Charité distanziert sich von Untersuchung zu Impf-Nebenwirkungen Reaktion entlarvt Heuchelei und doppelte Standards

„Laut Charité-Forscher 70 Prozent der Impfnebenwirkungen nicht erfasst“ – das war die Überschrift eines Artikels auf meiner Seite vom 1. April. In der Unterzeile hieß es über den Forscher: „Mediziner verteidigt auch Vorstand der BKK Provita“. Der Studienleiter Professor Harald Matthes hatte das Ergebnis seiner Untersuchung vorgestellt, der zufolge die Zahl schwerer Komplikationen nach Corona-Impfungen womöglich 40 Mal höher sei, als die von der zuständigen Bundesbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), offiziell angegebenen Zahlen. Das bittere Ende ließ nicht lange auf sich warten und kommt auch nicht wirklich überraschend. Die Berliner Zeitung titelt jetzt: „Mehr Impf-Nebenwirkungen als offiziell bekannt? Charité distanziert sich von Studie.“ Und dann: „Eine Untersuchung des Charité-Professors Harald Matthes sorgt für Wirbel. Er hält die Fälle schwerer Corona-Impfnebenwirkungen für massiv untererfasst. Die Charité winkt ab.“

David
Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Wen würde das wundern in Zeiten, in denen jedes Abweichen vom offiziellen Kurs in Sachen Corona – und nicht nur da – zu massiven Diffamierungen, Ausgrenzung und Anfeindungen führt und dass diejenigen, die das Motto „Toleranz, Vielfalt und Buntheit“ ausgegeben haben, das eigene Prinzip auf zynische Weise mit Füßen treten.

Die Charité will nun nicht mehr, dass die Behauptung aus der Untersuchung in ihrem Namen verbreitet wird. Das Klinikum nehme „die Studie vom Anthroposophie-Professor Matthes“ aus dem Internet und unterziehe sie einer umfassenden Qualitätsprüfung, berichtet der Berliner Linke-Abgeordnete Tobias Schulze auf Twitter. Schulze beruft sich dabei auf die Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne), wie die Berliner Zeitung weiter berichtet: „Die Charité hatte bereits erklärt, dass es sich nicht um die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie handele – sondern nur ‘um eine noch nicht einmal abgeschlossene offene Internetumfrage‘.“

Corona – Angst. Was mit unserer Psyche geschieht."Hier wird dementiert, was gar nicht behauptet wurde – dass es sich um eine Studie handelt – und so der Eindruck erweckt, der Professor habe mit gezinkten Karten gespielt. Das Blatt schreibt weiter: „Matthes’ Behauptungen verbreiteten sich rasch in den Medien und in ‘Querdenker‘-Kreisen.“ Framing wie aus dem Lehrbuch. Weiter heißt es zu den Thesen des Professors: „Sie wurden tausendfach auf Twitter und Telegram geteilt. Doch Charité-Sprecher Markus Heggen weist gegenüber dem ZDF auf methodische Schwächen von Matthes’ Arbeit hin: Die Datenbasis reiche nicht aus, „um konkrete Schlussfolgerungen über Häufigkeiten in der Gesamtbevölkerung zu ziehen und verallgemeinernd zu interpretieren“.

Die gesamte Medienmacht, subventioniert durch Gebühren und Staatsgelder etwa via Impfwerbung, versucht, das Weiße schwarz zu machen und das Offensichtliche zu negieren: Dass die Zahl der Impfnebenwirkungen höher ist, als erwartet und behauptet. Zumindest legen das unzählige Berichte von kritischen Medizinern und Fachleuten nahe.

Besonders offensichtlich wird die Doppelmoral und Heuchelei, wenn man ein wenig zurückdenkt. „Studie zeigt: Corona-Demos in Berlin und Leipzig waren Superspreader-Events“, titelte im Februar 2021 das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), zu dessen Eigentümern auch die SPD gehört. Weiter heißt es in dem Text und in unzähligen anderen Medien sinngemäß ähnlich: „Die Erkenntnis scheint nicht neu zu sein, doch jetzt ist sie wissenschaftlich untermauert – die großen Anti-Corona-Demonstrationen in Berlin und Leipzig im vergangenen Jahr waren Superspreaderevents. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und der Humboldt-Universität Berlin.“

Warum es in den Medien damals hieß, bis hin zum ZDF und auf der Seite des ZEW, es sei auch eine Studie der Humboldt-Universität (HU), ist mir bis heute schleierhaft. Bei der passenden Untersuchung wurde darauf verwiesen, sie könne mit der Universität in Verbindung gebracht werden allein deshalb, weil der Autor dort tätig sei. Bei der Charité und einer unpassenden Untersuchung ist es jetzt genau umgekehrt.

Das zeigt der folgende Dialog mit der Pressestelle der Humboldt-Universität vom Februar 2021 – hier werden haargenau die umgekehrten Voraussetzungen angewandt wie jetzt bei der Charité.

Wir haben bei der Humboldt-Universität angefragt, ob es sich um eine Studie der Hochschule handelt:

In den Medien ist davon die Rede, dass die ZEW-Studie (Link hier) auch eine Studie der Humboldt-Universität ist. Wir finden allerdings in der Studie keinerlei Hinweis darauf. Können Sie bestätigen, dass es sich hier um eine Studie der Humboldt-Universität handelt?

Die Antwort der Pressestelle:

Mitautor dieser Studie ist Dr. Ole Monscheuer von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität. Den Hinweis auf die Autorenschaft finden Sie auf Seite 2 der Studie.

Meine Nachfrage:

Besten Dank für Ihre Antwort.
Allerdings ging es darum, ob es sich um eine Studie der Universität handelt, wie dies in den Medien geschrieben wird.
Verstehe ich Sie richtig dahingehend, dass der einzige Zusammenhang zwischen Ihrem Haus und der Studie darin besteht, dass einer der Autoren in Ihrem Haus tätig ist und Sie die Studie weder in Auftrag gegeben noch sonst irgendwie autorisiert oder als Institution mitgewirkt haben?
Trifft es damit zu, dass der Begriff „Studie der Humboldt-Universität“ irreführend ist und richtig wäre: „Studie, bei der einer der Autoren Mitarbeiter der Humboldt-Universität ist“?

Die Antwort:

Die Medien zitieren absolut korrekt, wenn sie schreiben: „…Dies zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim und der Humboldt-Universität zu Berlin“ – denn genau so hat es das bei der Studie federführende ZEW per Pressemitteilung publiziert (u.a. hier:) https://idw-online.de/de/news762798.

Deshalb wäre es falsch, die Studie allein der Humboldt-Universität zuzuschreiben, aber mitgewirkt hat sie über den Co-Autor schon.

David
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Bild: Stephan Dost/Shutterstock
Text: br

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