Verbotene Fragen? Scholz und seine Corona-Experten – ein Staatsgeheimnis? Die BKP heute

„Mit welchen Fachleuten, die explizite Kritiker der Corona-Maßnahmen und der Impfkampagne sind, hat sich der Kanzler bisher ausgetauscht?“ Diese Frage habe ich heute über das Online-Tool der Bundespressekonferenz an den neuen Sprecher der Bundesregierung, Wolfgang Büchner, gestellt.
Und ich hatte auch gleich eine Nachfrage vorformuliert, die ich dann schnell nachgeschoben hätte:  „Warum tauscht sich der Kanzler nicht mit Kritikern aus?“
Das Problem war nur – wieder einmal wurden meine Fragen nicht verlesen. Da im Saal der Bundespressekonferenz eine 2G-Regel gilt, ist das Online-Tool für mich die einzige Möglichkeit, Fragen zu stellen. Und auch keine vollwertige: Nicht nur, weil man nie weiß, ob sie vorgelesen werden oder ignoriert, sondern weil eine direkte Frage mit Nachfrage im Saal ganz andere Möglichkeiten bietet. Dass man als kritischer Journalist zuerst mittels 2G des Saales verwiesen und dann auch noch mit Online-Fragen ignoriert wird, halte ich für derart hanebüchen, dass ich mir einen Kommentar verkneife, weil er sehr unfreundlich ausfallen würde. Ich bin der Ansicht, hier werde nicht nur ich ausgeschlossen, sondern auch meine Leser. Wie bei vielen anderen Bundespressekonferenzen stellte ich mir die Frage, ob ein großer Teil der Fragen nicht einer freundlichen Buchhaltung bzw. Unterstützung und Stichwortgeben gleichen als kritischem, nachhakendem Journalismus. Sehen Sie sich hier mein aktuelles Video zur Bundespressekonferenz und der Entwicklung an – und lesen Sie unten den Corona-Teil der Bundespressekonferenz heute, um sich selbst ein Bild zu machen.

 

NACHLESE:

Ein Journalist fragte: „Herr Büchner, es zeichnet sich ab, dass von der Bundesregierung weitergehende Maßnahmen ab Januar angestrebt werden. Was ist im Augenblick der Gedanke? Will man den Leuten die Weihnachtszeit mit allen Nebenwirkungen und Risiken im Hinblick auf die Omikronvariante noch lassen? Vielleicht können Sie uns etwas dazu sagen.“

Regierungssprecher Büchner antwortete, zu dem Thema habe sich der Bundesgesundheitsminister schon geäußert. Und weiter sagte er: „Zu dem Thema, welche weiteren Beschränkungen denkbar sind, werden sich Bund und Länder jetzt austauschen.“ Den Beratungen möchte er hier natürlich nicht vorgreifen. Aber es sei naheliegend, dass es dabei „insbesondere um private Zusammenkünfte, für die heute vielerorts noch eine Obergrenze von 50 Personen indoor und 200 Personen outdoor gilt, um Großveranstaltungen sowie um Bars und Clubs“ gehe. Dies seien die Hauptthemen, die dort zunächst beraten würden. Der Journalist fragte nach, dass das Beratergremium der Bundesregierung davon gesprochen habe , dass man jetzt eigentlich innerhalb von Tagen Maßnahmen brauche.

Büchner antwortete, deshalb sei es gut, dass der Bundeskanzler und der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz sehr schnell reagiert hätten  und die Beratungen schon morgen stattfinden würden.

Bild: Screenshot BPK/Ekaterina Quehl
Text: br

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