Wo bleiben Breuer? Flasche leer! Der Karl und sein Corona-General

Ein Gastbeitrag von Peter Hahne

Auf unsere Bundeswehr ist Verlass! Wenn sie auch nur 5.000 ausrangierte Rost-Helme aus DDR-Beständen für die Ukraine zu bieten hat, dann doch wenigstens einen leibhaftigen Generalmajor zum Kampf gegen Corona. Doch irgendwie scheint das auch nicht richtig zu funktionieren. Der Abwehrkampf geriet erst ins Stocken und kam dann völlig zum Erliegen. Jetzt muss der Bundestag statt der Bundeswehr nochmal ran.

Denn die neue Mutante von der letzten Mutante rollt unaufhaltsam über die gegen Mutanten ungesicherten deutschen Grenzen. Null Widerstand! Kapitulation vor einem Virus! Typisch Bundeswehr, die sich lieber um tanten- ääähhh schwangerengerechte Panzer, Schminkspiegel in den Spinden und Transgender-Kommandeusen kümmert.

Oder haben Sie jemals wieder etwas von einem gewissen Generalmajor Breuer gehört? Oder von Booster-Kommandeur Drosten? Oder von deren Erfolgen? Im Gegenteil: Während alle Welt sich von dem Masken- und Impf-Irrsinn verabschiedet und das ganz ohne Armee und Generalität, geht’s bei uns jetzt erst richtig los. Die Sommeroffensive des tödlichen Massensterbens nimmt Fahrt auf.

Ja, Corona ist allüberall, nur nicht auf den Demos der Guten. Oder auf den Bahnhöfen der Schutzsuchenden. Oberst hin, General her. Unsere unschuldigen Kinder werden jetzt zwar nicht unter DDR-Helme, doch weiterhin hinter China-Masken gezwungen.

Stabsoberdesinfizierer Lauterbach will das so, und alle machen jubelnd mit. Warum konnte General Breuer das nicht verhindern? Hat der kein Herz, keinen Mumm, keine Logistik, keine Kompetenz? Oder schlicht keine Truppen gegen die Front, sei es gegen Russland oder Corona?

HahneAll das erinnert an die italienische Trainerlegende Giovanni Trapattoni. Der ließ am 10. März 1998 gewaltig einen raus: Nach einer Niederlage gegen den FC Schalke 04 regte er sich in einem Wutanfall über seine Spieler Mehmet Scholl, Mario Basler und Thomas Strunz auf: „Ich bin ein Trainer, nicht ein Idiot! Ein Trainer seh, was passieren im Platz. In diese Spiel wie zwei, drei oder vier Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer….. Strunz! Strunz ist zwei Jahre hier, hat gespielt zehn Spiele, ist immer verletzt. Was erlauben Strunz?“

Ja, was erlauben Karl, ist zwei Monate hier, dessen Politik ist wie eine Flasche leer. Oder besser: dessen Kopf. Immer verletzt, immer wirr, hilf- und machtlos. Und was ist mit Carsten, dem Bundeswehr-General? Wie sagte Henryk M. Broder so richtig, ausführlich zitiert in meinem neuen Buch „Das Maß ist voll“: „Und so, wie sie nach der Niederlage von Stalingrad noch daran geglaubt haben, es könnte irgendwann mal noch einen ‚Endsieg‘ geben, so glauben ganz andere Leute mit derselben Haltung zum Leben daran, man könne Corona auf administrativem Wege besiegen.“

Kaum hatte der damalige Regierungssprecher (übrigens anno dunnemals mein Nachfolger in der „heute“-Sendung) Steffen Seibert den von Angela und Olaf erkorenen Endsieg-Garanten aufs Schild gehoben, meldeten sich als Erstes zwei Claqueure von Rang, quasi die Corona-Cheerleaders vom Dienst: Der große sächsische Staatsmann Kretschmer jubilierte in der Tagesschau, Breuer sei „als ein wichtiger Berater auch hier im Freistaat Sachsen“ bekannt und habe dort eine wichtige Rolle bei der Fluthilfe gespielt. Na, dann kann der doch auch Anti-Nazi-Fluthilfe und Nahkampf gegen die RAF-Spaziergänger!

Noch triumphaler trötete es aus der einst liberalen FDP, gleich mit Vierfach-Namen! Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hängte dem schlicht Carsten Breuer Genannten ganze Wortgirlanden um den Hals: „General Breuer hat sich seit Beginn der Pandemie um Corona-Krisenmanagement und Amtshilfe für Kommunen verdient gemacht“, schrieb sie bei Twitter. „Als Leiter des Kommandos, das für die Bundeswehr im Innern und damit für die Bewältigung nationaler Krisen und Notlagen zuständig ist, ist er genau der Richtige.“

Und uns Carsten selbst: „In ganz Deutschland haben die Menschen auch weiterhin die Gewissheit, dass auf ihre Bundeswehr Verlass ist“, meinte er zum Jahresende 2021. Au weia! Und die ARD jubilierte: „Der General, der die Wende bringen soll!“ Die Wende zu was, bitteschön?!

Bingo! Bleibt die Frage: Und wo ist der Carsten nun? Flasche leer? Was erlauben Kretschmer, Strack-Zimmermann, Tagesschau und Co? Das Virus bedroht Deutschland mehr denn je. Denn es hat ja nur noch Deutschland. Alle anderen Völker sind beziehungsweise haben sich davon inzwischen befreit. Ganz ohne General.

Oder muss der Carsten jetzt bei der Unterbringung zehntausender Schwarzafrikaner helfen, die seit Jahren in unterirdischen Universitäten der Ukraine „Studierende“ waren und nun ohne Masken, ohne Impfung, ohne Sprachkenntnisse und vor allem ohne Pässe westwärts nach Deutschland strömen? Nur mal so eine Frage. Weil: Ich als Bürger seh, was passieren im Platz …

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Peter Hahne, geb. 1952, war Vorgänger von Petra Gerster als Moderator der ZDF-Hauptnachrichtensendung „heute“. Sein neuestes Buch „Das Maß ist voll! — in Krisenzeiten hilft keine Volksverdummung“ erreichte auf Anhieb Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste  (Quadriga/Lübbe-Verlag).

Bild: Shutterstock
Text: Gast

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