Obdachlos Chronik einer Krankheit

Corona macht krank, Corona kann töten.

Corona ist schlimm, verändert die Gesellschaft und das Leben. Darüber berichten wir. Geschichten, die es nicht in die Medien schaffen.
Wir geben Zahlen einen Namen und eine Seele. Die Serie „Kollateralschaden“ basiert auf Berichten Betroffener der Coronapolitik. Damit keiner sagen kann: „Das haben wir nicht gewusst!“

Obdachlos

Von Johanna und Frank Wahlig

Es schneit in Brandenburg. Im Bauernhof bei Jessica und Emma ist es kalt. Heizung und Warmwasser sind abgestellt. „Kalte Räumung“, sozusagen. Jessica und Hund Emma leben in Brandenburg. Noch. Einst war der Bauernhof ein Sozialprojekt. Damals gab es viel zu tun. 80 Stunden pro Woche habe Jessica dort als Erzieherin und psychologische Beraterin in der Jugendhilfe gearbeitet, erzählt sie.

2019 zieht Jessica von Berlin nach Brandenburg. Sie kümmert sich um auffällige Kinder. „Systemrelevant“, sagt die 42-jährige. Wohnung inklusive. Ihre Berliner Wohnung gibt sie auf. Die 13 Jahre alte Hundedame Emma siedelt mit um auf den Hof nach Baruth in Teltow-Fläming. Jessica bekommt einen unbefristeten Arbeitsvertrag und einen Mietvertrag. Sie arbeitet als „Rund-um-die-Uhr-Pädagogin“, sieben Tage pro Woche. Gewalttätige Jugendliche. Personalmangel.

Das Projekt gerät ins Wanken.

Im März 2020 ist endgültig Schluss. Jessica erhält die Kündigung für Job und Wohnung. Formlos per Telefonschalte. „Aus betrieblichen Gründen.“ Das Jugendhilfeprojekt wird aufgelöst. Der Hof wird verlassen. Jessica und der Hund bleiben. Wo sollen sie auch hin. Die Räumungsklage folgt. Es wird kalt in Brandenburg. Der Hof steht zum Verkauf. Am 14. Januar 2021 soll das Urteil verkündet werden. Dann müssen Jessica und Emma wohl raus aus der kalten Wohnung. Obdachlos!

Herbergssuche im Lockdown

Die Berliner siedeln 2020 um aufs Land. Katen, Bungalows, Lauben sind begehrt, vermietet und belegt. Stadtflucht vor Corona. Jessica findet keine Unterkunft.

Im Lockdown wird die „Herbergssuche“ zur Herkulesaufgabe. Die Familie kann nicht helfen. Die Mutter wohnt in einer 1-Zimmer-Wohnung. Freunde haben Familie oder Wohnungen, deren Vermieter Hundehaltung untersagt. Wohnungssuche unter Coronabedingungen.

Die Mobilität ist eingeschränkt. Das Wohnungsangebot ist niedriger denn je. Wohnungsbesichtigungen sind verboten. Jessica würde auch in einen Bauwagen oder eine Jurte ziehen, sagt sie. Optionen hat sie keine.

„Ich hatte mir ein wenig Geld angespart“, sagt sie. Die Wohnungssuche hat die Ersparnisse aufgebraucht. Immobilienabonnements, Schufa-Auskünfte, Zugfahrten in die Märkische Schweiz, nach Rathenow, Eberswalde, Berlin.

„Ich habe immer pünktlich die Miete bezahlt“, beteuert Jessica. Die oft geforderte Mietschuldenfreiheitsbestätigung erhält sie von der Ex-Chefin jedoch nicht. Termine beim Mieterverein gibt es nicht. Verwaltungen und öffentlicher Dienst im Homeoffice.

'Querdenker unerwünscht'

Jessica schreibt Sozialprojekte an, Gnadenhöfe und Hofgemeinschaften. Auch die Hilfsbereitschaft leidet in der neuen Zeit. „Die Menschen scheinen selbst belastet, können oder wollen nicht helfen“, sagt Jessica. „Und viele haben Angst vor Bußgeldern wenn sie uns bei sich übernachten lassen.“

„Die Angst vor Sanktionen ist größer als Mitleid. Selbst unter Freunden!“, sagt Jessica.

Die neue Zeit fordert politische Opfer bei der Wohnungsvergabe. Die Betreiberin eines Internetforums für Wohnprojekte im Wendland hat Jessica im Netz überprüft. „Ich war echt schockiert und betroffen“, sagt Jessica.

„Nein zur neuen Normalität“ und „Schluss mit Lockdown!“ hatte Jessica in einem sozialen Netzwerk geteilt. „Die Frau aus dem Wendland schickt ein Video, in dem Menschen, die die Coronapolitik hinterfragen, satirisch abgehandelt werden“, erzählt Jessica. Mit Coronagegnern wolle die Frau aus dem Wendland nicht in Zusammenhang gebracht werden. Für Jessica ein „like“ zu viel.

„Nix für ungut, ich glaube, wie lassen das mit dem weiteren Kennenlernen“, schreibt die Frau.

Wohnungslos in der Coronazeit!

Es bleibt kalt.

Wer aus seinem beruflichen oder privaten Leben einen „Kollateralschaden“ melden möchte, oder Jessica helfen: Vertraulich und persönlich, per E-Mail an [email protected]

 

 
Johanna Wahlig ist Politologin, Journalistin und Unternehmerin. Frank Wahlig ist Historiker und war 30 Jahre lang ARD-Hauptstadtkorrespondent.
 
Bild: privat

Text: Johanna und Frank Wahlig

 

 

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Günter Nefzger
13 Tage zuvor

Ich muss mir hier mal Luft machen, sonst platze ich gleich!!!!

Also da gibt es hier eine für mich unglaublich gute Initiative von Boris Reitschuster den verzweifelten Menschen eine Plattform zu geben, auf der sie ihre „Geschichte des persönlichen Leids“ erzählen können, und dann lese ich hier Kommentare, die nicht einmal einen Funken von Anstand erkennen lassen.

Der Artikel ist unzweifelhaft authentisch und verantwortungsbewusst geschrieben!!! Herzlichen Dank dafür an das Ehepaar Wahlig.

Anstatt hier also Hilfe angeboten wird. z. B. Geld, liest man hier im überwiegenden Maße besserwisserische, beleidigende und menschenverachtende Kommentare. Die wirklichen Hilfsangebote für die Betroffene kann ich an einer Hand abzählen, auch dafür meinen ausdrücklichen Dank….

Aber bitte, was soll das hier einen verzweifelten Menschen in dieser Situation auch noch zu beleidigen???

Sollten wir nicht alle, die noch ein Dach über dem Kopf haben uns solidarisch hinter die Menschen stellen, die durch die Politverbrecher in Berlin/München etc. in eine existentiell bedrohliche Lage gekommen sind und  diesen Menschen im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen???? Das kann auch eine kleine positive Geste sein, ein paar freundliche und aufmunternde Worte….

Ich bin relativ sicher, dass wir alle früher oder später in die gleiche, ausweglose Lage kommen werden, dann sind wir froh um jeden Strohhalm, an dem wir uns festhalten können….

 

Ein vom Finanzamt sinnlos Zwangsversteigerter
13 Tage zuvor

Wäre Kaiserslautern als Wohnort ok?

Salzsäule
1 Monat zuvor

Umziehen ist immer schwer, aber bevor man obdachlos wird und jeden Tag um alles kämpfen muss, würde ich mich auch in ländlichen Räumen umsehen, wo man noch eher eine Wohnung findet. Es gibt Kleinstädte mit sozialen Brennpunkten wie diesen hier:

In diesem Haus würde ich mir z.B. sehr wünschen, dass die Stadt gleich Sozialarbeiter einquartiert, um so einigen Leuten im Haus zu helfen. Hunde darf man offensichtlich auch halten und wenn man sich die Leute ansieht, dann erkennt man, dass man schlimmere Nachbarn haben kann.

Salzsäule
Antwort an  Salzsäule
1 Monat zuvor

Das ist nicht zynisch gemeint. Ich habe auch mal mit einem Hund eine Mietwohnung gesucht. Das ist sehr, sehr schwierig. Abgabe kommt da selbstverständlich nicht in Frage und dann wird es schnell eng mit der Zeit, die noch bleibt. In manchen Übergangslösungen bin ich jahrelang geblieben, weil sie ungeahnte Vorteile hatten.

Bernard
1 Monat zuvor

Man KANN NICHT formlos per Videokonferenz kündigen. Es MUSS schriftlich erfolgen. Und ausserdem: Es protestieren zu wenige. „Wir machen auf“ hat auf einmal die Hosen voll.

Jessica und Emma
Antwort an  Bernard
1 Monat zuvor

Guten Tag, Bernard,

die Kündigungen erfolgten schriftlich. Man hat uns in einer Telefonkonferenz die „Ad-hoc-Schließung“ des Projektes angekündigt.

Beste Grüße,

Jessica und Emma

WOK
1 Monat zuvor

Die Geschichte kommt mir seltsam vor. Einen Wohnungsmietvertrag kann der Vermieter nicht einfach kündigen – höchstens wegen Eigenbedarf. Bei Jobverlust kann man H4 beantragen und die Miete wird damit weitergezahlt. Gegen unberechtigte Kündigungen kann man vor Gericht ziehen. Und „mündlich per Telefon“ ist sowieso zweifelhaft.
Wahrscheinlich so eine naive grüne Trulle, die irgendwelche wirren Verträge ohne zu lesen unterschrieben oder gleich alles mündlich gemacht hat. Hat mit Corona also nichts zu tun….

Ana D.
Antwort an  WOK
1 Monat zuvor

Wenn der Mietvertrag an den Arbeitsvertrag gekoppelt war, dann verliert man mit Verlust des Arbeitsplatzes sehr wohl die Wohnung. Und gerade bei Verkauf kann wegen Eigenbedarf (durch den neuen Eigentümer) gekündigt werden oder wegen umfassender Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Das Ganze war ja wohl kein normaler Wohnungskomplex, sonder gewerblich.

Jessica und Emma
Antwort an  WOK
1 Monat zuvor

Liebe*r WOK,

ich habe Ihren Kommentar gelesen und fühlte mich beim Lesen betroffen. Betroffen und traurig darüber, dass Sie, als Mensch, der mich nicht kennt, über mich urteilen und anstatt nachzufragen, ihre Fantasien über mich als Tatsachen annehmen. Es ist für mich auch schwer, in Ihre Worte ein aufrichtiges Interesse reinzuinterpretieren. Ich möchte dennoch auf Ihre nicht gestellten Fragen antworten, weil es mir wichtig ist, dass mein Erlebtes hier nicht als erfunden oder „selbst schuld“ abgewertet wird. Deswegen ein paar Fakten zum besseren Verständnis: ich habe einen Mietvertrag, in dem Klauseln enthalten sind, auf die sich meine Ex-Chefin und Noch-Vermieterin in ihrer fristgerechten Wohnungskündigung berufen hat. Zum Einen: Ende des Arbeitsverhältnisses=Ende des Mietverhältnisses. Das ist nicht so ganz einfach für sie damit durchzukommen, weil es das Projekt hier nicht mehr gibt und somit auch kein Bedarf besteht, meine Wohnung an eine neue Mitarbeiterin zu vermieten. Als 2.Kündigungsgrund: Ende des Pachtverhältnisses ( zwischen meiner Vermieterin als Pächterin des Hofes und dem Eigentümer als Verpächter )= Ende des Mietverhältnisses. Da sieht es für mich dann schon schlecht aus, weil sie sich inzwischen aus dem Pachtverhältnis rausgekauft hat und der Eigentümer ganz klar will, dass ich räume, weil er hier keine Mieter möchte ( auch da stehen finanzielle Interessen seinerseits dahinter ).

Ich finde Ihren Kommentar, ich sei eine „naive grüne Trulle“ fast schon zu witzig, um gekränkt zu sein. Dennoch wünsche ich mir einen respektvollen Umgang und fänd es schön, wenn Sie Ihre Wortwahl überdenken. Was die Menschheit braucht ist Gefühl und nicht noch mehr desselben, was uns alle hier her geführt hat, wo wir jetzt sind.

Wenn Sie juristisch ausgebildet sind und Tipps für mich haben, Sachverhalte kennen, die mein Anwalt übersehen haben könnte, dann bin ich offen dafür. Aber aus Ihrem, woher auch immer rührenden Gefühl, hier stimme etwas nicht, mich zu beleidigen und den Artikel in seiner Glaubwürdigkeit zu diffamieren, finde ich nicht in Ordnung.

Aber ich stimme Ihnen zu: es gibt Geschichten, Menschen, Erfahrungen, wo Mensch eigentlich nur den Kopf schütteln und denken kann: „Das kann doch nicht wahr sein!“…Leider ist meine Geschichte wahr. Ich habe vollkommen frei von Naivität und Euphorie doppelte Mieten bezahlt, monatelang bis meine Probezeit für bestanden erklärt und mir eine langfristige Zusammenarbeit zugesichert wurde. Dann erst habe ich meine Berliner Wohnung aufgegeben. Und 1 Woche nachdem die Berliner Wohnung neu vermietet war, wurde ich hier ( wie alle Kollegen ) gekündigt. Wenige Tage übrigens nachdem hier neue Kollegen eingestellt wurden und der Personalmangel und meine 80 Stunden Arbeitszeit pro Woche endlich ein Ende finden sollten. Auch das unfassbar: Menschen werden angestellt und verlieren nach nur 1 Woche wieder ihren Job wegen Projektschließung. Zum Nachdenken: nur, weil eine Person zum Beispiel Geschäftsführer eines Jugendhilfeträgers oder Bundeskanzler eines Landes ist, sollte man nicht davon ausgehen, dass dieser Mensch psychisch gesund und der Humanität verschrieben ist. Leider.

Wenn Sie, liebe*r WOK, weitere Fragen haben zu meinen Erlebnissen, so bin ich immer offen dafür.

Alles Liebe für Sie,

Jessica und Emma

MLA
Antwort an  Jessica und Emma
1 Monat zuvor

Liebe Jessica und Emma,

wie ist die Lage inzwischen? Ich denke, die vielen „Ratschläge“ hier ändern noch gar nichts. Melde dich per mail oder gib mir deine Bankverbindung, dann starte ich mit einem Hunderter. Wer kann noch etwas beisteuern? Alles Gute und Liebe Grüße M

Jessica und Emma
Antwort an  MLA
1 Monat zuvor

Liebe M,

danke für dein Interesse an unserer Situation. Letzte Woche ist das Gerichtsurteil zur Räumungsklage ergangen und leider habe ich verloren, weil das Gericht entscheidende Sachverhalte nicht zur Kenntnis nehmen konnte, da die mündliche Verhandlung bereits geschlossen war. Ich bin verklagt worden, die Wohnung bis spätestens 31.03. zu räumen.

Ich habe viele mitfühlende, berührende Zuschriften und Angebote erhalten, von denen aber leider bislang keines gepasst hat. Dennoch auch an dieser Stelle von Herzen danke an euch alle! Jede einzelne Zuschrift hat mir Hoffnung geschenkt.

Es gibt ein Grundstück mit renovierungsbedürftigem Hexenhäuschen, das ich pachten könnte. Allerdings fehlen mir die handwerklichen Fähigkeiten und die finanziellen Mittel, um das Haus herrichten zu lassen. Ich suche und hoffe weiter, Trost schenkt mir, dass der Frühling naht 🙂

@M: Ich würde dir gern per e-mail schreiben, aber ich habe deine e-mail-Adresse ja nicht…Du kannst an die Redaktion Reitschuster schreiben und dann wird mir deine mail weitergeleitet. Ich melde mich dann.

Ganz herzliche Grüße und Alles Liebe,

Jessica und Emma

 

Brigitte
Antwort an  Jessica und Emma
17 Tage zuvor

Liebe Jessica, der Artikel hat mich sofort angesprochen. Wir möchten Dir gern helfen und Dir kostenlos unsere kleine Einliegerwohnung zur Verfügung stellen. Kleiner Haken: Wir wohnen in Bayern auf dem Land. Hier bei uns gibt es sehr viele soziale Träger und auch ein Wohnprojekt für Jugentliche. Wenn Du Interesse hast, melde Dich bitte.

Harald_K
1 Monat zuvor

Das sind die Kollateralschäden des „New Normal“ (allein diesen Begriff einzuführen, den nahezu alle Massenmedien kritiklos übernommen haben, ist schon krankhaft), die im Wesentlichen der Bevölkerung vorenthalten werden. Auch die Beendigung des Wohnprojekts gehört dazu. Und wer das nicht gut findet, der muss sehen, wo er bleibt. Die Erfahrungen mit Behörden, Servicestellen usw. habe ich im Übrigen auch gemacht. Persönliche Vorsprachen unerwünscht, Servicetelefone nicht erreichbar, Mailkontakt dauert bestenfalls Wochen, was fatale Konsequenzen haben kann, wenn man nichts angespart hat (was ich Gott sei Dank habe, aber ich bekomme auch Fälle im Umfeld mit, wo das nicht der Fall ist und wo die Leute sich tagtäglich zermürben mit Warten auf behördliche Entscheide etc., während ihr Geld dahin schmilzt). Unglaublich, was hier seit Monaten abgeht.

Bernard
Antwort an  Harald_K
1 Monat zuvor

Es protestieren zu wenige. Und zu viele JUNGE Menschen stehen hinter dieser Politik.

michel
1 Monat zuvor

im wendland, der hochburg der grünen khmer leben eh nur hochgradig debile vollidioten in ihrem zusammengefrickelten traumwelt.

Harald_K
Antwort an  michel
1 Monat zuvor

Kann ich bestätigen, habe dort einige Leute kennenlernen dürfen bzw. eher müssen. Hinter der zur Schau getragenen humanistischen Fassade lauern oft Abgründe, denen man besser nicht zu nahe kommt, wenn man seine Integrität nicht einbüßen will. Ziemlich strange teilweise und man begibt sich dort besser nicht in Abhängigkeit, denn dann fallen die Masken recht schnell und der autoritäre Charakter hinter der Fassade kommt zum Vorschein. „Grüne Khmer“ triffts im Grunde exakt.

Kati
1 Monat zuvor

kann man irgendwie helfen?

Boris Reitschuster
Antwort an  Kati
1 Monat zuvor

Am besten eine kurze Mail an [email protected]. Besten Dank im Voraus!

Boris Reitschuster
1 Monat zuvor

Die Not von Restaurationsbetrieben und von Veranstaltungsstätten ist verständlich. Während die meisten Menschen so gut wie nichts von einem Lockdown spüren, haben diese Wirtschaftszweige wirklich zu kämpfen.

Natürlich geht es nicht, einfach so „aufzumachen“. Wir wären ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir jetzt, wo mehrere Impfstoffe vorhanden sind, uns noch der Gefahr aussetzen, dass unser Gesundheitssystem überlastet wird und hunderttausende Menschen sterben müssen, weil eine erforderliche Behandlung schlicht nicht mehr möglich ist.

Uns wurde halt die „Gnade der späten Geburt“ zuteil. Unsere Gesellschaft hat die technische Möglichkeit, sich gegen das Virus zu wehren. Vor 100 Jahren hatten die Menschen nur die Möglichkeit, in der Kirche zu bitten, dass sie nicht von der Spanischen Grippe infiziert wurden. Häufig war das nicht erfolgreich. Die Spanische Grippe hat viel mehr Menschenleben gefordert als der 1. Weltkrieg.

DerHorst
Antwort an  Boris Reitschuster
1 Monat zuvor

Hallo Herr Reitschuster,

bitte kennzeichnen Sie doch satirische Kommentare auch als solche, ansonsten verliere ich noch die positive Meinung von Ihnen, die ich mir in letzter Zeit anhand Ihrer Corona-Berichterstattung aufgebaut hatte!
Für den Fall, dass das doch ernst gemeint sein sollte:
„Während die meisten Menschen so gut wie nichts von einem Lockdown spüren.“
Ihre eigene Kolumne ist doch angetreten, das Gegenteil zu zeigen.
„Natürlich geht es nicht, einfach so „aufzumachen“.
Es geht ja auch nicht, einfach weiterzufilmen, wenn die Polizei sagt, mal solle aufhören. Es geht auch nicht, zu demonstrieren, wenn in der Zeitung steht, dass da Rechte mitlaufen. Und so weiter.
„Wir wären ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir jetzt, wo mehrere Impfstoffe vorhanden sind, uns noch der Gefahr aussetzen, dass unser Gesundheitssystem überlastet wird und hunderttausende Menschen sterben müssen, weil eine erforderliche Behandlung schlicht nicht mehr möglich ist.“
Glauben Sie ernsthaft, dass die jetzt auf den Markt gekommenen Impfstoffe die Pandemie überwinden werden? Oder dass es ohne die Maßnahmen der Regierung hunderttausende Tote gegeben hätte bzw. geben würde? Oder dass es keine anderen Behandlungen gibt außer Impfen und Beatmen?
„Unsere Gesellschaft hat die technische Möglichkeit, sich gegen das Virus zu wehren. “
Ja, mit Totalüberwachung, Grundrechtsaufgabe und Massenpflichtimpfung, siehe Klaus Schwab.
„Vor 100 Jahren hatten die Menschen nur die Möglichkeit, in der Kirche zu bitten, dass sie nicht von der Spanischen Grippe infiziert wurden. Häufig war das nicht erfolgreich. “
An der Spanischen Grippe ist vieles seltsam, unter anderem, dass NICHT die alten, vorerkrankten gestorben sind, sondern hauptsächlich junge gesunde Männer. Möglicherweise handelt es sich dabei zum Teil auch um Impfschäden, durch die erste Massenimpfkampagne an Soldaten.
Vielleicht hat ja auch jemand Ihren Account gehackt?

Peter Schreiber
1 Monat zuvor

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