Hoch lebe der Sozialismus: „Linke“ fordert Preisbehörde Dank Digitalisierung "engmaschige Überwachung der Preise möglich“

Zur DNA des Sozialismus gehört es, dass nicht der freie Markt die Preise bilden soll, sondern der Staat diese bestimmt. Was auf den ersten Blick vielleicht wie eine gute Idee aussieht, hat in der Realität der kommunistischen Systeme katastrophale Folgen gehabt: Ein Ausschalten der Marktmechanismen führt zwangsläufig zu Mangelwirtschaft und Elend.

Doch echte Sozialisten sind offenbar unbelehrbar. Die „Linke“ ist nach eigenem Bekenntnis rechtsidentisch mit der Diktatur-Partei SED. Sie ist damit also mitverantwortlich für das Scheitern der DDR. Und nicht nur, dass sie sich nie überzeugend von dem Diktatur-Unrecht distanziert hat. Sie tappt auch in Sachen Wirtschaft auf die alten Mistgabeln.

Der Bundesvorstand der Partei fasste nun einen Beschluss, demzufolge die Teuerung mit einer „Preisbehörde“ gebremst werden soll.

Tatsächlich ist unbestritten, dass wir in den letzten Jahren einen dramatischen Anstieg der Preise erleben. Insbesondere im Bereich Energie und Lebensmittel. Die Preise in wichtigen Bereichen wie Energie, Wohnen oder Essen deswegen aber mit Digitalisierung und engmaschiger „Überwachung“ staatlich zu regulieren, wie es die „Linke“ jetzt will, wäre ein Austreiben des Teufels mit dem Beelzebub.

„Wir müssen uns für die nächste Krise wappnen“, heißt es in dem Vorstandsbeschluss laut „Welt“: „Mit der Digitalisierung ist eine engmaschige Überwachung der Preise möglich.“ Ein Treppenwitz der Geschichte: Denn die Digitalisierung, mit der die SED-Erben die Marktwirtschaft beerdigen wollen, ist eine Errungenschaft derselben.

Stiegen diese in den wichtigsten Branchen stärker als die Kosten, könnte kurzfristig in den Markt eingegriffen werden, so die Parteiführung. „Auf Preisschocks muss reagiert werden, bevor sich diese auf andere Branchen ausweiten.“

Ausführen soll all das eine eigene Behörde – also noch mehr Staat und Bürokratie. Die Pläne der Partei klingen wie aus dem Lehrbuch des Sozialismus. So sollen etwa im Energiesektor Preiserhöhungen nur noch mit Genehmigung erlaubt sein – nach Nachweis gestiegener Beschaffungskosten.

Des weiteren fordert der Vorstand Preisdeckel für die wichtigsten Güter und eine Übergewinnsteuer in der ganzen EU: „Extra-Gewinne der Konzerne sollten mit 90 Prozent besteuert werden“, so die „Welt“: Gemeint sei damit der Gewinn, der über dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre liegt.

Auf dem Papier mag all das schön klingen – aber die Realität zeigt, dass ein übergriffiger Staat, der zu stark in die Wirtschaft eingreift mit allmächtigen Apparatschiks, die die Marktgesetze außer Kraft setzen wollen, ins Elend führt.

Es ist traurig, dass die Partei auf die gleichen Grundideen setzt, mit denen sie einst schon einmal einen Teil Deutschlands ins Elend stürzte. Noch bitterer ist, dass sie dabei immer noch auf viele Unterstützer zählen kann. “Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“, sagte DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker noch kurz vor dem Zusammenbruch der DDR. Damals lachte man darüber. Heute scheint seine Aussage eher wie eine hellseherische Prognose zu klingen – zumindest, wenn man auf die Bundesrepublik nach 16 Jahren Angela Merkel blickt.

 

Meine Seite braucht Ihre Unterstützung!

Wenn Sie weiter Artikel wie diesen lesen wollen, helfen Sie bitte mit! Sichern Sie kritischen, unabhängigen Journalismus, der keine GEZ-Gebühren oder Steuergelder bekommt, und keinen Milliardär als Sponsor hat. Und deswegen nur Ihnen gegenüber verpflichtet ist – den Lesern!

1000 Dank!

Aktuell sind (wieder) Zuwendungen via Kreditkarte, Apple Pay etc. möglich – trotz der Paypal-Sperre:

Über diesen Link

Alternativ via Banküberweisung, IBAN: DE30 6805 1207 0000 3701 71 oder BE43 9672 1582 8501

BITCOIN Empfängerschlüssel auf Anfrage

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut.

Meine aktuellen Videos

Stinke-Socken vom Vorgänger und Fenster-Öffnungs-Verbot – „Dschungelcamp“-Gefühle im Berlin-Urlaub

Wie Habeck über Stalins Schnurrbart stolperte – und Esken sich selbst verriet. Livestream.

Bilder: D Busquets/Shutterstock

Bitte beachten Sie die aktualisierten Kommentar-Regeln – nachzulesen hier. Insbesondere bitte ich darum, sachlich und zum jeweiligen Thema zu schreiben, und die Kommentarfunktion nicht für Pöbeleien gegen die Kommentar-Regeln zu missbrauchen. Solche Kommentare müssen wir leider löschen – um die Kommentarfunktion für die 99,9 Prozent konstruktiven Kommentatoren offen zu halten.

Mehr zum Thema auf reitschuster.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert