Virologenlästerung? YouTube zensiert jetzt auch für Drosten Kritik an Virologen offenbar nicht mehr erlaubt

„Welche Rolle spielt der Virologe Prof. Drosten in der Corona-Krise? Der Pandemie-Veteran profilierte sich schon bei den vorangegangenen Virus-Alarmen als PCR-Retter, zusammen mit anderen Protagonisten, die auch 2020 wieder auftauchen. Der Autor und Investigativ-Journalist Dr. Walter van Rossum hat in seinem Buch ‘Meine Pandemie mit Prof. Drosten – vom Tod der Aufklärung unter Laborbedingungen‘ am roten Faden Drosten die Corona-Ereignisse minutiös und weltweit zusammen- und Verbindungen hergestellt. Ein Gespräch über ehrgeizige Wissenschaftler, globale Hintergründe, katastrophale Kollateralschäden und das seltsame Verhalten der klassischen Medien.“ Mit diesem Text hat Milena Preradovic, die unter anderem im Fernsehen bei RTL bekannt wurde, ihr aktuelles Video auf ihrem erfolgreichen Youtube-Kanal Punkt.Preradovic hochgeladen. Der Streifen war keine zwei Tage online. Schon schlug die Youtube-Zensur wieder zu. Aus Solidarität mit der Kollegin bringe ich das Interview hier (siehe unten) – aber nicht nur aus Solidarität. Denn ich bin überzeugt, dass das Video auch für Sie, liebe Leserinnen und Leser, sehr interessant ist. Allein der Fakt der Zensur zeigt das.

Die Zensur-Praxis von Youtube ist in meinen Augen skandalös. Gerade hat mich ein Kollege in einem Interview gefragt, was ich für Erfahrungen mit den sozialen Netzwerken gemacht habe. Seine Frage: „Gab es von Seiten der Sozialen Netzwerke jemals Sanktionen oder Ermahnungen gegen Sie?“  Hier meine Antwort: „Von Twitter nie, Facebook hat mich wegen eines harmlosen Witzes gesperrt, und das dann von sich aus revidiert. Youtube/Google schikaniert mich regelrecht. Vier Videos wurden gelöscht, mein Account gesperrt. In einem Fall habe ich mich vor Gericht erfolgreich dagegen gewehrt. In einem weiteren Fall lenkte Youtube von sich aus ein. Zwei Fälle sind neu und ich überlege noch, ob ich gerichtlich vorgehe. Youtube hat mich seit Monaten von der Monetarisierung ausgeschlossen, sogar Gelder, die Unterstützer extra für mich gezahlt haben, hat Youtube einbehalten. Youtube lässt alle Schreiben faktisch unbeantwortet. Man spricht gegen eine Wand. Ich erspare mir dazu einen Kommentar, denn der wäre nicht druckreif.“

Im Gespräch mit der Kollegin Preradovic (hier ihre Webseite) haben wir uns heute Gedanken gemacht über Auswege. Eine Idee war, auf Youtube nur noch kurz Videos anzukündigen, und diese dann auf anderen, zensurfreien Plattformen hochzuladen. Was halten Sie davon?

Besonders schlimm finde ich die unerträgliche Arroganz von Youtube bzw. Google. Sie ignorieren einfach alle Anschreiben. In meinem Fall haben sogar prominente Politiker, auch aus dem Regierungslager, direkt aus dem Bundestag Anfragen an Google geschickt wegen der Zensur gegen mich. Google ignoriert das alles. Ich hoffe, auch hier wird längerfristig gelten: Hochmut kommt vor dem Fall. Immer wieder fragen mich Leser, warum ich nicht einfach von Google weggehe. Weil ich mir dort einen Zuschauerstamm von mehr als 120.000 Abonnenten aufgebaut habe. Niemand von Ihnen würde freiwillig schnell das Haus verlassen, das er mühsam mit viel Schweiß aufgebaut hat, nur weil der Verpächter plötzlich schikaniert. Bevor man es aufgibt, muss man sich wehren. Das Gesetz ist auf der Seite von Preradovic, mir und vielen anderen: Als Monopolist muss sich Google an das Grundgesetz halten. Aber sie pfeifen darauf, in der Gewissheit, finanziell den längeren Atem zu haben. Auch hier wieder verkneife ich mir jeden Kommentar, weil er nicht druckreif wäre.

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Bild: Punkt.Preradovic
Text: br

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