Moderna führt klinische Studie mit 7.000 Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren durch Und Pfizer plant Impfstoff-Zulassung für Fünf- bis Elfjährige bis Herbst

Von Christian Euler

Ist es ethisch vertretbar, Kinder oder gar Babys gegen Covid-19 zu impfen? Diese Frage stellte nicht zuletzt die ständige Impfkommission (Stiko). Denn unstrittig ist, dass Kinder und Heranwachsende extrem selten schwer an Covid-19 erkranken.

Für Moderna spielen derartige Probleme augenscheinlich keine Rolle. Der US-Impfstoffhersteller führt derzeit eine klinische Studie mit 7.000 Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren durch. Das Biotechnologie-Unternehmen hat Anfang dieses Monats die Notfallzulassung für seinen Impfstoff Covid-19 für die Altersgruppe zwölf bis 17 Jahre beantragt, wie WebMD, eines der führenden Gesundheitsportale in den USA, berichtet.

„Was mich morgens aufstehen lässt, ist das Ziel, einen Kinder-Impfstoff verfügbar zu machen, um Kinder und deren Umgebung so schnell wie möglich unter sicheren Rahmenbedingungen zu schützen“, sagte Sabine Schnyder Ghamloush, Direktorin der klinischen Entwicklung bei Moderna, während des von der Johns Hopkins University und der University of Washington veranstalteten virtuellen Symposiums „Covid-19 and Kids: Impacts, Uncertainties and the Role of Vaccines“.

»Erheblicher Einfluss auf das geistige und emotionale Wohlbefinden der Kinder«

Unterstützung erhielt sie von der Leiterin der klinischen Entwicklung der Johnson & Johnson-Tochter Janssen Pharmaceutical Companies: „Wie wir alle wissen, hatte die Pandemie einen tiefgreifenden Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Viele haben miterlebt, wie nahe Familienmitglieder an Covid-19 erkrankten oder starben. Insgesamt hatten diese Aspekte der Pandemie einen erheblichen Einfluss auf das geistige und emotionale Wohlbefinden der Kinder.“

Unterdessen hat der Pharmakonzern Pfizer damit begonnen, den Impfstoff von Biontech auch für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zu testen, wie RTL berichtet. In 26 US-Bundesstaaten laufen Testreihen, ebenfalls in Finnland, Polen und Spanien. Die Notfallzulassung soll im September oder Oktober beantragt werden. Läuft alles nach Plan, wären Pfizer/Biotech damit die ersten Hersteller, die ein Vakzin in dieser Altersklasse herstellen. Bisher ist das Vakzin nur für Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren zugelassen.

»Heranwachsende erhalten nur durch eine Impfung ihre Freiheiten zurück«

Die Ständige Impfkommission hat bislang noch keine generelle Empfehlung für den mRNA-Biontech/Pfizer-Impfstoff bei Kindern ausgesprochen, sondern nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer an einer Covid-19-Infektion zu erkranken. Es lägen noch nicht genügend Daten zur Verträglichkeit vor, um die Impfung uneingeschränkt jedem Jugendlichen über 12 Jahren empfehlen zu können.

Nachdenklich machen sollte der Grund, den SWR Wissen für die Impfungen von Kindern nennt: „Heranwachsende profitieren nicht unbedingt selbst gesundheitlich von der Impfung gegen Corona, aber nach dem derzeitigen politischen Plan können sie nur durch eine Impfung oder nachgewiesene Genesung ihre Freiheiten zurückerhalten. Das setzt viele Familien unter Druck, da eine ganze Latte an Erleichterungen für Genesene oder Geimpfte möglich sind.“

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Dipl.-Volkswirt Christian Euler widmet sich seit 1998 intensiv dem Finanz- und Wirtschaftsjournalismus. Nach Stationen bei Börse Online in München und als Korrespondent beim „Focus“ in Frankfurt schreibt er seit 2006 als Investment Writer und freier Autor u.a. für die „Welt“-Gruppe, Cash und den Wiener Börsen-Kurier.
Bild: REDPIXEL.PL/Shutterstock
Text: ce
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