Leipzig: Wie die Gewalt in die Demo kam Unglaubliche Beobachtungen

Wenn jemand nicht in Leipzig war und die Demonstration der Corona-Maßnahmen-Gegner nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wird er angesichts der Medienberichte wohl zu dem Schluss kommen, es habe sich um eine sehr gewalttätige Veranstaltung gehandelt. „Reiterstaffel der Polizei Leipzig: Bei der Auflösung der ‘Querdenken‘-Demo kam es zu Ausschreitungen und Angriffen auf Polizisten und Journalisten“, hieß es etwa in einer Bildunterschrift auf T-Online, dem Portal, in dem Angela Merkel als „Licht in der Finsternis“ bezeichnet wurde. Der Tagesspiegel titelte: „Leipzig: Hunderte Rechte und Hooligans auf Querdenken-Demo.“ Bild schrieb: „Da sind sie wieder! Aggressiv, intolerant und ohne Maske!“

Ich war sechs Stunden auf der Demonstration und habe sie live gestreamt. Bis auf eine einzige Ausnahme, die überaus merkwürdig war, habe ich nicht einmal Ansätze von Gewalt oder Gewaltbereitschaft erlebt. Bis auf die Gegendemo, die direkt an die Demo der Corona-Maßnahmen-Gegner angrenzte, und von wo ich als „A…loch“, „Nazi“ und anderweitig beschimpft und mit Mittelfingern bedacht wurde. Mein Eindruck: Bei der Demo der Corona-Maßnahmen-Gegner war im Wesentlichen die Mitte der Gesellschaft präsent; ich habe keine einzige Reichsfahne gesehen und niemanden, der äußerlich als Extremist zu erkennen war.

Nach der Auflösung der Demo ging eine große Menge von Teilnehmern vom Augustusplatz den Georgiring hinunter Richtung Hauptbahnhof (siehe hier). Vorne im Zug waren Trommler. Sie näherten sich einer Polizeiabsperrung am Ende der Straße. Als es so schien, als komme es zum Zusammenstoß, drehten die Trommler um und mit ihnen der ganze Zug – man ging der Polizei friedlich aus dem Weg. Plötzlich erschienen an dieser neuralgischen Stelle ein paar Dutzend junger Männer, völlig in Schwarz und voll vermummt, die durch ihr ganzes Auftreten Gewaltbereitschaft signalisierten und wie absolute Fremdkörper wirkten (siehe hier).

Ich hielt sie zunächst spontan für Antifa-Gegendemonstranten, die es „hinter die Fronten“ geschafft hatten. In dieser Situation waren auch „Nazi“-Rufe zu hören. Ich habe in 16 Jahren in Moskau unzählige Demonstrationen erlebt und habe ein recht feines Gespür dafür, Teilnehmer und Provokateure zu unterscheiden, die nur mit einem Ziel unterwegs sind: Es eskalieren zu lassen. Die Truppe am Ende des Georgiring roch hundert Meter gegen den Wind nach Provokation. Das waren Schlägertypen. Woher und aus welcher Richtung auch immer. Plötzlich kamen auch zwei merkwürdige Gestalten mit Lautsprechern. Wiegelten die Menge auf. Ein Mann, der im Livestream neben mir stand, hatte genau das gleiche Gefühl wie ich: „Das sind Provokateure“.

Da dieser Mann neben mir aufmerksamer war als ich, wies er mich gleich darauf hin, dass ein ZDF-Team an Ort und Stelle war. Er war überzeugt, dass dies kein Zufall ist. Zu belegen ist das aber nicht. Ich war ja auch völlig zufällig an dieser Stelle. Tatsächlich zündelten die merkwürdigen jungen Männer mit dem aggressiven Auftreten. Und zwar buchstäblich: sie schossen Feuerwerkskörper auf die Polizei. Die gesamte Aktion war offensichtlich geplant, von wem, wage ich nicht zu beurteilen. Ich kenne nur ähnliche Situationen gut aus Russland. Dort werden durch solche Provokationen regelmäßig friedliche Demonstrationen diskreditiert und dann in den Medien die entsprechenden Bilder gezeigt. Spontan fühlte ich mich im Livestream genau daran erinnert. Aber die Situation ist rückwirkend betrachtet viel zu unklar, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

Ich wechselte die Fronten, ging hinter der Polizeikette. Wobei man von so einer gar nicht sprechen kann – es war nur ein spärliches Aufgebot. Und es dauerte auch lange, bis Verstärkung kam. Auf einmal ging alles ganz schnell. Ich spürte einen Schlag gegen den Kopf und sah eine Flasche von mir abprallen. Die 0,7-Liter-Sprudel-Flasche. Wenn ich mir die Szene jetzt im Video ansehe (hier), wundere ich mich selbst, wie ich zunächst ganz ruhig feststelle: „Ich bin von einer Flasche getroffen worden.“ Erst ein paar Augenblicke später wurde mir etwas mulmig und kurz etwas schwindelig. Ich kam mit einer großen Beule und einer kleinen Wunde davon – wie eine Ärztin diagnostizierte, die an der Demo teilnahm.

Später erlebte ich an derselben Stelle noch einmal, wie dieselben Leute wieder eine Eskalation anstrebten. Die Polizei blockierte die Straße, was dazu führte, dass von hinten immer mehr Menschen nachrückten. Die Beamten forderten über Lautsprecher dazu auf, die Mindestabstände einzuhalten – taten aber mit ihrem Verhalten alles dafür, dass diese Forderung unmöglich zu erfüllen war. Im Gegenteil. Wer vorne die Menschen am Weiterlaufen hindert, solange von hinten Menschen nachrücken, schafft damit Enge. Offenbar war den Beamten zu diesem Zeitpunkt die Einhaltung der Mindestabstände nicht so wichtig wie die Verhinderung eines Weitermarsches. Später änderten sie ihre Taktik und ließen die Menschen durch, was ich für vernünftig hielt.

Es kam dann zu einem Umzug durch die Stadt. Die Polizei ließ die Menschen gewähren, offenbar im Sinne einer Deeskalationsstrategie. Eine Freundin mit DDR-Erfahrung schrieb mir dazu: „Die Strecke, die gelaufen wurde – auf dem sogenannten Ring – ist die der legendären Montagsdemonstration vom Herbst ’89, also für die Leipziger und auch die Ossis meines Alters eine ganz bedeutende. Ohne Gewalt wurde dort erstmals öffentlich gegen das DDR-Regime regelmäßig montags demonstriert. Legendär sind dabei die Rufe ‘Schließt euch an‘ – alles ausgehend von der Gruppe aus der Nikolaikirche und u.a. von Christoph Wonneberger, der ja gestern auch sprach.“ Die Menschen kamen durch die Innenstadt und die Fußgängerzone zurück zum Augustusplatz, machten in Gruppen Musik und tanzten. Es herrschte Volksfeststimmung (siehe hier). Die Polizei sah eine Weile zu, schritt dann ein. Allerdings nur auf dem Augustusplatz selbst, aber nicht in der anliegenden Grimmaischen Straße, wo noch bis 20.45 Uhr, als ich aufbrach, Menschen zusammenstanden.

Mein Fazit: Eine insgesamt bis auf die beschriebenen Exzesse sehr friedliche Veranstaltung. Die bestehende Maskenpflicht wurde nicht eingehalten, nur eine kleine Minderheit trug Mund- und Nasenbedeckung. Das war auch der Grund für die Auflösung, so die Polizei. Ebenso wie die Überschreitung der Teilnehmerzahl von 16.000 auf 20.000. Die Einhaltung der Mindestabstände war durchwachsen. Allerdings auch bei der Gegendemonstration, die ich beobachtete. Die Leute aus dem Antifa-Milieu dort waren zwar vermummt, also mit Mund- und Nasenbedeckung. Meines Wissens ist das aber nicht ausreichend, auch die Mindestabstände müssen eingehalten werden. Hier drückte die Polizei aber offenbar ein Auge zu.

Ganz anders als die Berliner Ordnungskräfte agierten die sächsischen deeskalierend. Ich persönlich wurde nicht Zeuge von Gewaltanwendung seitens der Polizei, ausgenommen den Einsatz von Pfefferspray gegen die erwähnten Provokateure. Es gab einige Berichte über rabiate Polizei-Aktionen und Aufnahmen von einer Festnahme. Auch in der ARD war von Festnahmen die Rede. Aber das blieb offenbar die Ausnahme. Selbst Querdenken-Anwalt Markus Haintz lobte am Abend die Leipziger Polizei (siehe hier).

Jörg Reichel, Landesgeschäftsführer des Journalistenverbandes DJU Berlin Brandenburg, klagte auf Twitter, mindestens 32 Journalisten seien von „körperlichen Angriffen und Behinderungen betroffen“ gewesen. Die Attacken seien im Wesentlichen von Teilnehmern der „#Coronaleugner Demo“ ausgegangen, so Reichel. Ich persönlich wurde nur Zeuge einer Szene, in der ein Teilnehmer einen Journalisten beschimpfte, dann aber von seiner Freundin abgedrängt wurde. Bemerkenswert ist, dass der Journalisten-Funktionär den Kampfbegriff „Coronaleugner Demo“ benutzt. Die Polizei konnte am Abend zunächst keine Angaben dazu machen, ob es Angriffe auf Journalisten gab, so die SZ. Ich persönlich wurde nur von Gegendemonstranten aggressiv angegangen, ohne erkennbaren Grund (siehe hier).

Parallel zu der Querdenken-Demo gab es Kundgebungen von Linksextremen im Stadtteil Connewitz, bei denen massive Gewalt ausgeübt wurde. So wurden Polizisten mit Steinen beworfen und Barrikaden in Brand gesetzt. Focus macht daraus die folgende Überschrift, die an Manipulation kaum zu übertreffen ist: „Sachsen: Video zeigt, wie nach ‘Querdenken‘-Demo die Lage in Leipzig eskaliert“.

Die 20-Uhr-Tagesschau arbeitete mit Framing: „Die Stimmung aufgeladen“ – so beginnt der Bericht dort, mit alarmierenden Bildern, auf denen sich Demonstranten und Polizisten im Halbdunkel gegenüberstehen. „Es gibt Auseinandersetzungen, mehrere Personen werden festgenommen“. Schon die Ankündigung des Beitrags war manipulativ: „Trotz der vielen Neuinfektionen demonstrieren rund 20.000 Menschen in Leipzig gegen die Corona-Beschränkungen.“ Interviewt hat das ARD-Team einen Demonstranten mit Aluhut – dafür mussten sie wohl lange suchen, ich selbst habe keinen gesehen. Und dass der Mann den Hut wohl aus Sarkasmus trug, erschließt sich aus dem kurzen Einspieler nicht. Der ARD-Bericht stellt auf den Kopf, was ich selbst erlebt habe. Im ZDF wurde die Demonstration in der 19-Uhr-Heute-Sendung nur mit ein paar Sätzen und ein paar Sekunden erwähnt.

Bei der Stasi waren „Maßnahmen der Zersetzung“  gemäß Richtlinie 1/76: Die „systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, des Ansehens und des Prestiges auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter, nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben.“

Bereits im Vorfeld war es zu massiven Versuchen gekommen, der Demonstration Steine in den Weg zu legen – pikanterweise ausgerechnet durch den Ordnungsbürgermeister der umbenannten SED (siehe hier). Der ließ Hotels faktisch sperren, Buchungen wurden gekündigt und der „Linken“-Politiker wollte die Corona-Maßnahmen-Kritiker vor die Tore der Stadt auf den Parkplatz der Messe verbannen, neun Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Erst in letzter Sekunde kippte das Oberverwaltungsgericht diese Verbannung – nachdem sie das Gericht in unterer Instanz zuvor noch für zulässig erklärt hatte.

#

PS: Hier mein Livestream mit meiner Bilanz zu den Ereignissen von Leipzig.

PS: Eine Leserin schrieb mir folgendes:

Hallo Herr Reitschuster,

keine Ahnung ob Sie mir glauben werden, wie die hinter die Front kamen. Ich hatte mich ein wenig zurückgezogen vom Demolärm, in den kleinen Park hinter der Oper. Dort liefen ab und zu in 5-7-Mann-Gruppen schwarz Vermummte rum. Die Polizei nahm keinen Anstoß, trotz vieler Menschen im Park. Und diese Vermummten haben den Leuten auch nichts getan, nichts gesagt oder ähnliches. Ich ging Richtung bzw. stand dann auf der Goethestraße und unterhielt mich. Da die Demo abgebrochen war, waren nur noch vereinzelte Demonstranten zusehen. (Die ganze Straße war voller Polizei und Autos.) Die Vermummten kamen aus dem Park, liefen hoch Richtung Augustusplatz. Blieben nach 100 m stehen, besprachen sich und dann rannten sie in einem lockeren Tempo los, 10-12 Mann, Richtung Bahnhof (nahmen aber keine Notiz von den vereinzelten Demonstranten). Ein Demonstrant machte die Polizei auf das Ereignis aufmerksam, die hat es aber nicht gejuckt, die blieben ganz ruhig stehen. Es war abgesprochen, sie wussten wer die Leute sind und dass sie keine Gefahr für die Demonstranten waren. Die waren bestellt, für das Schauspiel was Sie beobachtet hatten. Und ich habe mir den Kopf zerbrochen und konnte es nicht einordnen. Denn im Bereich der Nikolai-Kirche, ist die Polizei gegen eine Gruppe schwarz Vermummter vorgegangen und haben diese verhaftet. Dank Ihres Beitrages verstehe ich das jetzt alles. Und hoffe, Ihrem Kopf geht es besser und ich werde mir wohl langsam aber sicher eine Kamera besorgen, als Beleg für solche Ereignisse.
Mit freundlichen Grüßen
XX

Eine weitere Leserin schrieb:

Lieber Herr Reitschuster,

ich denke, Sie haben recht mit den Provokateuren von der Seite:

gegen 14:30 oder 15 Uhr sind mein Mann und ich im Hauptbahnhof zur Toilette gegangen und danach durch den kleinen Park hinter der Oper zur Straße zurückspaziert. Uns hat total gewundert, dass kurz zuvor vor dem Opernhaus auf der linken Seite des Parks (wenn man vom Hbf kam) an der letzten Weggabelung nur der Weg nach links frei war. Geradeaus war ein Areal mit rot weißem Flatterband abgesperrt, was das hinterste Wegstück absperrte, zu drei Seiten. Auf dem Weg und den Bänken innerhalb der Absperrung waren lauter junge/mittelalte etwas dubiose Männer, die da abhingen. Wir konnten das gar nicht einordnen, warum die da sind und warum die abgesperrt sind. Waren es Linke, waren es Nazis, Handwerker, oder was, wir fragten uns das.

Nach Ihrem Video, was ich eben gesehen habe, vermute ich mal, die hielten sich dort bereit. Warum man sie auffällig abgesperrt hat? Dadurch fielen die uns ja überhaupt erst auf …

Viele Grüße aus Leipzig

 

Bild: Boris Reitschuster
Text: br

 

Abonnieren
Benachrichtigen Sie mich bei
243 Kommentare
Bewertung
Neueste Älteste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Matze
3 Monate zuvor

Ich bin ebenfalls zum Wendepunkt an der Straßensperre gekommen. Einem Begleiter von mir ist aufgefallen, dass im Messehochhaus rechts, relativ weit oben auf einem Balkon, eine junge Frau in schwarz die Antifa-Fahne schwenkte. Da ich mit Teleobjektiv bewaffnet war, kann ich sie auch recht gut auf dem Foto erkennen.
Wenn ich jetzt so im Nachhinein darüber nachdenke, wirkt es dann doch etwas zusammenhangslos. Warum sollte diese Frau den doch ach so verhassten Coronamaßnahmen-Kritikern „freundlich“ mit der Fahne schwenken? Von einem Punkt aus, von dem man die ganze Szenerie sehr gut überblicken konnte? 17:37 Uhr habe ich das Foto gemacht – wann wurde die Rakete abgefeuert? Ich glaube, das war etwa 15 Minuten später. Zumindest war ich nach einem kleinen Fotostopp vor der Polizei schon wieder auf dem Rückweg und sah es dann hinter mir qualmen. Da ich aber keinen Bock auf Krawall hatte, bin ich nicht nochmal zurück.
Um es kurz zu machen – für mich sah es im Nachhinein so aus, als hätte die Frau mit der Fahne ein Zeichen gegeben. Sie hatte die volle Kontrolle darüber, wann die Straße belebt genug sein würde, um den richtigen Zeitpunkt für eine Aktion zu bestimmen …
Vllt habe ich auch nur zu viel Fantasie, aber die Erfahrungen aus der Vergangenheit lassen das nicht unmöglich erscheinen.

Manfred Lotze
3 Monate zuvor

Die jW brachte heute einen unmöglichen Leitartikel. Ich schrieb folgenden Leserbrief:

Als langjähriger Abonnent und Aktiver in der Friedensbewegung kritisiere ich den heutigen Leitartikel. Die Tendenz der Spaltung und Desinformation in der Friedensbewegung wird auch durch diesen Leitartikel befördert: jW im Fahrwasser von Merkel, Spahn, Drosten, ARD und ZDF! Die Tatsacheninformation belegt u. a. der Bericht des unabhängigen, mutigen Journalisten Boris Reitschuster, der 6 Stunden lang am 8.11. in Leipzig filmend an der Demo teilnahm.( https://www.reitschuster.de/post/leipzig-wie-die-gewalt-in-die-demo-kam/) Der Artikel in der jW beginnt mit dem Satz: „Am Ende ließ ihnen die Staatsmacht praktisch freie Hand, andere zu gefährden.“ Das ist eine diffamierende Unterstellung, denn es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass es nach einer Querdenker-Demo (auch nicht mit über 100 000 wie in Berlin am 28.8.) einen Anstieg von an Covid-19 Erkrankten oder Gestorbenen gab. Zu „Angriffen auf Andersdenkende“ kam es nachweislich nicht aus den Reihen der Demonstranten, sondern aus kleinen Gruppen von vermummten Provokateuren, seien es sog. Antifaschisten oder Reichsbürger. Die filmischen Dokumente belegen, dass die „gezielten Attacken auf die Einsatzkräfte“ von den Provokateuren und nicht aus der großen Menge der Demonstranten ausgingen. Die „Angriffe auch auf Journalistinnen und Journalisten“ wurden von der Polizei (lt. SZ) nicht bestätigt. Zur Desinformation gehört auch die Zitierung der SPD-Justizministerin „Mit Blick auf die »Coronaleugner« und die mit ihnen gemeinsam marschierenden Neonazis…“ Die Demonstranten leugnen nicht „Corona“, sondern halten die Gegenmaßnahmen der Staatsmacht für unverhältnismäßig. Auch marschierten sie nie zusammen mit Neonazis, die immer ihre eigenen Demos abseits angemeldet hatten, in Leipzig, Dresden, Berlin und andernorts.

Mit ent-täuschten Grüßen

Manfred Lotze.

 

 

 

 

Dr. Manfred Lotze

Hebbelstr. 8

22085 Hamburg

Martin Lopez
4 Monate zuvor

Ich kann Ihnen sagen, ich war auf vielen der großen Demos. Wenn ich mir am nächsten Tag die Berichterstattung in den Medien ansehe, die wir per GEZ zahlen müssen, komme ich mir vor wie in einem falschen parallelen Universum. Als würde man Träumen.

Danke für Ihre Arbeit – ohne solche Menschen wie Sie wären wir bereits ganz wo anders!

 

Fotos der Demos:

Querdenken-341 – Versammlung für die Freiheit – deutschlandweite Großdemo in Leipzig – 07. November 2020
https://eyespeak.de/querdenken-341-versammlung-fuer-die-freiheit-deutschlandweite-grossdemo-in-leipzig-07-november-2020/

Querdenken-89 – Fest für Freiheit und Frieden – Großkundgebung auf der Theresienwiese in München – 12. September 2020
https://eyespeak.de/querdenken-89-fest-fuer-freiheit-und-frieden-grosskundgebung-auf-der-theresienwiese-in-muenchen-12-september-2020/

Querdenken-711 – Wir für das Grundgesetz – Berlin invites Europe – Fest für Freiheit und Frieden – 29. August 2020
https://eyespeak.de/querdenken-711-wir-fuer-das-grundgesetz-berlin-invites-europe-fest-fuer-freiheit-und-frieden-29-august-2020/

 

(Wer Fotos für irgend etwas verwenden möchte, bitte mich kontaktieren. Es ist kein Problem).

Lara Berger
4 Monate zuvor

Eine normale demokratische Regierung würde sich vom Bürgerwillen beeindrucken lassen, sie als Ausdruck einer Willenbekundung ansehen und versuchen, dies wirksam in ihre Entscheidungen einzubeziehen. So habe ich das in den 80er und 90er Jahren erlebt. Allerdings gab es zu Beginn der Zeit der Grünen, als diese noch sehr unbeliebt bei der damaligen Schmidt/Kohl-Regierung waren genau dasselbe Phänomen: Demos von greenpeace wurden durch Randalierer gestört und in eine völlig falsche Ecke gestellt. Auch damals gab es Bürgerproteste, z.B. gegen den Ausbau luftverschmutzender Industrieanlagen (wir hatten damals echten Smog und waren „not amused“), die durch Krawallmacher so sehr gestört wurden und in den Medien als „reine Randale zerstörungswütiger Tunichtgute“ kommuniziert wurden, dass man von Seiten der damals noch sehr jungen grünen Bewegung einsehen mußte, dass es so nicht weitergehen konnte. Wir haben nächtelang diskutiert, wie man die Beschädigung eines berechtigten Bürgerwillens durch entsendete Krawallmacher der politischen Führung verhindern könnte. Hier in Berlin gabs damals heftigen Streit mit „Heini“ Lummer, der damals Innensenator von Berlin war. Die jungen Grünen beschlossen, Aufpasser zu installieren, die Störer sofort der Polizei melden sollten. Was zu Anfang noch nicht sehr gut funktionierte, weil die Polizei genauso reagierte wie heute. Für sie waren die Demonstranten die Chaoten. Sie schritten anfangs nur widerwillig ein. Erst durch offizielle Beschwerden Seitens der Grünen Partei bei der Polizeiführung unter Einsatz der damaligen Rechtslage ging es besser. Einer der damaligen Protestler war Joschka Fischer. Der spätere Außenminister. So kann’s gehen.

Ähnliches beobachten wir heute: die politische Führung hat offenbar ihre Schergen entsandt um einen unliebsamen Bürgerwillen zu unterdrücken und zu diskreditieren. Für mich als ehemalige Grüne, die in ihrer Jugend engagiert auf vielen Demos war, sind die Parallelen unübersehbar. Abhilfe brachten die Aufpasser, die Störer und Randalierer ausgrenzten und bei Gewaltanwendung der Polizei meldeten. Es wurde auch schon im Vorfeld und im Umfeld darauf geachtet, wer da von wo anreiste. Was heute deutlich leichter wäre, weil die Kommunikation per Handy heute deutlich besser ist. „Wachen“ könnten im Umfeld der geplanten Demo melden, wenn sich der „schwarze Block“ nähert. Die Hochburgen der Antifa sind ja heute bekannt und sogar als Vereine mit Räumen (Kampf gegen rechts) offziell verzeichnet und zugänglich. Glücklicherweise sind die ja heute meist uniformiert in ihren Vermumungen. Da hatten die Aufpasser früher es schwerer, weil die damaligen „Regierungssöldner“ in Zivil auftraten und erst durch ihr Verhalten zu identifizieren waren.

Fazit: jede neue demokratische Richtung scheint hier und da erstmal auf Gegenwehr der jeweiligen Regierung zu stoßen. Was heute geschieht ist nicht neu. Aber man kann dagegen angehen. Man kann Auspasser um die Demo postieren, man kann für andere Wahlentscheidungen eintreten, und -ganz wichtig- auch die heutige Bürgerbewegung kann „den Marsch durch die Institutionen“ antreten. Regierungsgegner rein in die Medien! Bitte massenweise. Boris Reitschuster in der Bundespressekonferenz ist ein Anfang. Jetzt werden so viele Künstler und Kleingewerbetreibende um ihre Existenzen gebracht. Warum sollen die sich nicht eine neue Existenz im Mainstream suchen? Und dann ran an die Bouletten und immer rauf aufs Schlimme! Konfrontation mit der Realität wieder und wieder! Wo sind die Todeszahlen? Wer hat die WHO-Definition warum geändert? Wer soll das alles bezahlen. Positiv getestete sind keine Erkrankten und die meisten Migranten sind keine neuen Rentenzahler und der fundamentale Islam ist gefährlich für uns und und und.

Neue Menschen braucht das Land! Weg mit den linksextremen Traumtänzern aus den Schaltstellen der Macht.

Vielleicht kann Covid dann sogar die Initialzündung zu einer neuen Bewegung werden, die die alten verkrusteten Strukturen in allen gesellschaftlichen Institutionen aufbricht und durch neue, an der Realität orientierte ersetzt. Die Mächtigen schwafeln vom „great reset“. Mit dem Wünschen muß man vorsichtig sein, sie könnten in Erfüllung gehen, aber ganz anders als die es sich vorgestellt haben.

Karlo
Antwort an  Lara Berger
3 Monate zuvor

@Lara: Jaaa

Tippgeber
4 Monate zuvor

die Schläger kamen vom Bühnenbereich , über die Göthestr. , zum oberen Park  gerannt  mit einem Affenzahn kamen 30-40 Leute  und sie wussten genau wo sie hin wollten. Nämlich zum abgesperrten Bereich nähe Bahnhof. Sie waren schon am Rennen als sie bei der Göthestr. Ecke Ritterstr. waren.
Man könnte vermuten das sie dort hin gerufen wurden.

Die schnell rennenden kann man in diese Video nicht mehr sehen, aber die Nachzügler schon https://ufile.io/rdedsctf

Hermes
4 Monate zuvor

Ich befürchte leider, dass wir aus der Corona-Nummer so schnell nicht herauskommen:

die geplante Durchimpfung dauert ja vorausssichtlich mindestens 4 Jahre, bis 60 Mio. geimpft sind,- rein logistisch, wenn genug Impfstoff da wäre, der natürlich nie so schnell in diesen Mengen produzierbar ist.

Allein dadurch zeigt sich schon der Irrsinn dieser ganzen Strategie, die nach außen zur Darstellung kommt:

wollen wir so noch 5 Jahre weitermachen: dann ist diese Gesellschaft zerstört,- aber das ist wohl die Absicht.

Und wenn es nicht genug Unruhen gibt, um den Polizei-staat weiter aufzurüsten und die Gesundheitsämter, dann werden eben welche inszeniert, um die Notstandsgesetze weiter aufrecht zu erhalten und auszubauen.

Das ist leider alles sehr, sehr, sehr bedenklich.

Matze
Antwort an  Hermes
3 Monate zuvor

In einer Datensammlung sieht die Weltbank das Ende von C erst im Frühjahr 2025. Sicher ist das nur ein planmäßiges Szenario und man muss dahinter rein gar nix vermuten, aber da bin ich sehr skeptisch.

Silke Bäuerle
Antwort an  Matze
3 Monate zuvor

Die Durchimpfung der Bevölkerung soll vier Jahre dauern, vorher wird Corona also nicht für beendet erklärt.

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/coronavirus-impfkampagne-vier-jahre-100.html

Anfoerster
4 Monate zuvor

Dieses Framing der Zentralorgane der Staatsmacht führt z.B. dazu, dass Krankenschwestern über die Teilnehmer derartiger Demonstrationen gelinde ausgedrückt, „fluchen“, weil sie glauben, diese Leute füllen ihre Stationen, obwohl sie genau wissen, dass plötzlich 24 von 30 Patienten der Gastrologie auf die Coronastation verbracht werden, weil diese trotz längerer Liegezeit und Besuchsverbot plötzlich positiv getestet wurden.

Ana D.
Antwort an  Anfoerster
4 Monate zuvor

Meiner Erfahrung nach sind gerade Krankenschwestern und Ärzte diejenigen, die den Betrug am ehesten durchschauen, weil sie ja vor Ort sind und die leeren Krankenhäuser sehen und wissen, woran 80jährige „Corona-Tote“ wirklich gestorben sind.

Anfoerster
Antwort an  Ana D.
4 Monate zuvor

Meiner Kenntnis nach sind es leider viele Ärzte, welche ihr Wissen Anordnungen unterordnen. Da ist keine Aufklärung zu erwarten.

Ana D.
Antwort an  Anfoerster
4 Monate zuvor

Das ist wieder was anderes, nämlich Feigheit. Ganz genau wissen, was wirklich Sache ist, aber den Mund nicht aufmachen.

Aber Ihre ursprügliche Aussage, dass  Krankenschwestern wirklich glauben, dass man sich auf einer Demonstration nur deswegen ansteckt, weil man keine Maske trägt, habe ich in Frage gestellt.

DemoMan
4 Monate zuvor

Hallo Herr Reitschuster, auch von mir herzlichen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz. Ich bin auf der Demo ganz gut rumgekommen. Ich habe keine Zurschaustellung rechter Symbole gesehen bis ganz zum Schluss am Augustusplatz gegen 19:30 Uhr. Da waren auf einmal zwei Kaiserreich-Flaggen, eine davon ziemlich groß. Und ach oh Wunder, da habe ich auch zum ersten Mal auf der Demo eine Kamera der Leitmedien gesehen, von den Kollegen vom MDR. Und jetzt kann man ja mal raten, wo die genau draufhalten hat. Die Flagge bildete malerischen Hintergrund für den Kommentar des „Berichterstatters“. Ein paar der Demonstranten haben sich daraufhin mit ihren eigenen Transparenten direkt hinter den Mann gestellt. Das Fernsehteam hatten es nicht leicht, seine Aufnahme zu machen, weil auch drumherum Demoteilnehmer ihren Unmut geäußert haben. Das lief aber alles in recht zivilisierter Form ab, es gab keine Übergriffe von den Demonstanten, nur ein bisschen Störung der Aufnahme durch Rufe, aber auch keine Beleidigungen wie „Lügenpresse“, eher „Frieden, Freiheit, keine Diktatur“. Man versuchte auch, mit den Fernsehleuten ins Gespräch zu kommen, was sogar ein bisschen klappte. Sie hatten es dann irgendwann im Kasten, der Sprecher war erleichtert, aber es war wohl nicht so wirklich, was die Redaktion wollte – es war, soweit ich sehen kann, jedenfalls nirgendwo zu finden. Es war wohl live geplant, jedenfalls hatten sie so ein Übertragungsgerät rumstehen.

AW
4 Monate zuvor

Hamburger Morgenpost mal wieder. Das Zentralorgan der Linken und Grünen.

Meinung vom stellvertretenden Chefredakteur. Nicht die hellste Kerze auf der Torte, ebenso der Chefredakteur: beide Links-dumm verbohrt. Sehen auch so aus 😉

https://www.mopo.de/hamburg/meinung/querdenker-protest-in-leipzig-meinung–stoppt-endlich-diese-gemeingefaehrlichen-irren–37592378

 

 

Gerhard Müller
4 Monate zuvor

Hallo Herr Reitschuster,
ich möchte den Bericht einer Leserin bestätigen. Ich befand mich ebenfalls während der Veranstaltung von ca. 13:45 bis 17:30 in dem kleinen Park hinter der Oper. Es sind einigemal schwarz gekleidete Jugendliche mit schwarzen Masken dort durchgelaufen. Einmal gab es eine sehr laute Explosion, worauf sofort Polizeikräfte in diese Richtung eilten. Zur gleichen Zeit flüchteten schwarz gekleidete Jugendliche durch den Park. Die gesamte Situation war ziemlich verwirrend. Es ist erstaunlich, dass die Polizei trotzdem noch angemessen einschreiten und gewaltsame Übergriffe durch diese Jugendbande (wahrscheinlich Antifa Angehörige) verhindern konnte.
Als ich später nach 17:30 den Rückweg zu meinem Auto antrat, musste ich an der Gegendemonstration der Antifa vorbei. Direkt hinter mir folgte mir ein Ehepaar, die ebenfalls auf der Querdenker Demo waren. Wir trugen keine Masken. Dementsprechend wurden wir von den Antifa Demonstranten mit Beleidigungen überzogen und ich wurde sogar tätlich belästigt, indem sich mir ein Antifa Demonstrant in den Weg stellte und mich am weitergehen hindern wollte. Er herrschte mich im Kommandoton an: „Maske auf“! Ich bin kein ängstlicher Mensch und herrschte ihn ebenfalls an: „Halt Deine Klappe! Aus dem Weg“! Ich muss dazu sagen, ich bin 63 Jahre und durch eine beidseitige Hüftarthrose derzeit im Laufen behindert und benutze linksseitig eine Gehhilfe. Der Antia-Mensch machte den Weg nicht frei, so ging ich weiter und habe ihn mit einem Body-Check weggestoßen. Der Ehemann der Frau hinter mir konnte einen weiteren Angreifer von rechts abwehren. So kamen wir alle drei heil und ohne Verletzung durch das Antifa-Aufgebot.
Aus meiner Sicht gingen an diesem Tag alle Aggressivität gegen friedliche Demonstranten wie auch gegen die Polizei von diesen linksextremen Gruppierungen aus, denen auch die Antifa zuzurechnen ist.
Viele Grüße,
Gerhard Müller

Steffen Rascher
Antwort an  Gerhard Müller
3 Monate zuvor

Das ist das alte Dilemma von Leipzig. Man hat in den 90’er Jahren die Linken auf die Rechten angesetzt und so vermeintlich ein Problem gelöst. Jetzt dominiert das linke Problem die Stadt mit Erlaubnis von oben, wie es mal die Interventionistische in einem Tweet treffend umschrieb. Mit Erlaubnis von Oben!

Als ich am Sonnabend in der Stadt ankam, sprach mich eine Frau an, um mich zu warnen, dass dieser Weg an einer Antifaansammlung vorbeigeht, die sehr aggressiv wäre. Antifa, interventionistische Linke, FFF, Leipzig nimmt Platz usw. Das sind immer die gleichen oder dieselben Leute.

Seit unser OB mithilfe von eben diesen Truppen die Wahl noch mal geradeso für sich entschied, der CDU Kandidat hatte die bessere Karten, erweckte aber dann den Eindruck nicht besonders interessiert zu sein, war der Schaden gesetzt. Seither lassen die sich kaum noch was sagen. Kinder an die Macht würde Grölemeier jetzt grölen, sie bedenken nicht, was sie tun.

Die Kinder bedenken es wirklich nicht, aber die Anstifter tun es umso mehr, denn die sind erwachsen und Kreuz gefährlich.

Gefallen hat mir der Umstand, dass viele Westdeutsche den Weg in die Stadt gefunden haben. Ein gutes Zeichen für den restlichen Weg in die Einheit.

Silke Bäuerle
Antwort an  Steffen Rascher
3 Monate zuvor

Dieses Protektorat von Oben gegenüber der Antifa gibt es immer noch. Gerade heute war eine Gegendemonstration der Antifa zu den Querdenkern. Die Antifa fordert die Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen und macht dazu eine Straßenblockade, dicht an dicht auf dem Boden sitzend. FACEPALM! Und die Polizei lässt sie UNGEHINDERT gewähren. Ich weiß nicht wie lange weil der RT livestream nach einer halben Stunde ausgeschalten hat. Auf den Coronademos hingegen wird von den Staatsbütteln peinlichst genau auf die Abstandsregeln geachtet und wie in Hamburg mit dem Einsatz von Wasserwerfern gedroht, wenn dagegen verstoßen wird. Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht mehr ganz sicher, ob das wirklich alles echte Antifanten sind, die bei den Coronademos auftauchen oder ob es nicht vom Staat bezahlte Berufsdemonstranten sind. Denn die Ansprachen von Schiffmann, Eckert&Co. über Corona mit „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“-Geschrei zu stören, macht überhaupt keinen Sinn. Zumindest hoffe ich, dass junge Deutsche nicht so dermaßen dumm sind bzw. kann es mir nicht vorstellen.