Dänemark beendet nationales Impfprogramm Fortsetzung im Herbst wahrscheinlich

Von Mario Martin

Nachdem Dänemark bereits zum 1. Februar alle Corona-Maßnahmen aufgehoben hatte, folgt nun der nächste Schritt. Kommt nun der nächste Meilenstein zur Normalisierung der Verhältnisse? Das könnte man meinen, liest man die vom Mittwoch stammende Meldung der Zeitung ‚The Local‘: „Dänemark setzt nationales Covid-19-Impfprogramm aus“.

Das Land stellt die Massenimpfungen gegen COVID-19 also ein. Vorerst. Der Schritt wurde bereits im Februar angekündigt und wird mit dieser Entscheidung nun umgesetzt.

Die Impfquoten (81 Prozent doppelt geimpft, 62 Prozent geboostert) seien in dem Land, das knapp sechs Millionen Einwohner zählt, so hoch, dass die Epidemie unter Kontrolle sei, sagte Bolette Søborg, Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten der Behörde. Man sei in einer guten Position, um diesen Schritt durchzuführen.

In Dänemark ist die Impfung für alle Bürger ab fünf Jahren verfügbar und besonders gefährdete Personen können sich in Dänemark bereits doppelt boostern lassen. Allerdings ist die Moderna-Impfung wegen des erhöhten Risikos für Herzmuskelentzündungen für Jugendlich und junge Erwachsene nicht zugelassen.

Da nun die Infektionsraten sinken und die Hospitalisierungen weiterhin stabil sind, habe man entschieden, ab dem 15. Mai keine weiteren Einladungen für die Coronaimpfungen zu verschicken.

Jedoch werde man sich alle Optionen offen halten und im Herbst erneut evaluieren, wie die Impfkampagne fortgesetzt werden kann, wenn es wahrscheinlich wieder einen Bedarf an Impfungen geben werde: „Wir planen, das Impfprogramm im Herbst wieder aufzunehmen. Dem geht eine gründliche fachliche Bewertung voraus, wer wann mit welchen Impfstoffen geimpft werden soll“, so Søborg.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie, die nachweist, dass die mRNA-Impfungen keinen Effekt auf die Corona-Sterblichkeit haben, könnte für die kommende Entscheidung im Herbst bedeutsam werden.

Es handelt sich also nicht um die erhoffte Kehrtwende in der Impfpolitik. Schließlich werden zwar keine Einladungen mehr durch die Behörden verschickt, Menschen können sich weiterhin privat gegen das Virus impfen lassen. „Menschen mit einem besonders hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf“, sollten die Impfung weiterhin in Anspruch nehmen, so Søborg.

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Mario Martin ist Ökonom und arbeitet als Software-Projektmanager in Berlin.

Bild: Shutterstock
Text: mm

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