Wie die US-Gesundheitsbehörde die Wirksamkeit der Impfstoffe suggeriert Augenwischerei durch fragwürdige Datenerfassung

Von Christian Euler

Die US-Seuchenbehörde Centers for Disease Control (CDC) ändert ihre Methodik der Datenerfassung, um den Anschein zu erwecken, dass die Impfstoffe wirksam sind. Anfang Mai kündigte das US-amerikanische Pendant des Robert Koch-Instituts an, die Berichterstattung über die so genannten Durchbruchsinfektionen zu ändern. Gemeint sind Menschen, die zwei Impfungen gegen SARS-CoV-2 erhalten haben, sich aber trotzdem infizieren können.

Mit Wirkung vom 1. Mai hat die Behörde – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – zwei wegweisende Richtlinienänderungen erlassen. Eine davon ist die Senkung des Ct-Wertes bei Tests von vermuteten Durchbruchsinfektionen. Der Ct-Wert gibt an, wie hoch die Viruslast des Patienten ist. „Ct“ steht für den englischen Begriff „cycle threshold“, zu Deutsch: Zyklusschwelle. Er zeigt an, wie viele Zyklen der PCR-Test durchlaufen muss, bis Viruserbgut entdeckt wird. Ist die Virenmenge in einer Probe groß, genügen relativ wenige Runden.

Je geringer die Viruskonzentration, desto mehr Zyklen sind nötig – und desto höher ist der Ct-Wert. Wie viele Runden eine PCR-Testung laufen sollte, bis man abbricht, ist weltweit umstritten. In der New York Times kritisierten Virologen bereits im vergangenen August, dass US-Labors 37 bis 40 Zyklen fahren und somit dann tatsächlich der Schwellenwert erreicht wird. Sie spüren meist nur genetische Bruchstücke von SARS-CoV-2 auf, die keine infektiösen Eigenschaften mehr haben. Sie testen gleichsam, bis der Arzt kommt.

Die Anweisungen der CDC für die staatlichen Gesundheitsbehörden zum Umgang mit „möglichen Durchbruchsinfektionen“ schreiben nun vor: „Bei Fällen mit bekanntem Zyklusschwellenwert sind nur Proben mit einem Ct-Wert kleiner 28 zur Sequenzierung an die CDC zu senden.“ Eine Sequenzierung bei höheren Ct-Werten sei nicht durchführbar. Zur Erinnerung: Während der gesamten Pandemie waren Ct-Werte von über 35 die Norm.

Gestaltung der Fallzahlen frei nach Belieben

Nun akzeptiert die oberste US-amerikanische Gesundheitsbehörde für vollständig geimpfte Menschen nur noch Proben, die aus 28 Zyklen oder weniger gewonnen wurden – ein eleganter Weg, die Anzahl der offiziell erfassten Durchbruchsinfektionen zu verringern und somit die Wirksamkeit des Impfstoffs effizienter erscheinen zu lassen. Die Behörde ging aber noch weiter und verfügte, dass asymptomatische oder leichte Infektionen künftig nicht mehr als „Covid-Fälle“ erfasst werden. Auch dies spiegelt sich in einer niedrigeren Anzahl der Durchbruchsinfektionen wider.

Wäre diese Methodik bereits im vergangenen Jahr Usus gewesen, wären sowohl die Zahlen der positiven Testungen als auch die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus Gestorbenen signifikant niedriger gewesen. Die Ausrufung der Pandemie hätte zumindest in Frage gestellt werden müssen.

Besonders perfide ist die unterschiedliche Testung für Geimpfte und Nicht-Geimpfte, da die neuen Richtlinien nur für erstere gelten. Mit anderen Worten: Jemand, der nicht geimpft worden ist, wird möglicherweise mit einem PCR-Test bei 40 Zyklen positiv auf Covid getestet und ist trotz fehlender Symptome ein Covid-Fall. Auf der anderen Seite gilt ein Verstorbener, der zuvor geimpft wurde, nicht als offizieller Fall, wenn der Test aufgrund von 29 Zyklen positiv ausgefallen ist.

Den US-Centers for Disease Control gelingt es somit, Covid-19 ganz nach Belieben erscheinen oder fast verschwinden zu lassen. Bleibt zu hoffen, dass das Robert Koch-Institut diese Steilvorlage nicht annimmt.

 

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Dipl.-Volkswirt Christian Euler widmet sich seit 1998 intensiv dem Finanz- und Wirtschaftsjournalismus. Nach Stationen bei Börse Online in München und als Korrespondent beim „Focus“ in Frankfurt schreibt er seit 2006 als Investment Writer und freier Autor u.a. für die „Welt“-Gruppe, Cash und den Wiener Börsen-Kurier.
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