Demonstration für Kommunismus zum Jahrestag des Mauerbaus "Bekämpft das System! Was wir brauchen, ist Kommunismus!"

Wenn ich in das soziale Netzwerk Twitter schaue, verdreht es mir oft den Magen. Die Aufregungsspiralen dort sind allzu oft indirekt proportional zum substantiellen Gehalt ihres Anlasses. Statt mit Argumenten wird allzu versucht, mit Lautstärke bzw. Provokation zu überzeugen. Es ist ein Jahrmarkt der Eitelkeiten und Neurosen. Ein virtueller Elfenbeinturm, in dem eine rotgrüne Blase fernab von der Lebensrealität der einfachen Menschen sich schenkelklopfend an der eingebildeten eigenen Wichtigkeit und Überlegenheit berauscht. Eine Spielweise für anonyme Denunzianten und Möchtegern-Wichtige, die sich fernab der Wirklichkeit unter dem Schutz von falschen Namen und Bildern hemmungslos das trauen, wozu sie im richtigen Leben viel zu feige wären – Gott sei Dank in den meisten Fällen. Warum ich nach so einer Diagnose noch bei Twitter bin, werden Sie nun zu Recht fragen. Weil ich dort fast 140.000 „Follower“ habe  und die ganz, ganz große Mehrheit von denen eben nicht zu der oben erwähnten Gattung gehört, die den Ton angibt. Ich kann 140.000 Menschen nicht einfach sitzen lassen. Meine Präsenz habe ich aber deutlich zurückgefahren.

Heute hat Twitter wieder einmal meinen Stresspegel heftig nach oben gejagt. Musste ich dort doch erfahren, dass ausgerechnet am Jahrestag von einem der größten Verbrechen der Nachkriegszeit in Deutschland, dem Bau der Berliner Mauer, Demonstranten in Hamburg für Kommunismus auf die Straße gingen. Für eine totalitäre Idee, die weltweit Abermillionen Menschen das Leben gekostet hat, und noch viel mehr ist Unglück stürzte. Sie skandieren: „Bekämpft das System! Was wir brauchen, ist Kommunismus!“ Sehen Sie sich die Szene selbst an:

Mich macht so viel Geschichtsvergessenheit sprachlos. Umso mehr an einem solchen Tag.

Einzelne Verirrte gibt es in jeder Gesellschaft, werden Sie nun vielleicht sagen.

Das stimmt.

Das Problem ist: Gegenüber solchen Extremisten herrscht in der neuen, von Angela Merkel geprägten Bundesrepublik im besten Fall Gleichgültigkeit, im schlimmsten Fall Sympathie. Aufregung, Empörung? Bis auf die üblichen Verdächtigen wie meine Wenigkeit Fehlanzeige. Was für ein Gegensatz zu den Anti-Corona-Maßnahmen-Demos – wo der politmediale Komplex im Dauermodus hyperventilierte.

Was auch damit zu tun hat, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten bis heute dazu instrumentalisiert und missbraucht werden, die Verbrechen der internationalen Sozialisten, also Kommunisten, zu relativieren und zu verharmlosen. Was vor allem in Deutschland gut gelingt, weil hierzulande die „roten Nazis“, wie sie SPD-Legende Kurt Schumacher nannte, nur ansatzweise derart bestialisch und mörderisch gewütet haben wie in der Sowjetunion. Die bis heute massiv an ihrer Geschichte leidet – auch Putin ist ein Symptom.

Völlige Verdrehung

Die Politik des Merkel treu ergebenen Kanzlerdarstellers Olaf Scholz befördert diese Verzerrung weiter. Unter dem Deckmantel des „Kampfes gegen Rechts“ wird Regierungskritik delegitimiert und diffamiert. Mit mehr als einer Milliarde Euro aus Steuergeldern. Der, wohl gewünschte, Effekt: Echter Rechtsextremismus wird damit verharmlost. Und umso mehr Linksradikalismus. Der es bis weit in die politischen Ämter und Redaktionsstuben geschafft hat und salonfähig wurde.

61 Jahre nach dem Mauerbau ist offenkundig: Die linksextreme Diktatur in Deutschland wurde nie auch nur annähernd ausreichend aufgearbeitet. Bei Rewe werden Produkte mit dem DDR-Wappen verkauft, frühere kommunistische Kader schafften es in höchste Staatsämter,  Ex-Stasi-Spitzel bekämpfen mit Steuergeldern Andersdenkende, die umbenannte SED regiert wieder mit und Mitglieder linksextremer, vom Verfassungsschutz beobachteter Organisationen, die früher in der SED waren, werden Verfassungsrichter.

Angela Merkel hat ihr Klassenziel erreicht.

Die Opfer der SED-Diktatur werden verhöhnt.

Die Täter von damals können sich zufrieden zurücklehnen.

In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen sehr die Serie „Die DDR hat gewonnen“ von Alexander Fritsch:

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Bild: Shutterstock
Text: br

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