Die Ampel: Mehr Staat, weniger Familie Kinderarmut ist in Wirklichkeit Familienarmut

Von Sönke Paulsen

Zum Begriff. Wenn Kinder arm sind, sind auch die Eltern arm, was bedeutet, dass die Familie arm ist. Gezielte Maßnahmen des Staates, Kinder zu fördern, gibt es bereits. Angefangen beim Kindergeld bis hin zu Bildungsgutscheinen. Kinderrechte werden separat in die Verfassung aufgenommen und es sind vor allem arme Familien, die ganz überwiegend unter Beobachtung der Jugendämter stehen.

Die Strategien der linken Parteien in Deutschland beruhen dabei vor allem auf der „ideologischen“ Grundüberzeugung, dass arme Familien zu wenig für ihre Kinder tun. Die Kinder müssen daher aus den Familien herausgelöst werden und von der Kita bis zur Ausbildung besondere staatliche Aufmerksamkeit „genießen“. Sorgerechtsentzug und die Herausnahme von Kindern aus Familien ist vor allem ein Thema bei armen Familien. Dieses Thema ist in den letzten Jahren durch Gesetze, die Jugendämter stärker zur Herausnahme von Kindern animieren sollen, verschärft worden, nicht durch eine verschärfte Zerrüttung von Familien.

Es hilft bei den Linken (alle drei Parteien einer potentiellen Ampelkoalition) verhältnismäßig wenig, darauf zu verweisen, dass arme Familien einen sehr hohen Anteil ihres Einkommens für die Kinder aufwenden, ein hohes Interesse daran haben, dass ihre Kinder gleichwertig behandelt werden und dafür viel Mühe und Arbeit auf sich nehmen.

Seit Schröders Agenda 2010 ist das Vorurteil, dass arme Familien weniger für ihre Kinder tun, in der SPD zementiert. Zahlreiche halbwissenschaftliche Publikationen aus dem linken Sektor deutscher Fakultäten unterstützen diese Behauptung, die letztlich das harsche Vorgehen von Rot-Grün gegen arme Familien rechtfertigen sollte. Allein sie stimmt nicht!

Arme Familien geben nicht mehr Geld für Alkohol und Zigaretten aus als Familien in der gehobenen Mittelschicht. Sie kümmern sich nicht weniger um ihre Kinder als gutverdienende Akademiker, die in der Regel beide arbeiten. Wohlstandverwahrlosung gibt es in allen gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen und geht sehr stark parallel zur Digitalisierung.

Auf welcher Grundlage will daher die FDP ein Kindergeld einführen, das die Kinder selbst abrufen können? So viel Misstrauen gegen die Eltern? Oder der Wunsch, eine zukünftige Wählerklientel der eigenen Parteien und staatskonformes Verhalten zu fördern?

Die Grünen wollen das Wahlalter auf sechzehn Jahre absenken. Mit welcher Begründung? Sind junge Menschen heute reifer als vor fünfzig Jahren, sind sie politischer? Wohl kaum. Grüne und FDP haben ihre stärksten Wählergruppen bei den unter 25-Jährigen, welche die Parteien bei der Bundestagswahl zu je einem Viertel gewählt haben, weit überdurchschnittlich also.

Die Sache der Ampel mit ihrem neuen Sozialstaat riecht wie alter Wein in neuen Schläuchen und ist eigentlich staatsautoritärer Essig.
Die Zerstörung der Familien, die nicht als Ganzes gefördert werden sollen, sondern in ihrer Sozialstruktur weiter auseinandergebrochen werden, wobei der Staat immer früher und immer tiefer in die Familien eingreift, wird fortgesetzt.

Man kann verstehen, dass zugewanderte Familien aus Kulturen mit starken Familientraditionen sich in Deutschland in Parallelgesellschaften flüchten. Die deutsche Familienpolitik ist nämlich ein dezidiertes Programm zur staatlichen Zerstörung von Familien.

Die Ampel-Koalition will weiterhin nicht Familien als Ganzes fördern, sondern unter staatliche Kontrolle stellen, zumindest wenn sie arm sind. Ein Einfallstor dafür heißt „Kinderarmut“, die in Wirklichkeit eine Familienarmut ist!

Aber auch gegen diese Lüge kommt man nicht mehr an. Sie ist ideologisch gesetzt und fester Bestandteil des linken Kampfes gegen Familien.

Dieser Kampf geht übrigens auf Marx und Engels zurück, die unter anderem auch in ihrem „Kommunistischen Manifest“ eine zentrale Forderung haben:

„Aufhebung der Familie“!

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Sönke Paulsen ist freier Blogger und Publizist. Er schreibt auch in seiner eigenen Zeitschrift „Heralt“. Hier finden Sie seine Fortsetzungsgeschichte „Angriff auf die Welt“ – der „wahre“ Bond.

Bild: Shutterstock
Text: Gast

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