Wenig Anteilnahme am Tod von Benedikt XVI. Umfrage von INSA

Empathie und Mitgefühl sind wesentliche Bestandteile einer Gesellschaft. Wie hoch sie entwickelt sind, zeigt, wie human eine Gesellschaft ist. Man kann zu Benedikt XVI. stehen, wie man will. Ich zum Beispiel sehe ihn durchaus differenziert. So fern es mir liegt, ihn zu verteufeln, so weit bin ich davon entfernt, ihn zu verehren. An seinem Tod habe ich dennoch Anteil genommen – einfach von Mensch zu Mensch. Genauso wie etwa am Tod von Boris Jelzin, dem ich immer überaus kritisch gegenübergestanden bin. Umgekehrt hat  ein öffentlich-rechtlicher Journalist Benedikt XVI. noch auf dem Totenbett als verschimmeltes „Pausenbrot“ verhöhnt (siehe hier). Vor diesem Hintergrund finde ich die Frage spannend, wie viele Menschen in Deutschland am Tod des emeritierten Papstes Anteil genommen haben. Das Meinungsforschungsinstitut „Insa“ hat dazu mehr als 2.000 repräsentativ ausgewählten Menschen in Deutschland per Telefon und Online befragt.

Konkret legten die Meinungsforscher den Befragten folgenden Satz vor und baten um ihre Einstellung dazu: „Ich habe am Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Anteil genommen.“

 

Die absolute Mehrheit von 61 Prozent der Befragten hat am Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. keinen Anteil genommen. Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) hat dies hingegen getan. Jeweils sieben Prozent können und wollen hierzu keine Auskunft erteilen.

 


Sämtliche Altersgruppen haben jeweils absolut-mehrheitlich am Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. keinen Anteil genommen (57 – 66 Prozent). Mit steigendem Alter steigt der Anteil derer, welche Anteil am Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. genommen haben, von 17 Prozent bei den jüngsten bis auf 29 Prozent bei den ältesten Befragten an.

 

Auch wenn bei sämtlichen Religions- bzw. Konfessionsgruppen der Anteil derer überwiegt, welche am Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. keinen Anteil genommen haben, geben dies evangelisch-landeskirchliche (62  Prozent) sowie konfessionslose Befragte (75 Prozent) deutlich häufiger an als die anderen Religionsgruppen (45 – 52  Prozent). Erwartungsgemäß haben römisch-katholische Befragte (41 Prozent) am häufigsten Anteil am Tod von Papst Benedikt XVI. genommen, gefolgt von freikirchlichen Befragten (37 Prozent; Rest: 15 – 27 Prozent).

 

Alle Wählergruppen haben jeweils mehrheitlich am Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. keinen Anteil genommen (49 – 75 Prozent), wobei Wähler der Union dies häufiger als die anderen Wählergruppen getan haben (36  Prozent gegenüber 18 bis 28 Prozent bei den anderen).

Dass selbst bei den Katholiken nur eine deutliche Minderheit Anteil am Tod des emeritierten Papstes genommen ist, ist in meinen Augen eine Überraschung. Eine Interpretation kann ich Ihnen dazu leider nicht liefern. Nur Interpretationsvorschläge. Eine mögliche Ursache ist, dass Benedikt XVI. als Person viele Menschen nicht ansprach oder sie sogar Antipathien gegen ihn hatten. Eine weitere mögliche Ursache ist eine Abneigung gegen die Kirche allgemein – wobei die besonders bei den Katholiken überraschend, aber auch da plausibel wäre. Viele trennen ja zwischen Amtskirche und eigenem Glauben. Eine weitere Möglichkeit wäre ein allgemeines Nachlassen von Anteilnahme in unserer Gesellschaft. Möglich ist sicher auch ein Zusammenwirken dieser Faktoren. Oder eine weitere Erklärung, die sich mir nicht erschlossen hat. Ich freue mich umso mehr auf Ihre Kommentare!

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