Weil alles teurer wird: Millionen Deutsche müssen ihre Haustiere abgeben Tierschützer schlagen Alarm

Alles wird teurer. Und das trifft vor allem die Schwächsten. Und dazu gehören auch die Haustiere. Jetzt schlägt der Deutsche Tierschutzbund Alarm: „Wir sind in großer Sorge, dass viele Menschen bei den Haltungskosten an ihre finanziellen Grenzen kommen und die Tiere abgeben“, sagte Lea Schmitz von dem Verband der „Bild“.

Laut einer aktuellen Umfrage von felmo, den mobilen Tierärztinnen und Tierärzten, wollen fünf Prozent der Deutschen ihre Haustiere aufgrund der Preissteigerung abschaffen, schreibt das Blatt: „Von insgesamt 34,7 Millionen Haustieren wären immerhin 1,7 Millionen betroffen.“

Die „Bild“ beschreibt das Schicksal von Mops Jessi im Zwinger des Tierheims Bergheim in Nordrhein-Westfalen: „Allein. Und sterbenskrank. Die Hündin litt unter anderem an einer Blutvergiftung und eiternden Zähnen. Ihre Besitzer konnten die Kosten für die rettende Operation nicht aufbringen und gaben die Hündin schweren Herzens ab.“

Die Zeitung warnt: „So wie Jessi könnte es bald vielen Haustieren gehen. Deutschlands Tierheime befürchten eine Abgabewelle.“ Eine der Ursachen: Ab dem 22. November wird auch der Besuch beim Tierarzt teurer. Um sage und schreibe mehr als anderthalb mal. So wird der Preis für die allgemeine Untersuchung einer Katze von 8,98 Euro auf satte 23,62 Euro steigen. Die analogen Kosten für einen Hund wachsen von 14,47 Euro auf 23,62 Euro.

Lange Wartelisten

Dabei sind viele Tierheime laut „Bild“ bereits heute überlastet – infolge der Corona-Politik. Demnach haben sich viele Menschen im Lockdown Vierbeiner angeschafft, und wollten sie dann nach der Lockerung wieder loswerden, weil es ihnen zu viel wurde: „Vielerorts gibt es Aufnahmestopps, die Wartelisten sind lang – neben Corona-Tieren hoffen nun auch Teuerungs-Tiere auf Rettung.“

Dabei zeigen sich manche Tierbesitzer extrem rücksichtslos. Schäferhundmischling Luna (11) wurde laut „Bild“ von ihren Haltern einfach beim Umzug zurückgelassen. Weil sie ihnen zu teuer wurde. „Sie saß fünf Tage allein in einer verlassenen Wohnung, bis Nachbarn ihr Kratzen an der Tür hörten“, berichtet Dr. Annett Stange, Leiterin des Tierschutzligadorfes in Neuhausen/Spree (Brandenburg), der Zeitung. Die Veterinärin versucht nun, Luna wieder aufzupäppeln.

Ein solches „Aufpäppeln“ bräuchten dabei auch viele Tierheime selbst. Sie kämpfen um ihre Existenz, weil die Ausgaben für Futter, Energie und medizinische Versorgung der Tiere massiv steigen, und gleichzeitig das Spendenaufkommen deutlich sinkt.

Die Prahlerei von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, wir würden „im besten Deutschland aller Zeiten“ leben, kommt einem angesichts solcher Nachrichten einfach wie Hohn vor.

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Bild: Shutterstock

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