„Letzte Generation“ schon wieder am Blockieren Diesmal in Frankfurt

Sie sind wieder am Werk: Die jungen Männer und Frauen von der Aktivistengruppe „Letzte Generation“, die von Kritikern als „Endzeitsekte“ bezeichnet werden und in Deutschland eine erhebliche Anhängerschaft für sich gewinnen konnten. Diesmal ist das Bankenviertel in Frankfurt im Visier der Aktivisten, die sonst gerne Straßen sperren und Werktätige ebenso zur Verzweiflung bringen wie Rettungsdienste, die in den Blockaden der „Endzeit-Jünger“ steckenbleiben. Bei der Aktion in Frankfurt würden sich deutlich mehr Menschen als bei früheren Aktionen beteiligen, heißt es von den Organisatoren. Ein Sprecher erklärte: „Wir werden über einen langen Zeitraum auf die Straße gehen.“

Clara Hinrichs, eine der Frontfrauen der „Letzten Generation“, sagte: „Wir werden gewaltfrei bleiben, aber sind entschlossen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um den Klimakollaps zu verhindern“. Ganz so, als ob das Blockieren von anderen Menschen nicht auch eine Form der Gewalt sei. Aber hier wird die Realität einfach ausgeblendet – wie es etwa bei einem Angestellten ankommt, wenn er nicht in seine Arbeit kann, bei einem Selbständigen, der nicht in seinen Kiosk kommt, oder eine Mutter, die ihre Kinder nicht in die Kita bringen kann wegen der Blockaden. Aber solche Sorgen sind den Aktivisten, von denen wohl nur die wenigstens für eine Familie sorgen oder schon einmal einer normalen Erwerbstätigkeit nachgegangen sind, fremd.

Geplant sei in erster Linie seine Blockade von Autobahnen und des Bankenviertels, so die Organisatoren. Sie begründen das wie folgt: Über die deutsche Banken-Hauptstadt liefen viele Investitionen in fossile Energien. Für Hinrichs ist das ein „Blutfluss“, der beendet werden müsse. „Wie üblich kommuniziert die Initiative wirr“, schreibt TE: „Investitionen in erneuerbare Energien wären, das zeige sich am Ukrainekrieg, Investitionen in den Frieden – als hätte ein Windrad die russischen Invasionen verhindert.“

Frühkommunistisches Vorbild

In einem Video der Aktivistengruppe heißt es: „Wir gehen nach Frankfurt. Dort fließt nicht nur Geld in Russlands fossilen Krieg, sondern in die weltweite Zerstörung des Planeten.“ Die „Letzte Generation“ fordert ein Ende des Kapitalismus und so etwas wie eine Räterepublik nach frühkommunistischem Vorbild. So, als würde die Geschichte uns nicht zeigen, wohin genau das führt. Kaum ein Regime war so umweltfeindlich wie der Kommunismus – ich erinnere mich an meine Studienzeit in Moskau, wo man etwa Altöl einfach im Tümpel entsorgte und Rücksicht auf die Umwelt als etwas völlig Undenkbares galt.

Die Aktivistengruppe proklamiert auf ihrer Webseite: „Jeden Tag sterben Menschen in der Ukraine. Jeden Tag schließt sich das Zeitfenster, den absoluten Klimakollaps noch abwenden zu können, weiter. All das mit Geld von der Bundesregierung“, heißt es auf der Website der „Letzten Generation“.

Betroffen von den Straßenblockaden waren unter anderem die Autobahnen A 66 und A 68: „Dort klebten sich mehrere Menschen mit Sekundenkleber auf dem Asphalt fest. Auch in der Stadt blockierte die „Letzte Generation“ Straßen und Zufahrtswege“, so TE: „Im Bankenviertel übergossen die Störer Gebäudeeingänge mit schwarzer Farbe. Die Polizei schien der Lage am Vormittag weitgehend Herr zu sein, konnte die Autobahnen schnell räumen. Doch die radikale Klimabewegung schwärmte immer wieder zu neuen Blockaden aus.“

Die Aktivisten gaben an, dass sich rund hundert Menschen an sieben Straßensperren und Protestaktionen beteiligt haben sollen. Sie bezeichnen ihre Aktionen als „Widerstand“. In meinen Augen ist die faktische Geiselnahme von unbeteiligten Dritten durch die Aktivisten ein Zeichen von Wohlstandsverwahrlosung und Realitätsferne in einer Generation, die allzu wohlbehütet aufwuchs. Bezeichnend ist, dass die Polizei, die gegen friedliche Proteste gegen die Corona-Maßnahmen immer wieder mit brutaler Härte vorging, gegenüber den Klima-Aktivisten allzu oft Samthandschuhe anlegt.

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Bild: Screenshot Hesseschau
Text: br

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