Interne-Twitter Dokumente belegen politische Zensur Unglaubliche Enthüllungen

Und wieder wird eine Verschwörungstheorie wahr. Ein Freund mit besten Kontakten in Berlin und Washington sagte mir schon lange, dass es einen direkten Draht gibt zwischen bestimmten politischen Kräften und den sozialen Netzwerken. Und dass sich diese wie verlängerte Arme von diesen missbrauchen lassen. Ich war einerseits skeptisch – andererseits schwand meine Skepsis immer mehr angesichts persönlicher Zensur-Erfahrungen mit Facebook, Youtube, Twitter & Co.

Und jetzt das: Der neue Twitter-Eigentümer Elon Musk lässt die Bombe platzen. Er, der die Plattform von der Zensur befreien will und damit einen Proteststurm der „woken“ Linken herauf beschwor, gewährte kritischen Journalisten Einblick in die „Twitter Dateien“ („Twitter Files“). Und diese Innenansichten bestätigen nun genau das, was gestern noch als Verschwörungstheorie diffamiert wurde. Umso logischer ist, dass zumindest bis Samstagmittag von den großen Medien in Deutschland kaum eines die Geschichte aufgreift (oder ich zu dumm zur richtigen Suche bei Google bin – dann lasse ich mich gerne aufklären und korrigiere diese Passage entsprechend; möglicherweise wartet man auch nur noch auf die „Framing“-Vorgabe und zieht dann nach ).

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Groß angekündigt von niemandem anderen als Musk selbst veröffentlichte Matt Taibbi, kritischer Kollege in den USA, jetzt auf Twitter unglaubliche Details. Es ist fast schon putzig, wie eines der wenigen großen Medien, das überhaupt berichtet, die Veröffentlichungen Taibbis mit der Kneifzange anfasst. Ich gebe den Originaltext aus der Berliner Zeitung hier gerne wieder: „Nachdem der neue Twitter-Chef Elon Musk bereits Tage zuvor mit vagen Andeutungen Aufmerksamkeit geschürt hatte, ist mit den sogenannten Twitter-Files nun eine Sammlung interner Dokumente veröffentlicht worden, die zeigen sollen, wie die Plattform in der Vergangenheit Zensurmaßnahmen zugunsten der Demokratischen Partei ergriffen hat. Laut Journalist Matt Taibbi – der Ausschnitte der Dokumente am Samstag auf seinem Profil veröffentlichte – machen die Informationen deutlich, wie externe Einflussnehmer in den USA versuchten, die Meinungsäußerung auf Twitter zu kontrollieren. „Erst nur ein wenig, dann immer öfter, schließlich dauerhaft.“

Stellen Sie sich vor, wie die Formulierungen gelautet hätten, und was da statt „vage“, „sollen“ und „so genannten“ stünde, wären die Enthüllungen in die passende politische Richtung gelaufen. Aber wenigstens berichtet die Berliner Zeitung, und trotz Kneifzange korrekt.

„Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, was wirklich passiert ist“, hatte Musk am Montag angekündigt. Und bahnbrechende neue Erkenntnisse zur „Unterdrückung freier Meinungsäußerung“ in dem Netzwerk in Aussicht gestellt. Wie die Berliner Zeitung versucht, die politische Bombe zu entschärfen, ist extrem peinlich in seiner Hilflosigkeit. Das Blatt schreibt: „Tatsächlich geht aus den nun veröffentlichten Dokumenten jedoch nicht viel mehr hervor, als bereits seit zwei Jahren bekannt ist.“

Wie bitte? Es geht um Enthüllungen der „New York Post“ über Bidens Sohn in der Wahlkampf-Zeit, die den Demokraten massiv geschadet und vielleicht die Wahl zu Gunsten Trumps verschoben hätten. Ja, dass die sozialen Netzwerke die Geschichte blockierten, ist bekannt. Aber eben nicht, wie genau das von sich ging. Und wie eng die Netzwerke dabei mit den Demokraten zusammenarbeiteten.

„Twitter unternahm außergewöhnliche Maßnahmen, um die Geschichte“ zu unterdrücken, entfernte Links und veröffentlichte Warnungen, dass diese ‚unsicher‘ sein könnten“, erklärte Taibbi in seinem Statement und belegte dies. Und für die Berliner Zeitung ist das „nicht viel mehr, als bekannt ist“? Unfassbar!

Der Nachrichtendienst hat sogar unterbunden, dass Nutzer die Geschichte der New York Post via Direktnachrichten weiterleiten konnten. Das ist so, wie wenn die Post diverse Briefe mit politischen Themen sperren würden – wie das etwa in der DDR vorkam. Diese Maßnahme war laut Matt Taibbi „bisher nur für extreme Fälle wie zum Beispiel Kinderpornografie“ vorgesehen.

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Ex-Twitter-CEO Jack Dorsey hat sich für die Vorfälle zwar schon entschuldigt, aber abgestritten, dass die Aktion Ausdruck parteipolitischer Interessen gewesen sei. Das sieht nun nach den neuen Veröffentlichungen aber ganz anders aus – auch wenn es die Berliner Zeitung nicht sehen will. Sie schreibt: „Tausende interne Dokumente“ habe Taibbi – offenbar auch in Zusammenarbeit mit Musk – insgesamt untersucht. Dass die Kommunikation über den Hunter-Biden-Artikel auf Twitter eingeschränkt wurde, wird darin erneut bestätigt. Was aus dem Bericht allerdings nicht hervorgeht, ist, wer die augenscheinliche Zensur damals in Auftrag gegeben hat. Somit ist, im Gegensatz zur Darstellung verschiedener US-Medien, nicht zweifelsfrei belegt, dass es sich um eine gezielte politische Kampagne gehandelt haben könnte.“

Man muss schon sehr blind sein (wollen), um zu diesem Schluss zu kommen. Denn die Unterlagen belegen ganz eindeutig, wie Twitter am kurzen Halsband der demokratischen Partei von Biden agierte. Der Journalist veröffentlichte Mails, die direkt aus Bidens Team kamen und mit mehr oder weniger dezenten Hinweisen, welche Tweets man „prüfen“ solle:

„Bis 2020 waren Anfragen von verbundenen Akteuren, Tweets zu löschen, Routine. Eine Führungskraft schreibt etwa an eine andere : ‚Mehr zu überprüfen vom Biden-Team.“ Als Antwort kommt postwendend: „Erledigt.“

Das Fazit des Journalisten Taibbi, das er mit Dokumenten belegt: 
„Prominente und Unbekannte könnten auf Geheiß einer politischen Partei gleichermaßen entfernt oder überprüft werden:“

Weiter führt Taibbi aus: „Dieses System war nicht ausgewogen. Es basierte auf Kontakten. Da Twitter überwiegend von Menschen einer politischen Ausrichtung besetzt war und ist, gab es mehr Kanäle, mehr Möglichkeiten, sich zu beschweren, die für die Linke offen waren (also die Demokraten) als für die Rechte. Die daraus resultierende Tendenz bei Entscheidungen zur Inhaltsmoderation ist in den Dokumenten sichtbar, die Sie gleich lesen werden. Es ist jedoch auch die Einschätzung mehrerer aktueller und ehemaliger hochrangiger Führungskräfte.“

Die gesamten Dokumente finden Sie auf Taibbis Twitter-Account:

Sie belegen auch, wie es innerhalb von Twitter kritische Stimmen gab, die über diese Zensur entsetzt waren. Aber sie wurden knallhart herunter gebügelt.

Ich warte auf den Tag, an dem auch in Deutschland solche Enthüllungen kommen. Ich freue mich schon darauf, zu lesen, wer Hinweise auf die Texte und Videos von mir und unzähligen anderen kritischen Stimmen gegeben hat, die dann zensiert wurden und zu Sperrungen führten. Und ich werde dann endgültig das ständige Ausweichen von Merkels Sprecher Steffen Seibert und seinen Kollegen in der Bundespressekonferenz verstehen. Sie antworteten, oft mit hämischem Lächeln, das sei Privatsache der Internet-Konzerne. Die Regierung habe damit nichts zu tun.

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