„Alle Erwachsenen müssen sich impfen lassen!“ Spahns spricht von neuem 3G: "Geimpft genesen oder gestorben"

„Alle Erwachsenen müssen sich impfen lassen, die Immunität über eine Infektion ist keine Alternative, die man hier diskutieren kann, weil das zu massiven Belastungen im Gesundheitswesen führt. Es ist alternativlos, alle müssen sich impfen.“ Das sagte Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impfstoff-Forschung und Mitstreiter von Christian Drosten, heute auf der Bundespressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der scheidende Minister machte zwar deutlich, dass er selbst nicht für eine Impfpflicht sei. Aber entsprechende Aufträge der parlamentarischen Mehrheit von Rot-Grün-Gelb würde er ausführen.

„Das ist eine unangemessene Diskussion zu dieser Zeit, und wir haben einen gemeinsamen Feind, das ist das Virus!“ So Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, auf der Pressekonferenz. Ein Vorgang, den man früher als ungewöhnlich betrachtet hätte: Der Chef einer Bundesbehörde verbittet sich vor der versammelten Hauptstadtpresse eine Diskussion über die Impfstoffe und klingt dabei wie im Kriegs-Modus. Widerspruch erntet er dafür nicht. Wie im Kriegsmodus klang auch Spahn mit seiner Ankündigung eines neuen „3G“: Nach dem Winter werde jeder „geimpft, genesen oder gestorben“ sein.

Überhaupt fiel auf der Bundespressekonferenz mit dem Thema „Impfen mit Moderna und BioNTech“ auf, dass sich die Fragen der Journalisten vor allem auf das „Wie“ beschränkten, aber nicht auf das „Warum“. Das herrschende Narrativ der Alternativlosigkeit der Impfung wurde nicht hinterfragt von den Kollegen, Widersprüche in diesem Narrativ nicht aufgegriffen. Kritik konzentrierte sich auf Aspekte wie die, dass entweder die Impfung nicht gut genug organisiert sei oder zu wenig Impfstoffdosen exportiert würden.

Für mich hatte die Szene etwas Gespenstisches. Es ist offensichtlich, dass das bisherige Impf-Narrativ zusammengebrochen ist und die Impfstoffe nicht so wirken wie erhofft. Nach meinem Journalismus-Verständnis müsste die Regierung deswegen „gegrillt“ werden. Doch stattdessen wurde tunlichst vermieden, diesen „rosa Elefanten“ im Raum auch nur anzusprechen. Ich wollte das tun. Doch obwohl manche Kollegen mit zwei Fragen zu Wort kamen, wurde meine Frage gar nicht drangenommen. Das wäre sie gewesen, an Chichutek: „Um wie viel niedriger ist der Grad an Infektiosität von Geimpften auf die Mitmenschen im Vergleich zu Ungeimpften und in welcher wissenschaftlichen Publikation finde ich diese Zahlen?“

Auch die Frage nach der politischen Verantwortung für den Abbau der Intensivbetten, die ich Spahn am Freitag gestellt hatte und dieser nicht beantwortete, wurde nicht wieder aufgegriffen. Die Hauptstadtpresse lässt den Minister also damit davonkommen, dass er sich aus der politischen Verantwortung schleicht, und greift das Thema, das in meinen Augen zentral sein müsste, gar nicht auf.

Minister Spahn bezeichnete „Moderna“ als den Rolls-Royce unter den Impfstoffen. Die unfreiwillige Komik dieser Aussage fiel offenbar niemanden auf:

Chichutek sprach von einer „außerordentlich niedrigen Nebenwirkungsrate“ der mRNA-Wirkstoffe. Auch das wurde nicht hinterfragt. Die WHO zählt seit Jahren die Fälle von Impf-Nebenwirkungen. Die Impfung mit den bisher meisten Nebenwirkungen war die Grippe-Impfung, die in den 53 Jahren ihrer Verabreichung zu weltweit 272.202 (Stand 12. November) aufgezeichneten Nebenwirkungen geführt hat. Die Covid-Impfungen gibt es seit knapp einem Jahr. In diesem einen Jahr wurden Impf-Nebenwirkungen verzeichnet, die fast um das Zehnfache höher waren als die der Grippe-Impfungen in 53 Jahren (2,457 Millionen). Dies bezieht sich zwar auf alle Covid-Impfungen, einschließlich der Nicht-mRNA-Wirkstoffe. Aber Cichutek muss sich fragen lassen, ob er die „außerordentlich niedrigen Nebenwirkungsrate“ vielleicht nur relativ meint im Vergleich zu Astrazeneca.

 

Hier finden Sie die gesamte Bundespressekonferenz mit Spahn bei BR24.

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Bild: Screenshot/Youtube/BR24
Text: br

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