesstaaten stellen sich gegen Pläne der Biden-Regierung

Von Kai Rebmann

Die Diskussion um die sogenannten „Kinderrechte“ hat in den vergangenen Wochen auch in den USA deutlich an Fahrt aufgenommen. Im Frühjahr wurden Pläne des US-Gesundheitsministeriums (HHS) bekannt, wonach es für Kinder und Jugendliche künftig eine „unterstützende Form der Gesundheitsfürsorge“ geben soll. Wie das HHS Anfang April in einem Schreiben mitteilte, bereite es „eine Reihe medizinischer, operativer, psychischer und nicht-medizinischer Dienstleistungen für Transgender- und nicht-binäre Personen“ vor. Demnach soll insbesondere Kindern und Jugendlichen der Zugang zu „geschlechtsbestätigenden“ Therapien und Operationen erleichtert werden, im Zweifel ausdrücklich auch gegen den Willen der Eltern bzw. Sorgeberechtigten. Den Plänen des HHS zufolge sollen biologische Jungen mit Östrogen „behandelt“ werden, während biologischen Mädchen Testosteron verabreicht werden solle. Offenbar geht auch die Biden-Regierung davon aus, dass Kinder über die notwendige Reife verfügen, Entscheidungen dieser Tragweite treffen zu können.

Zu den „nicht-medizinischen Dienstleistungen“, die das HHS vermeintlich transsexuellen Kindern und Jugendlichen in den USA anbieten will, gehört unter anderem der Entzug des elterlichen Sorgerechts, wenn diese den Wunsch ihres Nachwuchses nicht respektierten. Der Journalist und Buchautor Rod Dreher schrieb dazu in The American Conservative: „Die Biden-Administration legt die politische Grundlage für die Wegnahme minderjähriger Kinder von ihren Eltern, um die Kinder mit Hormonen vollzupumpen und ihre Körper operativ zu verstümmeln!“. Dreher wertete das Vorpreschen des HHS auch als Reaktion der US-Regierung auf die Verabschiedung von Gesetzen in Texas und Florida, die „geschlechtsangleichende“ Behandlungen bei Kindern unter Strafe stellen und als Kindesmissbrauch werten. Nur wenige Tage nach Veröffentlichung der Pläne des Gesundheitsministeriums verabschiedeten mit Arkansas und Alabama zwei weitere Bundesstaaten Gesetze, die Kinder und Jugendliche vor irreversiblen Behandlungen zur Geschlechtsumwandlung schützen sollen. Die Mitglieder der Abgeordnetenkammer und des Senats in Arkansas einigten sich im Gesetzestext unter anderem auf eine Formulierung, wonach „Jugendliche vor Experimenten bewahrt werden“ sollen.

Regierungsbeamtin kritisiert Gesetze der Bundesstaaten als „erhebliche Schikane“

Rachel Levine, die seit März 2021 als Staatssekretärin im HHS amtiert, bezeichnete die Gesetze der Bundesstaaten, die Geschlechtsumwandlungen bei Kindern und Jugendlichen verbieten, in einem Interview mit dem US-Sender MSNBC jetzt als „erhebliche Schikane“. Levine war von 2017 bis zu ihrem Amtsantritt im HHS Gesundheitsministerin von Pennsylvania und unterzog sich im Jahr 2011 selbst einer Geschlechtsumwandlung. Die erste offen Transsexuelle in einem Regierungsamt auf nationaler Ebene bezeichnete Trans-Jugendliche als „vulnerabel“. Sie seien in der Schule und ihrem Freundeskreis Mobbing ausgesetzt und hätten schwere psychische Probleme. Jetzt komme es auch noch zu „politisch motivierten Angriffen durch staatliche Maßnahmen gegen diese gefährdeten Transgender-Jugendlichen“, klagte Levine. Diese Maßnahmen seien nicht evidenzbasiert, sondern allein „politisch motiviert“.

Gleiches könnte man freilich auch der Transgender-Lobbyistin im HHS unterstellen, wenn sie fordert: „Deshalb möchten wir unserem Handeln eine wirkliche Grundlage geben und diese Jugendlichen unterstützen und es ihnen ermöglichen, ohne Einschränkungen an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen und eine Behandlung zur Geschlechtsbestätigung in ihrem Staat zu erhalten.“ Damit bezog sich Levine offenbar auf Florida und seinen Gouverneur Ron DeSantis (Republikaner), der biologischen Männern nach dem Fall „Lia Thomas“ den Start in den Frauenkategorien des College-Sports verboten hatte.

Fox News sammelte einige Pressestimmen zu den Äußerungen von Rachel Levine, mit denen sie die kinderfeindlichen Absichten des Weißen Hauses untermauerte.

Der Radiomoderator Mark Davis schrieb: „Gott stehe uns bei! Ich würde mit Rachel Levine keinen persönlichen Streit über ihren Transstatus führen wollen. Was Erwachsene mit ihrem eigenen Leben anfangen, geht mich nichts an. Aber das ist uneingeschränkte Befürwortung von Kindesmissbrauch.“

Dr. Roger Marshall, Arzt und Senator aus Kansas, twitterte: „80 Prozent der Kinder wachsen aus ihrer Geschlechtsdysphorie heraus. Im Rahmen der Gender-Care-Richtlinien der Biden-Administration können diese Kinder irreversible Schäden erleiden. ‚Geschlechtsbestätigende Fürsorge‘ ist Kindesmissbrauch.“

Die Bildungspolitikerin Angela Morabito: „Das einzige, das noch kränker ist, als die Sterilisation von Kindern zu bejubeln, ist, es ‚Bestärkung‘ zu nennen.“

Der Autor und frühere Berater der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher kommentierte: „Das ist einfach entsetzlich. Die Biden-Präsidentschaft zerstört Amerika.“

Der Newsweek-Kolumnist Josh Hammer kam mit nur zwei Worten aus und kommentierte das Video des Levine-Statements auf Twitter mit den Worten: „Unseriöses Regime!“

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Shutterstock
Text: kr

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