Massive Übersterblichkeit ab dem zweiten Halbjahr 2021 An Covid-19 lag es nicht

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Rießinger

Wie seltsam, dass manche Protagonisten der letzten drei Jahre so still geworden sind! Was hört man noch von Karl Lyssenko Lauterbach, dem Minister der Herzen, der uns stets voller Sorge vor neuen Killervarianten des allgegenwärtigen Virus warnte und zur Vorsorge unermüdlich die nebenwirkungsfreie Impfung empfahl? Inzwischen befasst er sich gerne mit der Cannabislegalisierung, vielleicht in der Hoffnung, dass nach hinreichend intensivem legalem Konsum die Erinnerung an seine Aktivitäten während der Coronazeit verblasst. Und der populäre Träger des Bundesverdienstkreuzes, Christian Drosten, lässt auch nicht mehr allzu viel von sich hören, was den Vorteil hat, dass jemand, der nichts äußert, auch keinen Unsinn reden kann und es für ihn persönlich dazu führen mag, dass er in der schützenden Stille der Vergessenheit verschwindet.

Darauf verlassen sollten sie sich nicht. „Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben,“ sagte einmal der schon früher von mir zitierte Jean-Luc Picard, Captain des Föderationsraumschiffs Enterprise. Das hat seine Berechtigung für die eigene Person, denn es dürfte wenig sinnvoll sein, das eigene Leben nur im Hinblick auf das spätere Vermächtnis zu gestalten, um bei den Hinterbliebenen einen guten Eindruck zu machen. Doch anders ist es bei aktuellen Hinterlassenschaften, deren Verursacher noch fidel unter uns weilen. Die Art, wie sie gelebt haben, muss bei Leuten wie Drosten und Lauterbach niemanden interessieren. Ob nun Christian Drosten Schwierigkeiten hatte, seinen Camping-Urlaub gebührend zu genießen, oder Karl Lauterbach mit seiner geschiedenen Frau einen „Rosenkrieg um Unterhaltszahlungen“ für die gemeinsamen Kinder führte – das alles und noch viel mehr ist ihre Sache und nicht unsere. Aber was sie hinterlassen haben, betrifft deutlich mehr Menschen als sie selbst, deutlich mehr Menschen als Lauterbachs Kinder oder die Besucher des einen oder anderen Campingplatzes.

Dass eine Gesellschaft gespalten wurde, dass Existenzen vernichtet wurden, dass den Menschen unveräußerliche Grundrechte entzogen wurden, gehört zur Hinterlassenschaft nicht nur von Lauterbach und Drosten, beliebig viele weitere Erblasser kann man anführen, angefangen bei der Altkanzlerin der Alternativlosigkeit bis hin zur fleischgewordenen Unbelehrbarkeit Frank Ulrich Montgomery, der noch immer die wirre These von der „Tyrannei der Ungeimpften“ vertritt. Und das ist nicht alles. Nicht etwa mit Beginn der sonderbaren Pandemie im Jahr 2020, sondern ab dem zweiten Halbjahr 2021, als die Verabreichung von Covid-Impfungen an breite Bevölkerungsgruppen Fahrt aufnahm, ist eine beträchtliche Zunahme der Sterblichkeit in der deutschen Bevölkerung zu verzeichnen. Sollte es hier etwa einen Zusammenhang geben? Nicht etwa zwischen dem Auftreten des Virus und der Steigerung der Todesfälle, sondern zwischen der totalitären sogenannten Gesundheitspolitik und den Sterberaten?

Beträchtliche Zunahme der Sterblichkeit

In früheren Beiträgen hatte ich ausgeführt, dass es 2020 in Deutschland keine Übersterblichkeit gab, weder im langfristigen Vergleich mit den Jahren ab 2006, noch im üblichen kurzfristigen mit den fünf vorhergehenden Jahren. 2021 dagegen sah die Sache anders aus. Gemessen am Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2020 musste man zwischen 17.000 und 18.000 über dem Durchschnitt liegende Todesfälle registrieren, die im Wesentlichen auf die zusätzlichen Sterbefälle der Menschen zwischen 35 und 75 Jahren zurückzuführen waren. Während das erste halbe Jahr weitgehend unauffällig war, ereignete sich die zu verzeichnende Übersterblichkeit im zweiten Halbjahr 2021.

Grund genug, einen Blick auf die Sterblichkeit im Jahr 2022 zu werfen. Man könnte dabei in Versuchung geraten, einfach die Anzahl der Todesfälle in den fünf vorhergehenden Jahren mit den Sterbefällen aus 2022 zu vergleichen, aber ganz so einfach sollte man es sich nicht machen. Erstens spielt die Größe der Bevölkerung eine Rolle, denn je mehr Menschen leben, desto mehr können auch sterben. Und zweitens muss auch die Altersstruktur der Bevölkerung berücksichtigt werden, da eine ältere Population eher zum Sterben neigt als eine jüngere. Beides lässt sich auf die gleiche Weise bewerkstelligen, wie ich es in den erwähnten früheren Beiträgen vorgeführt habe.

Sowohl die Bevölkerungszahl als auch die Verteilung auf einzelne Altersklassen kann man in den Daten des Statistischen Bundesamtes nachlesen. Zu Beginn des Jahres 2022 lebten demnach in Deutschland 83.237.124 Menschen, deren demographische Verteilung die folgende Tabelle zeigt.

Die Anzahl der Todesfälle lässt sich ebenfalls den Daten des Statistischen Bundesamtes entnehmen, sowohl für 2020 als auch für die vorhergehenden Jahre, auch hier wieder aufgeteilt nach Altersklassen. Die absoluten Zahlen nützen aber zunächst wenig, da sich die Bevölkerungsstruktur in verschiedenen Jahren unterscheiden kann. Um das auszugleichen, bestimmt man zunächst für die betrachteten Jahre und die angegebenen Altersklassen den prozentualen Anteil der Verstorbenen. So sind beispielsweise in der Klasse ab 85 im Jahr 2022 433.073 Menschen verstorben. Zu Beginn des Jahres lebten in dieser Klasse 2.625.444 Menschen, weshalb der Anteil der Verstorbenen bei 433.073/2.625.444=0,16495 liegt, also bei 16,495%. In der folgenden Tabelle sind diese Prozentsätze für die Jahre 2015 bis 2022 und für alle Altersklassen aufgelistet, gerundet auf drei Stellen nach dem Komma.

Aus diesen Werten kann man nun berechnen, wie sich die Sterbestruktur früherer Jahre auf das Jahr 2022 ausgewirkt hätte. Ich beschränke mich dabei auf die fünf Jahre vor Beginn der Covid-Impfkampagne, also auf die Jahre von 2016 bis 2020. Die zusätzlichen Jahre 2015 und 2021 habe ich in der obigen Tabelle ebenfalls angegeben, falls jemand die Verhältnisse der vorpandemischen Zeit oder den Zeitraum bis direkt vor das Jahr 2022 durchrechnen möchte.

Das ist jetzt nämlich sehr einfach, wie man schnell an einem Beispiel sieht. In der Klasse „40 bis unter 45“ haben wir im Jahr 2017 ein Sterbequote von 0,110%, ohne Rundung auf drei Stellen sind es 0,110204%. Wären nun 2022 in dieser Altersklasse anteilsmäßig so viele Menschen gestorben wie 2017, so käme man auf 0,110204*5.132.299/100=5.656 Tote. Ich darf jetzt schon darauf hinweisen, dass es tatsächlich 6473 gewesen sind, das waren deutlich mehr, als man im Vergleich mit 2017 erwarten durfte. Darauf werde ich noch zurückkommen.
Diese schlichte Rechnung führt man nun für alle Altersklassen und für alle Jahre von 2016 bis 2020 durch und addiert dann für jedes Jahr die jeweiligen berechneten Todeszahlen. Das ergibt die nachstehende Tabelle.

Wären also im Jahr 2022 in allen Altersklassen prozentual gleichviele Menschen gestorben wie 2016, dann hätte man 1.019.159 Tote erwarten müssen. Anders gesagt: Wir sehen hier die Anzahl der Todesfälle, die sich 2022 bei den Sterbequoten der Jahre 2016 bis 2020 ergeben hätten. Da nach Altersklassen differenziert wird, sind die verschiedenen Altersstrukturen auf diese Weise berücksichtigt, und da die Anwendung der Sterbequoten auf die Bevölkerungszahlen von 2022 erfolgt, wird so auch das Problem der unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen behoben.

Tatsächlich gestorben sind 2022 1.064.084 Menschen. Die auf der Basis früherer Sterbequoten berechneten Zahlen sehen etwas anders aus, sie sind durchgängig deutlich niedriger. Das kann man auch noch etwas präzisieren, indem man den Mittelwert der fünf berechneten Sterbezahlen bestimmt, sei es in Form des arithmetischen Mittels oder in Form des Medians. Das arithmetische Mittel, bei dem man einfach die Werte addiert und dann durch fünf teilt, liegt bei 1.021.852, der Median, der den in der Mitte liegenden Wert beschreibt, lautet 1.024.630. Fasst man diese Werte in einer kleinen Tabelle zusammen, so ergibt sich das folgende Bild.


Gemessen am üblichen Durchschnittswert aus den fünf Vor-Impfjahren weist 2022 42.232 zusätzliche Tote auf, gemessen am Median sind es 39.454 Tote, die über das Erwartbare hinausgehen. Prozentual hat man eine Übersterblichkeit von 4,13% bzw. 3,85% – Übersterblichkeit ist kein naturgegebener Begriff, sondern hängt davon ab, welchen Vergleichszeitraum man wählt und welchen Mittelwert man verwendet. Doch unabhängig vom jeweiligen Mittelwert findet man eine Übersterblichkeit von etwa 40.000 bzw. von etwa 4%. Ich darf daran erinnern, dass im ersten Jahr der sonderbaren Pandemie, als die Bevölkerung angeblich völlig hilflos der neuen Situation ausgesetzt war, überhaupt keine Übersterblichkeit vermeldet werden konnte, während 2021, als man sich an Maßnahmen verschiedenster Art, einschließlich der bekannten Impfung, erfreute, eine Übersterblichkeit von 17.000 bis 18.000 vorlag. 2022 hatten wir 40.000. Man kann leicht nachrechnen, dass die Verwendung anderer Vergleichszeiträume wie 2015-2019 oder auch 2017-2021 nicht zu nennenswert anderen Ergebnissen führt.

Welche Altersgruppen waren nun besonders betroffen? Auch das ist nicht schwer zu sehen. Wir haben die Sterbequoten für jedes Jahr und für jede Altersgruppe, niemand ist gezwungen, nur die kumulierten Daten zu verwenden, die sich auf die gesamte Bevölkerung beziehen. Sieht man sich an, welche Auswirkungen die Sterbequoten der vergangenen Jahre 2016 bis 2020 auf die einzelnen Gruppen des Jahres 2022 haben, so stellt man schnell fest, dass manche Gruppen herausragen.

Egal, wie man rechnet, die Klasse von 35 bis hin zu 45 Jahren kommt auf eine Übersterblichkeit zwischen 9% und 10% – sollte das etwas damit zu tun haben, dass man zu oft von plötzlichen und unerwarteten Todesfällen in vergleichsweise jungen Jahren hört?

Nicht viel besser sieht es aus in einer deutlich älteren Klasse, in der es altersbedingt ohnehin wesentlich mehr Tote geben muss, die Übersterblichkeit sich aber in ähnlichen Dimensionen bewegt wie in der eben besprochenen jüngeren Klasse.

In der Klasse von 65 bis hin zu 80 Jahren waren zwischen 22.000 und 23.000 überzählige Tote zu vermelden, wenn man sich am Sterbeverhalten der Jahre 2016 bis 2020 orientiert, das waren knapp 9%. Offenbar hat diese Klasse einen großen Teil der Übersterblichkeit von 2022 getragen. Erstaunlicherweise findet man in der nachfolgenden Klasse von 80 bis hin zu 85 Jahren keine Übersterblichkeit, sondern tatsächlich einen leichten Rückgang, während in der letzten Klasse ab 85 Jahren wieder eine Übersterblichkeit von knapp über 5% konstatiert werden muss – ich verzichte hier auf weitere Tabellen, die dem nichts Wesentliches hinzufügen könnten.

Hat der Schutz von vulnerablen Gruppen funktioniert

Bisher hat sich somit herausgestellt, dass 2022 eine Übersterblichkeit in Höhe von etwa 40.000 Todesfällen vorlag, wenn man mit den Jahren von 2016 bis 2020 vergleicht. Etwa 23.000 davon mussten bei den 65- bis unter 80-Jährigen verbucht werden, nimmt man noch die Menschen ab 85 dazu, so findet man etwa 25.000 überzählige Tote in höheren Altersklassen. Der Schutz der vulnerablen Gruppen, vor allem der Alten, scheint nicht allzu gut funktioniert zu haben.

Nun war die Übersterblichkeit des Jahres 2021 vor allem auf das Sterbeverhalten im zweiten Halbjahr zurückzuführen, da im ersten Halbjahr 2021 keine Übersterblichkeit vorlag. Man könnte nun annehmen, dass nach dem überdimensionierten Sterbegeschehen des zweiten Halbjahres 2021 im ersten Halbjahr 2022 ein Beruhigungseffekt eingetreten sein könnte, da auf harte Sterbezeiten in der Regel eine mildere Periode folgt. So war es auch. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 sind 513.508 Menschen gestorben, diese Zahl lässt sich leicht den Auswertungen des Statistischen Bundesamtes entnehmen. Genau wie das gesamte Jahr kann man nun auch das erste Halbjahr behandeln, indem man für jede Altersklasse die Sterbequoten der vorausgehenden Jahre ausrechnet und dann auf die Bevölkerungsverteilung zu Beginn des Jahres 2022 anwendet. Man findet dann die Anzahl der Todesfälle, die sich im ersten Halbjahr 2022 bei den Sterbequoten der Jahre 2016 bis 2020 ergeben hätten. Nun kann man wieder den Durchschnitt und den Median der auf die Altersstruktur von 2022 umgerechneten Todesfallzahlen bestimmen. In der nächsten Tabelle sind sie zu sehen.

Übersterblichkeiten sind hier für die Gesamtbevölkerung nicht zu verzeichnen, im Gegenteil: Das erste halbe Jahr 2022 war, verglichen mit den Jahren 2016 bis 2020, ein mildes Halbjahr. Allerdings nicht für jede Altersgruppe. Wirft man nämlich einen genaueren Blick auf die Klasse von 35 bis hin zu 45 Jahren, so ergibt sich ein etwas anderes Bild.


Die prozentuale Übersterblichkeit in dieser Gruppe ist im ersten Halbjahr nicht ganz so hoch wie im gesamten Jahr 2022, aber mit 7,35% bzw. 5,74% – je nach gewähltem Durchschnittsmaß – deutlich vorhanden. Auch in der zweiten insgesamt am stärksten betroffenen Altersgruppe ist das feststellbar. Mit den gleichen Methoden wie oben findet man eine Übersterblichkeit von 2,72% für den üblichen Durchschnitt und von 3,82% für den Median der Werte von 2016 bis 2020. Das ist weniger als im gesamten Jahr; das erste Halbjahr 2022 war auch in dieser älteren Gruppe harmloser als das Gesamtjahr, aber dennoch nicht ohne Übersterblichkeit.

Im ersten Halbjahr 2022 keine Auffälligkeiten, im zweiten Übersterblichkeit

Wenn jedoch im gesamten Jahr etwa 40.000 zusätzliche Tote in der Gesamtbevölkerung zu verzeichen sind, im ersten Halbjahr aber keine Auffälligkeiten zu sehen waren, dann muss sich die Übersterblichkeit im zweiten Halbjahr abgespielt haben. Und das ist auch tatsächlich der Fall. Die Toten des gesamten Jahres setzen sich zusammen aus denen des ersten und denen des zweiten Halbjahres, weshalb man die – auf die Bevölkerungsstruktur von 2022 umgerechneten – Todeszahlen für das zweite Halbjahr aus denen für das Gesamtjahr und das erste Halbjahr durch Abziehen berechnet.

Gestorben sind im zweiten Habjahr 2022 550.576 Menschen, was von den altersnormierten Werten der Vor-Impfjahre stark abweicht. Genaueres zeigt wieder die folgende Tabelle.


Die Übersterblichkeit des zweiten Halbjahres 2022 beträgt also je nach Durchschnittsmaß etwa 51.000 oder ungefähr 59.000 Todesfälle. Wenig ist das nicht. Die Belastung durch zusätzliche Todesfälle fand somit im zweiten Halbjahr statt, und sie liegt, verglichen mit den zweiten Jahreshälften der Jahre 2016 bis 2020, zwischen 10% und 12%.

Und wie ist die Lage bei den besonders belasteten Altersgruppen? Nicht übermäßig gut. Die gerade durchgeführte Rechnung kann man selbstverständlich auch auf die einzelnen Gruppen anwenden und muss dabei prozentuale Übersterblichkeiten finden, die über denen des Gesamtjahres liegen. Ich darf erinnern: Die Werte für das erste Halbjahr waren wesentlich niedriger als die des gesamten Jahres, sodass die Steigerung im zweiten Halbjahr erfolgt sein muss. Um diesen Beitrag nicht mit noch mehr Tabellen zu belasten, erlaube ich mir, die Ergebnisse einfach mitzuteilen: Für die Klasse ab 35 bis hin zu 45 Jahren ergibt sich eine prozentuale Übersterblichkeit von 12,41%, verglichen mit dem arithmetischen Mittel der Werte von 2016 bis 2020, und von 13,00%, verglichen mit dem Median. Die ältere Klasse von 65 bis hin zu 80 Jahren weist die Werte 14,86% und 16,16% auf. Es ist egal, ob man mit dem arithmetischen Mittel oder mit dem Median vergleicht, die Ergebnisse sind in jedem Fall verheerend.

Und sie weisen eine steigende Tendenz auf. Das kann man sehen, indem man einen Blick auf die Sterbedaten für die Monate November und Dezember des Jahres 2022 wirft und sie mit den altersnormierten Werten beider Monate für 2016 bis 2020 vergleicht; die Berechnung erfolgt genauso wie oben beschrieben. Für November findet man eine prozentuale Übersterblichkeit der Gesamtbevölkerung in Höhe von 4,67% für den Durchschnitt und von 5,71% für den Median. Die stark betroffene Altersklasse von 35 bis hin zu 45 Jahren hat wesentlich schlechtere Werte, sie liegt sowohl im Durchschnitt als auch im Median zwischen 11% und 12%. Und die nicht minder betroffene Gruppe von 65 bis hin zu 80 Jahren zeigt sehr ähnliche Werte zwischen 11% und 13%.

Und im Dezember? Da wurde es schlimmer. Die prozentuale Übersterblichkeit für die Gesamtbevölkerung beträgt im Hinblick auf das arithmetische Mittel 20,2%, für den Median haben wir 27,23%, aber schon die 20,2% sind schlimm genug. Um die beiden stets betrachteten Altersklassen nicht zu vernachlässigen, soll es auch an ihren Werten nicht fehlen. In der jüngeren Klasse von 35 bis hin zu 45 Jahren findet man 13% bzw. 18%, je nach verwendetem Durchschnittsmaß, für die ältere Klasse von 65 bis hin zu 80 Jahren lauten die entsprechenden Werte 25,6% bzw. 31,1%. Viel deutlicher kann es nicht mehr sein.

Die Resultate sind klar. Das gesamte Jahr 2022 brachte für die gesamte Bevölkerung eine Übersterblichkeit von etwa 40.000 zusätzlichen Todesfällen, gemessen am Durchschnitt der altersnormierten Sterbezahlen der Jahre von 2016 bis 2020. Am stärksten betroffen waren davon die Altersgruppen von 35 bis hin zu 45 Jahren sowie von 65 bis hin zu 80 Jahren. Diese Übersterblichkeit wurde primär durch das Sterbegeschehen im zweiten Halbjahr 2022 verursacht, denn während das erste Halbjahr noch keine größeren Auffälligkeiten und sogar Rückläufigkeiten zeigte, fand sich für das zweite Halbjahr eine Übersterblichkeit von über 50.000 zusätzlichen Toten, gemessen an den jeweiligen zweiten Halbjahren der Vergleichsjahre. Dieses Phänomen zeigt sich auch bei den beiden gesondert betrachteten Altersgruppen. Die steigende Tendenz der Übersterblichkeit ist auch bei Beachtung der Werte für November und Dezember zu finden; schon der November war keineswegs erfreulich, für die oben berechneten Dezemberwerte fehlen dem Betrachter die Worte.

Der antike griechische Philosoph Epikur meinte: „Das schauerlichste Übel also, der Tod, geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr.“ Deshalb gehe der Tod weder die Lebenden noch die Toten an, denn bei den einen sei er nicht, die anderen aber seien selbst nicht mehr. Dennoch geht es uns, die Lebenden, durchaus etwas an, wie es denn zu solchen Todesfallzahlen wie 2022 kommen konnte, denn man kann in Zukunft keine negativen Effekte verhindern oder wenigstens reduzieren, wenn man sie nicht zuerst benennt und dann nach ihren Ursachen fragt.

Es kann nicht an Covid-19 gelegen haben

Benannt sind die Effekte, die Daten der Übersterblichkeiten liegen auf dem Tisch. Und die Ursachen? Es kann nicht an Covid-19 gelegen haben, denn das Virus hat sich von Jahr zu Jahr immer stärker in Richtung Harmlosigkeit entwickelt, und wenn 2020 keine Übersterblichkeit vorlag und 2021 eine wesentlich geringere als 2022, dann ist es kaum möglich, Covid-19 die Verantwortung für die Übersterblichkeit des Jahres 2022 in die Schuhe zu schieben. Manch ein schlichtes Gemüt ist vielleicht geneigt, dem Klimawandel die Schuld zuzuschreiben, doch eine Übersterblichkeit, die sich mit fortschreitendem Jahr in Richtung Winter verstärkt, kann nicht viel mit eventuellen sommerlichen Hitzewellen zu tun haben. Allerdings gibt es den einen oder anderen Aspekt, in dem sich 2022 von den Jahren 2016 bis 2020 unterscheidet. Infolge der hysterisch-unverantwortlichen Panikmache sind medizinische Untersuchungen und Behandlungen in großer Zahl für längere Zeit ausgeblieben und es ist anzunehmen, dass irgendwann die Folgeschäden eintreten. Infolge unmäßig-grundrechtswidriger Maßnahmen wie beispielsweise Isolation und Maskenpflicht wurden die Immunsysteme zahlloser Menschen in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt und reduzierte Immunsysteme führen nur selten zu längerer Lebensdauer. Und infolge eines evidenzbefreiten Impfaktivismus wurden bis heute etwa 65 Millionen Menschen mindestens einmal einer experimentellen Gentherapie unterzogen, 63,6 Millionen zweimal und 52 Millionen sogar dreimal, von den vier- und mehrfach Gespritzten ganz zu schweigen. Mitte 2022 waren es nur unerheblich weniger, die allgemeine Impfbegeisterung hat doch etwas nachgelassen. Selbst in den sogenannten Mainstream-Medien ist mittlerweile die Nachricht von schweren Impfschäden angekommen, sogar Karl Lauterbach soll inzwischen davon gehört haben. Wer sich darüber wundert, dass eine schlecht getestete und kaum geprüfte Behandlung, die man Millionen und Abermillionen von Menschen angedeihen lässt, zu zusätzlichen Todesfällen führen kann, der glaubt auch, dass die Ampelkoalition das Wohl der Bürger im Auge hat.

Die Aufarbeitung des großartigen Versagens der letzten drei Jahre ist dringend notwendig. Geschehen wird wenig, denn wir müssen ja nach vorne blicken, den Klimawandel bekämpfen, den Kampf gegen Rechts forcieren und die Willkommenskultur stärken. Dem Ideologen ist nur seine Ideologie notwendig. „Vorwärts immer, rückwärts nimmer,“ sagte Erich Honecker gern. So dachte man im Politbüro der SED, so denkt man noch heute.

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Thomas Rießinger ist promovierter Mathematiker und war Professor für Mathematik und Informatik an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Neben einigen Fachbüchern über Mathematik hat er auch Aufsätze zur Philosophie und Geschichte sowie ein Buch zur Unterhaltungsmathematik publiziert.

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