Jetzt redet die Verkäuferin, die von Antifa-Kriminellen zusammengeschlagen wurde „Ich war politisch noch nie aktiv, weder links noch rechts…“

Ein Gastbeitrag von Klaus Kelle

In den Tagen nach dem feigen Überfall auf ein Textilgeschäft in Erfurt ist für Karin* noch immer keine Normalität eingekehrt. Die Schmerzen durch die brutalen Schläge und die Buttersäure, die ein linksextremes Rollkommando versprüht hatten, haben nachgelassen. Aber gut geht es der 32-jährigen Verkäuferin – Mutter einer zwölfjährigen Tochter – bis heute nicht: „Ich fühle mich wie von einem 30-Tonner überrollt“, bekennt sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Seit fünf Jahren arbeitet die sympathische Erfurterin in dem Geschäft, das auch Kleidung des Labels „Thor Steinar“ zum Verkauf anbietet, das in der rechten Jugendszene populär ist. Im Telefonat am Sonntag mit einem Mitglied der Geschäftsführung wies der jede rechtsextreme Intention zurück. „Wir wollten einen Stil entwickeln, der nordisch geprägt ist. Unsere Idee entstand übrigens auch bei einer Reise nach Norwegen.“

Karin hat mit Politik nichts am Hut. Seit fünf Jahren arbeitet sie in dem Geschäft in Erfurt, ernste Probleme dieser Art gab es noch nie, außer „mal wenige Anpöbeleien auf der Straße“. „Ich war politisch noch nie aktiv, weder links noch rechts…“ Ihre Freunde und besonders ihre Mutter waren entsetzt über diese bisher nicht gekannte Brutalität, als sie hörten, was Karin widerfahren ist.

Am Samstag hatte sie noch auf der Straße vor dem Geschäft mit einem Bekannten und einem Nachbarn ein wenig geplaudert, war dann in den Laden gegangen, als zwei junge Frauen klopften. „Die eine hatte ich ein paar Tage vorher schon mal gesehen“, erinnert sich Karin, die völlig arglos ein alltägliches Verkaufsgespräch begann. Eine der beiden „Kundinnen“ fragte nach „einer Karo-Hose für ihren Freund“. Sie drehte den jungen Frauen den Rücken zu – „und das war mein Fehler“. Unvermittelt wurde sie zu Boden gezerrt und geschlagen, weitere junge Männer stürmen in den Laden, Karin wurde massiv mit Buttersäure besprüht, auch direkt ins Gesicht.

„Ich habe geschrien und versucht, meine Beine zu bewegen, damit sie nicht die gleiche Stelle am Knie noch einmal treffen. „Halt die Fresse“, brüllte sie eine der Angreiferinnen an. Ansonsten sprach der ganze Sturmtrupp kein Wort. Nach zwei, drei Minuten verschwanden die Angreifer, die zweifellos aus der linksextremen Szene der Landeshauptstadt stammen.
„Ich bin sofort aufgesprungen, habe die Tür abgeschlossen und 110 gewählt“, schildert Karin. Sie habe gar nicht groß nachgedacht, sondern einfach funktioniert.

Die Polizei war schnell vor Ort, keine fünf Minuten nach dem Überfall der Politkriminellen waren die ersten Beamten im Geschäft, sicherten Spuren, ließen sich das Aussehen der Täter beschreiben. Das war nicht im Detail möglich, da die Buttersäure dazu führte, dass sie die Augen nicht mehr öffnen konnte. Einige der Täter trugen Kapuzen, die sie erst im Ladenraum aufzogen, einer hatte eine helle Hose, eine dunkle Jacke. „Die beiden Frauen sahen sehr jung aus und waren sich ein bisschen ähnlich, fast wie Schwestern“, erinnert sich Karin.
Durch die Buttersäure war ihr Gesicht nach kurzer Zeit geschwollen, die Haut krebsrot. „Es hat gebrannt, als hätte man mich in kochendes Wasser geschmissen“, erinnert sich das Opfer. Und dann dieser Gestank, immer wieder ging Karin duschen, teilweise ununterbrochen eine halbe Stunde. Auch im Krankenhaus wurde sie von Kriminalbeamten verhört, man fotografierte ihr geschwollenes Gesicht.

Das Geschäft ist inzwischen wieder geöffnet, Karin arbeitet aber noch nicht wieder, muss sich von der Gewalt der Politkriminellen erholen. Wann sie wieder arbeiten wird, ist noch offen. „Darüber kann ich noch gar nicht nachdenken.“ Klar ist: Es sei sichergestellt, dass sie nie wieder alleine in dem Laden arbeiten werde.

Die Täter trugen zum Teil blaue Jacken, blaue Hosen und blaue Pullover. Sie vermummten sich mit Gesichtsmasken und Mützen. Ein Tatverdächtigter trug eine auffällige graue Hose mit Camouflage Muster und eine blaue College-Jacke. Hinweise an die Polizei in Erfurt: 0361/57432-4602.

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Dieser Beitrag ist zuerst auf „the-germanz.de“ erschienen.

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Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.

Bild: Shutterstock
Text: Gast

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