Lachnummer: Bundeswehr hat nur Munition für ein bis zwei Tage Truppe wäre im Ernstfall nicht ernst zu nehmen

Deutschland hat eine erstaunliche Entwicklung genommen. Galten die Menschen hier einst bei vielen Nachbarn als besonders kriegerisch, ist es heute genau umgekehrt: Die Deutschen verwundern ihre Nachbarn immer wieder durch besonders massiven Pazifismus. Wobei ich mir nichts Schöneres vorstellen könnte als Pazifismus – solange ihn alle mitmachen. Wenn aber die einen hochrüsten und die anderen auf Waffen verzichten wollen, macht das Ungleichgewicht die wunderbare Idee zur Gefahr.

Die neueste Nachricht in Sachen Bundeswehr klingt fast so, als sei sie ein Auswuchs des deutschen Pazifismus: „Die Bundeswehr hat ein Ausstattungsproblem. Sollte Deutschland in einen Krieg involviert werden, hätte die Armee wohl nur für zwei Tage Munition“, schreibt FOL. Die Quelle, die das Portal dafür anführt, ist jeder Desinformation völlig unverdächtig: Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl von der SPD. „Wir bräuchten allein 20 Milliarden Euro zusätzlich für die Munitionsbeschaffung. Gleichzeitig gibt es nicht genügend Munitionslager. Das zeigt, hier braucht es noch eine große Kraftanstrengung“, sagte Högl.

„Wer unterversorgt ist und zusätzlich noch Material abgibt, der ordert zügig neues Material – sollte man meinen. Das ist aber offenbar noch nicht passiert“, schreibt das Portal. Es ist sogar die Rede davon, dass die Munitionsvorräte möglicherweise nur einen einzigen Tag reichen könnten. Nach Nato-Vorgaben müssten sie für mindestens 30 Tage ausgelegt sein. Man braucht kein Mathematiker und kein Militär zu sein, um den Sinn dieser Vorgabe zu verstehen.

Hand aufs Herz: Was für einen Sinn macht eine Armee, die nicht einsatzbereit ist? In meinen Augen keinen – und zwar egal, ob man es aus der Perspektive eines Pazifisten betrachtet (da macht Armee eh keinen Sinn) oder aus der Perspektive eines Menschen, der auf Wehrhaftigkeit setzt.

Für mich klingt die Nachricht wie Realsatire. Da hat Bundeskanzler Olaf Scholz die Dreistigkeit, sich im Bundestag hinzustellen und großspurig zu verkünden, wie wehrhaft er Deutschland machen werde, dass er 100 Milliarden Euro für die Verteidigung zur Verfügung stellen wolle (aus Krediten – wie sonst) – und acht Monate später stellt sich heraus, dass unsere Bundeswehr gerade einmal für zwei Tage Ernstfall Munition hätte.

Angela Merkel, die Frau mit dem engen Draht nach Moskau, hat dafür gesorgt, dass Ursula von der Leyen die Bundeswehr zu einer Lachnummer machen konnte. Legendär sind die Auftritte der Christdemokratin, in den sie unter anderem mehr sexuelle Vielfalt und mehr Behinderte für die Truppe forderte. Statt um Wehrhaftigkeit ging es ihr stets um politische Korrektheit.

Mit der Jagd auf vermeintliche „Rechte“, die dazu führte, dass man alle Soldaten unter Generalverdacht stellte und auch so behandelte, haben Merkel und von der Leyen die Truppe derart gegen die eigene Führung aufgebracht, wie das kein äußerer Feind könnte – so meine Erfahrung aus vielen Jahren, in denen ich als Dozent die Truppe besuchte, von Eutin bis Sonthofen. Ich habe dabei tolle Menschen kennengelernt. Und eine tolle Truppe. Die sich zu Recht von der Politik verraten fühlt.

Die einzige abschreckende Wirkung, die von so unserer Verteidigungspolitik ausgeht, ist wohl die, dass sich potentielle Angreifer fürchten müssen, sich zu Tode zu lachen.

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