Neuer Weg aus der Energie-Krise: Heizen! „Verquerer und verquerer!“ – die Geschichten aus unserem linksgrünen Wunderland

Von Ekaterina Quehl

„Verquerer und verquerer!“, rief Alice, als sie wie ein Teleskop auseinandergeschoben wurde, nachdem sie ein Stück Kuchen im Kaninchenbau aß. Der berühmte Spruch aus „Alice im Wunderland“ kam mir in der letzten Zeit häufiger in den Sinn. Denn er kann am besten das ausdrücken, was ich im linksgrünen Wunderland aktuell höre, sehe und erlebe. Nur weiß ich nicht, ob ich etwas Falsches gegessen habe oder ob mit der tollen linksgrünen Teegesellschaft im Deutschland-Wunderland etwas nicht stimmt.

Hier die nächste Geschichte der tollen Teegesellschaft:

'Soll ich einen Bikini tragen?'

Für bevorstehendes Frieren in eigenen Wohnungen, Lebensmittel-Knappheit und Blackouts sind wir dank den wertvollen Ratschlägen unserer Wunderland-Medien bereits bestens sensibilisiert: Keine Energie –> keine Wärme –> Frieren. Warmwasser-Knappheit –> Duschen zu zweit oder Waschlappen statt Duschen verwenden. Lebensmittel-Knappheit –> auf Fleisch verzichten oder gar vegan essen.

Dass in letzter Zeit in Supermärkten immer mehr leere Regale zu sehen sind, ist bestimmt schon jedem aufgefallen. Und man für das, was noch in den Regalen steht, teilweise das Doppelte im Vergleich zum Jahresanfang bezahlen muss, ist auch schon jedem bekannt.

Doch dass diese wundervolle Kombination noch von einer 25-Grad-Ladentemperatur begleitet wird – und das bei all den Aufrufen zum energetischen Asketismus – ist wahrscheinlich der neueste Trend im linksgrünen Wunderland. Das musste ich zumindest vor kurzem bei Lidl erfahren. Als ich nach meinem Kauf zur Kasse ging – voller nostalgischer Gefühle an russische Supermärkte der 90er-Jahre – hörte ich folgendes Gespräch zwischen zwei Kassiererinnen: „Sag mal, das ist doch unmöglich heiß hier!“, sagte die eine. „Ja, mir ist so furchtbar warm! Es wird hier geheizt wie verrückt. 25 Grad!“, sagte die andere. „Ich schwitze! Soll ich vielleicht einen Bikini tragen?“

Als Alice endlich in den schönen Garten im Wunderland gelangte, sah sie, dass Gärtner weiße Rosen rot anmalten. Sie fragte die Gärtner, warum sie dies tun.

„Die Wahrheit zu gestehen…, dies hätte hier ein roter Rosenstrauch sein sollen und wir haben aus Versehen einen weißen gepflanzt.“

Vielleicht sollten wir uns der einfachen Logik der Gärtner bedienen, damit wir all die Widersprüche der Krisen-Politik unseres Wunderlandes besser verstehen können. Zumindest würde es uns helfen zu verstehen, warum diejenigen, die solche Politik machen, keine Widersprüche darin sehen. Aber gegen Frieren hilft es leider trotzdem nicht.

Wenn Sie noch mehr Geschichten aus dem tollen linksgrünen Wunderland haben, liebe Leserinnen und Leser, dann schreiben Sie uns gerne an.

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Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Namentlich gekennzeichnete Beiträge von anderen Autoren geben immer deren Meinung wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Ekaterina Quehl ist gebürtige St. Petersburgerin, russische Jüdin, und lebt seit über 16 Jahren in Berlin. Pioniergruß, Schuluniform und Samisdat-Bücher gehörten zu ihrem Leben wie Perestroika und Lebensmittelmarken. Ihre Affinität zur deutschen Sprache hat sie bereits als Schulkind entwickelt. Aus dieser heraus weigert sie sich hartnäckig, zu gendern. Mit 27 kam sie nach einem abgeschlossenen Informatik-Studium aus privaten Gründen nach Berlin und arbeitete nach ihrem zweiten Studienabschluss viele Jahre als Übersetzerin, aber auch als Grafik-Designerin. Mittlerweile arbeitet sie für reitschuster.de.

Bild: Schutterstock

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