Die große Umpolung: „Der Staat ist gekapert durch mächtige Interessen“ Max Otte erzählt, wie er sein Land verloren hat

„Wir definieren Begriffe um, wir deuten sie um, man spricht von ‚länger hier Lebenden‘, von ‚Fachkräften‘, das Ganze hat eine gewisse Agenda, gewisse Ziele, wir haben es mit einem real existierenden Finanzkapitalismus zu tun, einer Kumpanei von politischen Eliten, Konzerneliten und sehr vermögenden Menschen, die sich die Gesetze nach Gutdünken schreiben“, glaubt der Wirtschafts-Experte und Bestseller-Autor Max Otte: „Der Staat ist größtenteils gekapert durch mächtige Interessen. Die Finanzbranche hat die Politik gekapert, Hollywood ist auch mächtig, jetzt kommt das Silicon Valley als sehr, sehr mächtiger Player dazu. Früher sprach Präsident Eisenhower von einem militärisch-industriellen Komplex, heute haben wir einen „militärisch-industriellen-medialen Technologie-Komplex“. Der Professor spricht von einer „Zerstörung dessen, was viele von uns als Rechtsstaat sehen“. Es gebe einen Gleichklang der Interessen von Finanzkapitalismus und linker Politik, so Otte.

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Hier geht es zum neuen Buch von Otte:

 

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Gerade in schwierigen Situationen ist es wichtig, diese aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln und Perspektiven zu betrachten. Ich glaube, niemand kann bestreiten, dass wir derzeit in einer sehr schwierigen Situation leben. Die Mehrzahl der Menschen, die dieser ausgesetzt sind, hat in ihrem Leben keine massiven Umbrüche erlebt – ich spreche natürlich von gesellschaftlichen, nicht von privaten. Ich erinnere mich gut, wie ich früher über meine Großmutter lachte, wenn diese von schweren Zeiten erzählte und mich warnte, dass dies wiederkommen könnte. Ich konnte damals natürlich nicht ahnen, dass ich selbst einmal in einer ähnlichen Situation wie meine Großmutter sein würde.

Nachdem es mich aus dem heimischen Augsburg 1990 in die Sowjetunion verschlug, und nachdem ich 1999 dort die Leitung des Focus-Büros übernommen hatte, erlebte ich heftigste gesellschaftliche Umbrüche, Krisen, Inflation, Terroranschläge, Bürgerkrieg und Krieg am eigenen Leib. Ich könnte das nun alles lange schildern, Ihnen herzerweichende Geschichten erzählen von Freunden und Bekannten, denen mitten im Leben der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Solche Erfahrungen prägen. Sie prägen mich genauso, wie sie einst meine Großmutter geprägt haben. Wer in tiefe Abgründe geblickt hat, sieht mit etwas anderen Augen auf die Welt.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Bild: Trinet Uzun/Shutterstock
Text: red


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