Impf-Diskriminierung mit antisemitischer Symbolik bei Bundeswehr Ungeimpfter Soldat wird Opfer von "rechtsextremer" Mobbing-Attacke

Von Mario Martin

§ 12 Soldatengesetz
Kameradschaft
Der Zusammenhalt der Bundeswehr beruht wesentlich auf Kameradschaft. Sie verpflichtet alle Soldaten, die Würde, die Ehre und die Rechte des Kameraden zu achten und ihm in Not und Gefahr beizustehen. Das schließt gegenseitige Anerkennung, Rücksicht und Achtung fremder Anschauungen ein.

Die Stimmung bei der Bundeswehr scheint sich alles andere als zu entspannen. Immer wieder melden sich Stimmen, die gegen die umstrittene Impf-Duldungspflicht protestieren.

Nun erreichten uns Aufnahmen, die einen ungeheuerlichen Fall von Diskriminierung am Arbeitsplatz dokumentieren.

Einem ungeimpften Soldaten, der am Standort des Versorgungsbatallions 141 in Luttmersen dient, wurde am Dienstag, den 11.1. in Abwesenheit eine eindeutige Nachricht hinterlassen.

Der Soldat befand sich auf einem Transporteinsatz und bemerkte die Verzierung seines Büros erst am Nachmittag. Er reagierte geschockt und verdrängte den Vorfall zunächst, fuhr nach Hause und realisierte dann erst, was hier eigentlich vorgefallen war.

Anschließend fuhr er an den Standort zurück, machte die Aufnahmen und informierte seinen Chef, der sich ebenfalls geschockt zeigte.

Der Arbeitsplatz des Soldaten wurde vollständig mit 3G-Schildern zugeklebt; dazu wurde ein RKI-Anamnesebogen, der normalerweise vor der Impfung auszufüllen ist, mit Obszönitäten versehen und am Platz hinterlassen.

“Pisse aus dem Arsch” ist dort als Antwort zu lesen auf die Frage, ob die Person an chronischen Krankheiten leide.

Reitschuster.de konnte mit dem betroffenen Soldaten, der anonym bleiben möchte, über den Vorfall sprechen.

Antisemitische Symbolik?

Besonderes Augenmerk fällt auf den mitten auf dem Schreibtisch platzierten gelben Davidstern, auf dem eine durchgestrichene Spritze abgebildet ist.

Und damit wird aus einer Aktion, die wirkt wie das Werk eines beleidigten Grundschülers, eine Aktion, die in der Bundeswehr und auch bei der Führung Beachtung finden wird.

Das Hexagramm gilt heute vor allem als Symbol des Volkes Israel und des Judentums. Der Stern wird allerdings auch immer wieder benutzt, um Diskriminierung und Segregation zu symbolisieren.

So wurde der Stern immer wieder auf Demos gegen die Corona-Maßnahmen gesichtet, wohl um eine Assoziation mit den im dritten Reich aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossenen Juden zu erwirken.

Ob dies nun angebracht ist oder nicht, soll hier nicht Gegenstand der Betrachtungen sein. Nun ist es aber gerade die Verwendung, die aufs Schärfste von der politmedialen Klasse gerügt wird, wenn diese in einem Kontext genutzt wird, die damit vermeintlich die Geschehnisse des Holocausts relativiert.

Nach gängiger Lesart von Politik und Medien wäre also der vorliegende Fall in der Kaserne in Luttmersen als „rechtsextrem“ einzuschätzen. Was besonders pikant ist, da es dann ja hier um eine rechtsextreme Attacke gegen einen Umgeimpften ginge – während ja sonst Kritiker der Corona-Politik per „Framing“ als „rechtsextrem“  hingestellt werden.

Erinnern wir uns an den Fall eines Sängers, der einen Sturm der Entrüstung auslöste, weil dieser angeblich wegen des Tragens einer Kette mit Davidstern aus einem Leipziger Hotel geworfen wurde.

Mobbing schon im Dezember und Januar

Dann erzählt der Leidtragende von weiteren Fällen der Diskriminierung, die ähnlich abliefen, nur ohne die nun genutzte Symbolik.

Nachdem die Duldungspflicht erlassen wurde, wurde eine Fahne an seinem Fahrrad befestigt, auf der eine durchgestrichene Spitze abgebildet war. Am nächsten Tag kam ein Ansteck-Button hinzu, der ihm zugespielt wurde und den ebenfalls die auf dem Stern zu sehende Spritze zierte.

Der Mobbingfall wurde dem Vorgesetzten damals nicht zur Kenntnis gebracht, da der Betroffene dies als schlechten Scherz abtat und nicht weiter beachtete.

Er ist der Meinung, der/die Urheber wären sich im aktuellen Fall überhaupt nicht über die Tragweite bewusst, die eine solche Aktion mit sich bringen kann.

Rechtsextremistische Vorfälle an gleicher Stelle

Er berichtet von weiteren rechtsextremistischen Vorfällen in seinem Versorgungsbataillion. In Chatgruppen wurde sich damals zu Gewaltverherrlichung, Pornographie, Antisemitismus und Rechtsextremismus ausgetauscht.

Dies rief Ende 2020 den Militärischen Abschirmdienst (MAD) auf den Plan. Disziplinarische Maßnahmen wurden eingeleitet und die Chatgruppen geschlossen.

Der MAD ist auch heute wieder im Einsatz, allerdings an anderer Stelle. Derzeit beobachtet er die von einigen Soldaten, die sich offen gegen die Impfpflicht stellen, ins Leben gerufene Chatgruppe “Soldaten für das Grundgesetz” auf Telegram.

Die Mitglieder werden verdächtigt, Wehrzersetzung zu betreiben. Heute wird in der Bundeswehr also beobachtet, wer sich auf sein in Art.2 GG verbrieftes Recht auf körperliche Unversehrtheit beruft, nicht an einem medizinischen Experiment teilnehmen zu wollen.

Vorwurf der Wehrzersetzung

Weil die Bilder des diskriminierenden Vorfalls nun auch über die Gruppe verbreitet wurden, wurde dem Betroffenen von vorgesetzter Stelle bereits mitgeteilt, er müsse sich auf eine Beobachtung durch den MAD einstellen, da er Kontakt zu den Soldaten der Telegram-Gruppe haben könnte.

Hier wird der Spieß also direkt umgedreht und man geht seitens der Führung in die Offensive. Anstatt sich umgehend für die lückenlose Aufklärung einzusetzen, wird dem Soldaten eine mögliche Wehrzersetzung unterstellt, da die Bilder an anrüchiger Stelle auftauchten.

Wehrzersetzung ist es auch, was die kritischen Soldaten der Bundeswehrführung durch den Einsatz der Impfung an der Truppe vorwerfen.

Nüchtern betrachtet erscheint der Vorwurf hier wesentlich angebrachter. Steht die Impfung der kompletten Truppe angesichts der Impfnebenwirkungen doch nach Ansicht von Kritikern in keinem Verhältnis zu dem erwartbaren Nutzen, den die Soldaten von der Impfung haben.

Bisher keine offizielle Stellungnahme

Eine Anfrage an das Verteidigungsministerium zum Vorfall bleibt bis zur Veröffentlichung unbeantwortet. Der Fall wurde an das Kommando des Heeres in Strausberg übergeben, von wo aus man sich zum Vorgang im Laufe des Tages äußern werde.

Sobald uns die Stellungnahme vorliegt, reichen wir diese nach.

Nachtrag:

Sehr geehrter Herr Martin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage vom 11.01.2022.
Der Fall ist dem zuständigen Disziplinarvorgesetzten zur Kenntnis gelangt. Er hat Ermittlungen in einem einfachen Disziplinarverfahren aufgenommen und geht der Sache nach. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir zu laufenden Ermittlungen und Einzelpersonalmaßnahmen nicht Stellung nehmen dürfen.
Die Bundeswehr nimmt die Ausgrenzung und Diskriminierung von Soldatinnen und Soldaten im Dienst sehr ernst und wird auch den von Ihnen geschilderten Sachverhalt vollständig ermitteln und gegebenenfalls die erforderlichen dienstrechtlichen und disziplinarrechtlichen Maßnahmen ergreifen.

Ein Sprecher der 1. Panzerdivision

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Mario Martin ist Ökonom und arbeitet als Software-Projektmanager in Berlin.

Bild: privat
Text: mm

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