Woher kommt der Hass? Schweigemarsch in Berlin

Die meisten von uns spüren die tiefen Gräben, die sich inzwischen durch unsere Gesellschaft ziehen. Die Frontlinien verlaufen durch Betriebe, Vereine, Freundeskreise und Familien. Heute in Berlin war der Graben beim Schweigemarsch der Corona-Maßnahmen-Kritiker geradezu mit Händen zu spüren. Genauer gesagt: Bei den Gegendemos. Ich war dreieinhalb Stunden mit der Kamera im Livestream dabei. Und habe für Sie die in meinen Augen wichtigsten Szenen zusammengeschnitten. So sehr ich mich bemühe, nach allen Seiten kritisch zu sein, so sehr empfehle ich Ihnen immer, sich aus unterschiedlichen Quellen zu informieren und unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven kennenzulernen. So habe ich etwa keine Nazis auf der Kundgebung gesehen. Ich bekam einen Kommentar von einer Zuschauerin, die schrieb, ich würde sie einfach nicht erkennen. Ich bin nicht im Besitz der Wahrheit. Ich kann nach bestem Wissen und Gewissen das schildern, was ich sehe. Ein anderer Kommentator warf mir vor, ich sei subjektiv. Auch das kann ich nicht gänzlich zurückweisen. Erstens bin ich überzeugt, dass wir alle subjektiv sind. Umso mehr in einem Livestream, der immer sehr viel emotionaler ist als Texte. Selbst in einer Nachrichtensendung ohne Kommentare ist durch die Auswahl der Nachrichten ein großer subjektiver Faktor vorhanden. Wir sind alle Menschen und keine Roboter. Wenn man auf einer Veranstaltung wie heute ständig von einer Seite angefeindet wird, ist es klar, dass dabei auch Emotionen und damit subjektive Momente ins Spiel kommen. Aber ich habe großes Vertrauen in meine Leser und bin sicher, sie sind klug genug, um das zu berücksichtigen. Und sich aus unterschiedlichen Quellen informieren. Hier der Zusammenschnitt.

PS: Ein Leser schrieb: Ich war auf dem Schweigemarsch. Neben mir lief zeitweise ein älterer Herr. Er war ca. 70 Jahre alt und augenscheinlich aus der Türkei oder vielleicht dem Iran stammend. Ich habe ihn nicht gefragt woher. Er sprach mich empört an und sagte: „Jetzt muss ich mich hier als Nazi beschimpfen lassen. Als ich nach Deutschland kam, dachte ich,die Deutschen seien gebildet. Dichter und Denker usw.“
YouTube player
[themoneytizer id=“57085-1″]
Bild: Boris Reitschuster
Text: br
[themoneytizer id=“57085-2″]
[themoneytizer id=“57085-3″]
[themoneytizer id=“57085-16″]

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hat inzwischen bis zu 53,7 Millionen Aufrufe – im Monat. Und sie hat mächtige Feinde. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!
Meine Bankverbindung: Empfänger Boris Reitschuster, Verwendungszweck: Zuwendung, IBAN  LT18 3190 0201 0000 1014, BIC: TEUALT22XXX (kostenlos und ohne jede Gebühr als SEPA-Überweisung).
Bitcoin: Empfängerschlüssel auf Anfrage.
Möglichkeiten für eine Patenschaft: Via Dauerauftrag auf die obige Bankverbindung. Unterstützen Sie meine Arbeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.