Neuer Rufmord: Süddeutsche erklärt jetzt auch Aiwanger zum Nazi Plumpe Schmutzaktion mitten im Wahlkampf um 35 Jahre altes Flugblatt

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+++ Aktualisierung, 26.8.2023, 21:00 Uhr +++
Inzwischen hat sich Aiwangers Bruder als Autor des Flugblatts geoutet. Sollte sich das bestätigen, hätte sich die „Süddeutsche“ hier ein unglaubliches Eigentor geleistet und stünde komplett nackt da.
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Die „Süddeutsche Zeitung“ verdient sich ihren Spitznamen „Alpenprawda“ immer wieder von neuem. Sie hat sich längst zu einem rot-grünen Kampfblatt entwickelt, zu dessen Spezialisierung auch der Rufmord an Menschen gehört, die sich der rot-grünen Hegemonie widersetzen. Im Stasi-Jargon nannte man das „Zersetzung“. Ich musste das am eigenen Leib erleben (siehe hier). Jetzt hat sich die Zeitung pünktlich zur Landtagswahl in Bayern eingeschossen auf den Wirtschaftsminister des Freistaates und Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger. In einem Pamphlet werfen sie Aiwanger vor, er habe im Alter von 17 Jahren ein Flugblatt mit antisemitischen Fantasien geschrieben und verteilt, in dem unter anderem vom „Vergnügungsviertel Auschwitz“ die Rede war.

Der Artikel, der sage und schreibe fünf Autoren und dazu auch noch einen „Mitarbeiter“ hat, ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein propagandistisches Machwerk, das aus finsteren Zeiten stammen könnte. Es geht darum, Aiwanger zu zerstören. Als Politiker, als Person. Aiwanger ist für die rot-grünen Kulturkrieger vor allem deswegen gefährlich, weil er einerseits ihre Politik entschieden ablehnt und kritisiert, aber umgekehrt die Stigmatisierungs-Kampagne gegen ihn nicht so erfolgreich war wie gegen die AfD. Und weil seine „Freien Wähler“ pünktlich vor dem Urnengang in Bayern am 8. Oktober hohe Umfragewerte haben.

Das möchten die Journalisten von der Süddeutschen nun offenbar ändern – sicher sehr zum Gefallen von Ministerpräsident Markus Söder. Schon im Vorspann wird klar, woher der Wind weht: „Seit Wochen steigen die Umfragewerte von Hubert Aiwanger. Aber jetzt ist da dieses Flugblatt, das er als Siebzehnjähriger geschrieben haben soll.“

Der Beitrag ist eine Art Wahlkampfgeschenk an den CSU-Chef. Vielleicht ist die Hoffnung der Meinungskrieger in der Redaktion, die Freien Wähler derart zu schwächen, dass der ohnehin sehr grüne Söder aus der Koalition mit Aiwanger & Co. in eine politische Ehe mit den Grünen wechselt. Möglicherweise könnte Söder das sehr recht sein.

Mein Lesetipp

Das Сorpus Delicti ist ein Flugblatt, das im Schuljahr 1987/88  auf einer Schreibmaschine getippt und am Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg aufgetaucht ist. Dazu schreibt die Zeitung: „Hier ist Hubert Aiwanger zur Schule gegangen, hier in der Nähe ist er groß geworden, hier hat die SS jüdische KZ-Häftlinge auf Todesmärsche getrieben.“ Schon das ist eine beachtliche Aneinanderreihung.

Weiter ist in der „Süddeutschen“ zu lesen: „Im Schuljahr 1987/88 nimmt das Gymnasium an einem Erinnerungswettbewerb teil, ‘Deutsche Geschichte‘. Hubert Aiwanger, der Elftklässler, strafmündig, bald volljährig, soll sein eigenes Preisausschreiben erfunden haben, antisemitische Fantasien. Das Flugblatt, ein Papier aus der Vergangenheit, das womöglich eine Linie ins Heute zieht.“

Der Schlüssel zum Verständnis hier ist, „Aiwanger soll erfunden haben“. Soll! Im gleichen Duktus geht es weiter: „Das Flugblatt, ein Papier aus der Vergangenheit, das womöglich eine Linie ins Heute zieht.“ Womöglich.

Hätte, hätte, Fahrradkette.

Die „Beweise“ sind nicht mehr als Hörensagen. „Die SZ hat mit rund zwei Dutzend Personen gesprochen, die Hubert Aiwanger aus dessen Schulzeit kennen, mit früheren Lehrkräften, früheren Klassenkameraden. Mehrere dieser Personen sagen, Aiwanger sei als Urheber dieses antisemitischen Pamphlets zur Verantwortung gezogen worden.“

Nach dreißig Jahren.

Es sind ausschließlich vermeintliche Zeugen, von denen keiner mit seinem Namen für seine Aussage einstehen will.

Kopien als Indiz

Weiter schreibt das Blatt: „Ein Lehrer, der damals dem Disziplinarausschuss angehörte, sagte der SZ, dieser habe ‘Aiwanger als überführt betrachtet, da in seiner Schultasche Kopien des Flugblatts entdeckt worden waren‘.“

Wer einige Exemplare eines Flugblattes in seiner Schultasche hat, soll damit als Autor desselben überführt sein?

„Ein anderer sagte, Aiwanger habe seine Urheberschaft nicht bestritten“, so die Süddeutsche weiter.

Das hat in etwa den Beweisgehalt, wie wenn man von jemandem sagt, er habe nie bestritten, seine Frau zu schlagen – weil der Vorwurf etwa stets absurd war oder nie erhoben wurde.

Widersprüche

Zudem widersprechen sich hier die anonymen Zeugen – was den fünf Autoren und dem einen Mitarbeiter aber offenbar gar nicht aufgefallen ist im Eifer des Verleumdungs-Geschäfts. Denn wenn Aiwanger die Urheberschaft nie bestritten haben soll – wie wäre er dann anhand von Indizien als überführt betrachtet worden?

Ein Sprecher Aiwangers bestreitet denn auch die Vorwürfe, wie die „Süddeutsche“ weiter unten im Artikel erwähnt – offenbar aus juristischen Gründen, weil der Artikel den Autoren sonst vom ersten Gericht um die Ohren gehauen würde. Der Sprecher kündigte an, dass sich Aiwanger juristisch „gegen diese Schmutzkampagne“ wehren werde.

Das Corpus Delicti

Die Autoren machen aus ihrer Absicht kein Geheimnis. Sie schreiben: „Ist dieses Flugblatt wirklich die Linie vom Gestern ins Heute, von Mallersdorf nach Erding? In Erding hat Hubert Aiwanger zum Umsturz eines Systems aufgerufen, das ihn selbst nach oben getragen hat, bis ins zweithöchste Amt in Bayern.“

Auch das ist eine glatte Lüge.

Aiwanger hat eben nicht zum Umsturz des Systems aufgerufen. Sondern seinen Gegnern vorgeworfen, dass sie den Pfad der Demokratie verlassen haben.

Weiter geht es wie aus dem Lehrbuch der Propaganda: „Vielleicht ist die Frage, ob dieser Hubert Aiwanger schon immer so getickt hat. Und ob man das nicht früher hätte merken müssen.“

Nazi-Bewunderer

Sodann wird offen die politische Vernichtung Aiwangers gefordert: „Alles ließ Söder seinem Vize durchgehen. In der Pandemie hat sich Aiwanger als Popstar der Impfskeptiker inszeniert, Söder hat ihn gerüffelt, aber nicht fallen gelassen. Nach Erding? Ein Anschiss, kein Rauswurf. Aber jetzt, kann Söder einfach so weitermachen? Mit einem Vize, den frühere Schüler und Lehrer als Nazi-Bewunderer beschreiben.“

Wie bitte? Ist das mit dem „Nazi-Bewunderer“ jetzt eine Schlussfolgerung der Autoren aus den vorher gebrachten Zitaten der anonymen Zeugen? Oder sagt das einer dieser Zeugen?

Das verrät die „Süddeutsche Zeitung“ ihren Lesern nicht. Dieses Zweideutige, das haargenau geplante Vorbeischrammen an der Grenze, an der die Gerichte einschreiten würden, ist eine klassische Methode des Anschwärzens. Nach dem altrömischen Motto: Wenn man nur genug mit Dreck wirft, bleibt immer etwas hängen.

Während man „Jugendsünden“ linker Politiker verharmlost.

Söder griff die Steilvorlage der „Süddeutschen“ sofort auf: „Es sind schlimme Vorwürfe im Raum. Dieses Flugblatt ist menschenverachtend, geradezu eklig“, sagte er – und fordert eine vollständige Aufklärung.

Im Kern geht es um ein Grundprinzip moderner rot-grüner und woker Politik: Das Ausweichen vor einem inhaltlichen Diskurs und stattdessen der Griff zur Dreckschleuder: zum Rufmord, unter Berufung auf ausschließlich anonyme Zeugen. Auch in diesem Fall wieder unter Instrumentalisierung und damit auch Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Der Beitrag wird hinter einer Bezahlschranke versteckt – so dass die Mehrheit der potentiellen Leser nur die deftigen Schlagzeilen lesen kann – und nicht den Artikel selbst, in dem klar wird, auf welch wackeligen Füßen die Vorwürfe stehen und welch halbseidenen journalistischen Methoden die Zeitung hier anwendet.

In Russland nennt man so etwas einen medialen Auftragsmord.

Sehen Sie hier mein Video zu dem Thema 

PS: „Aiwanger erklärte zwischenzeitlich: Der Verfasser des Papiers ist mir bekannt, er wird sich selbst erklären.“ Das wäre der GAU für die „Süddeutsche“.

PPS: Leserkommentar: „Die Wikipediaseite ‘Hubert Aiwanger‘ ist seit heute, 0:00 Uhr übrigens rund dreißigmal bearbeitet worden. Das reicht nach einer orchestrierten Aktion, die einige Stunden vor der Veröffentlichung begonnen hat.“

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Mein Dechiffrier-Video über die Methoden von Markus Lanz hat das ZDF dreimal auf Youtube sperren lassen. Der Schuss ging nach hinten los. Ich habe es im freien Internet auf Rumble hochgeladen. Da wurde es sage und schreibe 6,5 Millionen Mal aufgerufen. Offenbar, weil die Algorithmen „kritische“ Inhalte nicht ausbremsen wie bei Youtube. Ein Leser rechnete aus, dass damit mehr Zuschauer meine kritische Analyse der Sendung gesehen haben als die Sendung selbst. Auch mein Dechiffriert-Video zu dem Hetzstück des ZDF über Hans-Georg Maaßen wurde auf Rumble 6,2 Millionen Mal geklickt. Das macht Mut! Aber es kostet auch sehr viel Zeit und Energie – im konkreten Fall eine Nachtschicht. Umso dankbarer bin ich für Ihre Unterstützung. Ohne die wäre meine Arbeit nicht möglich, weil ich weder Zwangsgebühren noch Steuermillionen bekomme, und auch keinen Milliardär als Sponsor habe. Dafür bin ich unabhängig!
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Bild: Leonie Rabea Große, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

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