Lockdown für den Pöbel, Drei-Gang-Menü für Söders Minister und Polizei-Chefs Gleiche und Gleichere – eine Fortsetzungsgeschichte

Für Normalsterbliche ist selbst das Trinken eines warmen Getränkes in einem Café derzeit ein unerfüllbarer Traum. Zumindest in Deutschland. Während etwa in anderen Ländern die Polizei schon mal wegsieht, wenn Gäste durch den Hintereingang in ein Lokal gehen, wird der Lockdown hierzulande strengstens durchgesetzt. Während etwa Drogenhändler mit Migrationshintergrund im Görlitzer Park in Berlin auch im Lockdown in ihrem offenbar „systemrelevanten“ Geschäft ungestört nachgehen können, müssen Laden- und Lokalbetreiber mit strengstem Durchgreifen der Ordnungsbehörden rechnen. In den Ländern werden gar schon „zentrale Sammelstellen“ für die Internierung von hartnäckigen Quarantäne-Verweigerern geplant.

Während also Normalbürger nicht einmal träumen können von einem Nudelgericht in einem Restaurant, lassen es diejenigen, die für diese beispiellose Einschränkung der Grundrechte verantwortlich sind, schon mal krachen: Als am Donnerstag die Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Eva Schichl, im Kultur- und Kongresszentrum in den verdienten Ruhestand verabschiedet werden sollte, mussten die anwesenden Journalisten den Raum der Pressekonferenz durch einen Notausgang verlassen. Als sie weg waren, ließen es sich der anwesende Innenminister Bayerns Joachim Herrmann (CSU) und die Polizisten nicht nehmen, sich von einer Catering-Firma Essen servieren zu lassen. Laut einem Bericht der „Bild“ gab es für einen erlesenen Kreis von zehn Teilnehmern ein Drei-Gänge-Menü. Mit dabei: Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, Polizeipräsident Robert Kopp und der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März (CSU).

Als eine Polizistin mit Adleraugen darauf aufmerksam wurde, dass Reporter Aufnahmen vom Servieren und Abräumen machten, wurde laut „Bild“ ein Sichtschutz aufgestellt. Wie in dem alten Witz: „Liebling, mach die Küchentür zu, ich kann nicht sehen, wie du dich abschuftest.“ Nur etwas abgewandelt: Stellt den Sichtschutz auf, wir können nicht sehen, wie ihr leidet, weil ihr im Gegensatz zu uns kein Essen mehr aufgetischt bekommt.

Man muss sich das vergegenwärtigen: Die Gastronomie wurde von der Politik durch Schließung vor den Abgrund gestellt – und die Verantwortlichen lassen sich bedienen und schlemmen außer Haus. Jeder Normalsterbliche darf nur eine Person treffen. Die „Großkopferten“ dagegen, wie man in Bayern die „Nomenklatura“ nennt, können es sich zu zehnt schmecken lassen.

Gegenüber der „Bild“ sagte die Polizei, es habe sich um eine „Dienstbesprechung des Innenministeriums“ gehandelt, und das Essen sei aufgrund der Mittagszeit angeboten worden.

Das ist an Zynismus kaum noch zu überbieten. Wurde besprochen, wie man den Lockdown noch verschärfen und die Gastronomie noch länger schließen kann? Zwischen Gang zwei und drei des Menüs?

Besonders pikant: Wenige Tage vor der Schlemmerei der „Großkopferten“ räumte die Polizei in Berlin eine Parteigründung – obwohl die einen weitaus höheren Grundrechtsschutz genießt als eine „Dienstbesprechung“ mit Drei-Gang-Menü und es dort nichts zu essen gab. (Video der Räumung siehe hier) Selbst wenn sich drei Leute zum Skat treffen oder Kindergeburtstage gefeiert werden, ist umgehend die Polizei da zur Auflösung.

 

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (CSU) erklärte auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen am Sonntag: „Jeder hatte seinen eigenen Tisch, die Abstände waren entsprechend groß. In meinen Augen lief das regelkonform ab.“ Rund eine Stunde lang habe man das Thema Sicherheit in der Pandemie und die entsprechenden Verordnungen besprochen, dann sei das Treffen beendet gewesen. Das Polizeipräsidium Rosenheim war für eine weitere Stellungnahme über die Erklärung zur „Dienstbesprechung“ nicht zu erreichen.

Im September hatte es bereits für Schlagzeilen gesorgt, dass Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht in Quarantäne musste, obwohl er einen Kontakt mit einem positiv Getesteten hatte, für den Normalsterbliche 14 Tage weggesperrt worden wären. Das Gesundheitsamt, dessen oberster Dienstherr Schröder ist, fand für ihn ein Schlupfloch (siehe hier).

Sehen Sie hier mein aktuelles Video zu den Plänen von Bundesländern, Sammelstellen für Zwangseinweisungen einzurichten.

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Bild: Pshevlotskyy Oleksandr/Shutterstock (Symbolbild)
Text: br 

 

 

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