Die Sozialmechaniker. Warum unsere Politik versagt Analyse einer Spezies

Ein Gastbeitrag von Alexander Fritsch

„Bei uns ist ein Berufspolitiker im Allgemeinen weder ein Fachmann noch ein Dilettant, sondern ein Generalist mit dem Spezialwissen, wie man politische Gegner bekämpft.“
(Richard von Weizsäcker – im Gespräch mit Gunter Hofmann und Werner A. Perger, 1992)

Zu einer erfolgreichen Strategie gehört seit jeher das Verschleiern.

Das gilt für alle Strategien: die militärische, die ökonomische und die politische. Man versucht, das Gegenüber – den militärischen Feind, den ökonomischen Wettbewerber, den politischen Gegner – über die eigenen Ziele möglichst im Unklaren zu lassen.

Sprache ist verräterisch

In der Politik ist Sprache eines der wichtigsten Instrumente überhaupt, deshalb ist die Kontrolle über Sprache ein wichtiger Bestandteil vor allem jeder politischen Strategie. Aus dem Englischen haben wir dafür den Begriff „Spin“ übernommen, auf Deutsch heißt das ungefähr so viel wie „Dreh“: Man sucht nach dem richtigen sprachlichen Dreh, um die eigenen Absichten möglichst wirksam zu verschleiern.

Das ist ein Grundprinzip der politischen Kommunikation – oder besser: Es war eines. Denn in diesen Corona-Zeiten hat sich viel geändert. Unter anderem halten sich unsere Regierenden immer seltener damit auf, nach einem „Spin“ zu suchen. Stattdessen sagen sie immer öfter immer unverblümter, was sie wirklich denken und was ihre wirklichen Ziele sind.

Das hat viel damit zu tun, dass die meisten Politiker in Deutschland (sofern sie nicht von der AfD kommen) kaum noch befürchten müssen, dass ihre politische Strategie in der Öffentlichkeit grundsätzlich hinterfragt wird. Denn in den großen strategischen Fragen hat sich (von der SED/PDS/Linken bis zur FDP, von der ARD bis zu RTL) eine Art polit-mediales Kartell gebildet, das prinzipielle Kritik an den derzeitigen Grundlinien der deutschen Politik nicht zulässt – als da sind:

  • für mehr Staat und weniger Freiheit
  • für mehr Staats- und weniger Marktwirtschaft
  • für Masseneinwanderung
  • für mehr EU-Zentralismus und weniger nationale Souveränität
  • für Ergebnisgleichheit statt Chancengerechtigkeit.

Wie jedes Kartell, so hat auch dieses so viele Nachteile, dass man das Internet damit vollschreiben könnte. Aber es hat auch einen Vorteil: dass wir nicht mehr so viel über mögliche politische Absichten spekulieren müssen wie früher. Wir können – nicht immer, aber immer öfter – die Äußerungen unseres politischen Personals zum Nennwert nehmen.

„Man muss die Zügel anziehen.“
(Angela Merkel – am 17. August 2020)

Sprache ist verräterisch. Auch die Bundeskanzlerin empfindet offensichtlich immer weniger das Bedürfnis, ihre Weltsicht vor der Welt zu verschleiern. Das Streben nach immer härteren Anti-Corona-Beschränkungen wird nicht mehr kunstvoll verbrämt.

Das Volk ist ein Gaul, dem man (je nachdem, wie es dem Reiter gefällt) die Sporen geben kann, um ihn anzutreiben – oder dem man die Zügel anzieht, um ihn zu bremsen bzw. zu noch perfekterem Gehorsam abzurichten.

Hier zeigt sich erstens eine autoritäre Gesinnung, die es erschreckenderweise gar nicht mehr nötig zu haben meint, mühsam hinter Sprach-Spin versteckt zu werden. Das für sich ist schon schlimm genug, widerspricht es doch in jeder Pore dem Geist unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

Noch schlimmer, zweitens, ist das grundlegende Missverständnis von Gesellschaft. Der Ausbruch der Corona-Pandemie vor etwa einem Jahr hat Tendenzen offengelegt, die es in Deutschland schon lange – auch lange vor Angela Merkel – gab, die sich aber vor allem in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontinuierlich verstärkt haben und die jetzt letztlich dazu führen, dass unsere Politik versagt.

Denn die Gesellschaft funktioniert eben nicht wie ein Pferd, dass man mit primären Reizen (Schmerz oder Belohnung) einfach konditionieren kann. Die Gesellschaft funktioniert auch nicht wie eine Maschine, bei der man oben „Kontaktbeschränkung“ einwirft – und unten kommt ein Inzidenzwert von, sagen wir: „sieben“ heraus.

Die Gesellschaft funktioniert nicht mechanisch, nicht linear, nicht eindimensional

Wir erleben das, unendlich schmerzhaft, auch in der Wirtschaftspolitik. Und auch hier ist Sprache verräterisch: Man wolle die Wirtschaft „mit Augenmaß wieder hochfahren“, irgendwann, sagt unermüdlich Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

Aber man kann eine Volkswirtschaft nicht nach Belieben herunter- und dann sozusagen per Knopfdruck wieder hochfahren. Wertschöpfung ist keine Deckenlampe, die mal dunkler und mal heller leuchtet – je nachdem, in welche Richtung die Politik gerade den Dimmer dreht. Das ist eine geradezu lächerliche Vorstellung von ökonomischen Zusammenhängen und von unternehmerischen Abläufen.

So funktioniert Wirtschaft nicht – das weiß jeder, der mal in der Wirtschaft tätig war. Deutschlands Wirtschaftsminister war nie in der Wirtschaft tätig.

Jede sozialmechanische Politik muss an der komplexen Gesellschaft scheitern

Und sie scheitert grandios. In Berlin zeigt die Politik den Menschen seit ein paar Jahrzehnten, dass man sich nicht an Gesetze halten muss: Im Görlitzer Park dürfen Drogenhändler nicht nur unbehelligt, sondern von grünen Politikern geradezu gefördert ihren illegalen Geschäften nachgehen. In der Rigaer Straße hält ein grüner Politiker seine schützende Hand über gewaltbereite Hausbesetzer.

Auch die Politiker selbst nehmen es mit den Gesetzen nicht allzu genau. Der grüne Justizsenator lässt Ermittlungen gegen einen Parteifreund verhindern. Der SPD-Innensenator lässt Demonstrationen von Kritikern rechtswidrig verbieten. Der Kultursenator von der SED/PDS/Linken wird verdächtigt, einem Gericht manipulierte Dokumente vorgelegt zu haben.

Und jetzt wundern sich genau diese Politiker, dass sich die Berliner nur zögerlich an die Corona-Regeln halten. Im Ernst?

Das alles ist Ausdruck einer unterkomplexen, mechanistischen Sicht auf die Gesellschaft und auf den Menschen. Letztlich zeugt es von einem Mangel an Verständnis für soziale Zusammenhänge.

Man mache sich nichts vor:

Zum einen war Merkels Zitat mit den Zügeln kein Fauxpas – höchstens insofern, als dass dadurch einmal der Blick freigegeben wurde auf ein Weltbild, das knapp zwei Jahrzehnte lang (ganz im Sinne der alten Grundprinzipien der politischen Kommunikation) ein sorgsam gehütetes, vor dem Wahlvolk verstecktes Geheimnis war.

Zum anderen hat die Bundeskanzlerin diese Sicht auf Volk und Gesellschaft keineswegs exklusiv. Angela Merkel ist so zynisch gegenüber dem einfachen Bürger, so indifferent gegenüber dem Grundgesetz und so skrupellos auf ihre egoistischen Interessen fixiert wie der riesengroße Rest unserer politischen Klasse.

Das ist einer der Gründe, weshalb sie auch vom politischen Gegner so verblüffend wenig Widerstand erfährt: Merkel verkörpert den Typus des zeitgenössischen Berufspolitikers wie kaum jemand sonst.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Das ist kein Kompliment.

„Es gibt zwei Arten, aus der Politik einen Beruf zu machen. Entweder, man lebt ‘für‘ die Politik – oder aber: ‘von‘ der Politik.“
(Max Weber – am 28. Januar 1919)

Unser politisches System hat leider Strukturen ausgebildet, die jene schlimmen professionellen Degenerationen von Berufspolitikern zur Folge hatten, die wir heute erleben.

Da ist die Vergütung

Manche – vor allem Politiker selbst – sagen, dass Politiker im Vergleich zu Spitzenleuten in der freien Wirtschaft eher zu wenig als zu viel verdienen würden. Das ist Quatsch.

Zum einen überhöht es den Politikerberuf. Es gibt nur sehr, sehr wenige Politiker, die aus dem Amt ausscheiden und danach in der freien Wirtschaft einen echten Top-Job bekommen. Die meisten landen maximal auf der dritten Ebene – und auch da werden sie mehr für ihr Adressbuch bezahlt als für ihre Qualitäten als Manager.

Zum anderen leiden unsere Parlamente nicht daran, dass die geringe Bezahlung die Hochqualifizierten abschrecken würde – sondern im Gegenteil daran, dass viel zu viele Minderqualifizierte von der Politik angezogen werden, weil sie da viel mehr verdienen können als in ihren bürgerlichen Berufen.

Da ist die Altersversorgung

Die ist, mit Verlaub, einfach nur grotesk verfettet. Die Ruhebezüge von Ex-Politikern sind ein Skandal. Warum zum Beispiel bekommt ein Abgeordneter Übergangsgelder, nachdem er sein Mandat verloren hat, weil er nicht wiedergewählt wurde? Warum wird er finanziell dafür belohnt, dass die Wähler ihm ein schlechtes Arbeitszeugnis ausgestellt haben?

Dass Berufspolitiker eine bessere, überhaupt nur eine andere Altersversorgung bekommen als der normale Bürger, ist ein Grundübel.

Da ist die fehlende Amtszeitbegrenzung

Das ist das vielleicht größte Problem. Es hat, im Zusammenspiel mit den Verdienstmöglichkeiten und der Altersversorgung, zu einer schlicht fatalen Fehlentwicklung geführt: Die meisten Politiker sind von der Politik existenziell abhängig – denn sie sind schon so lange nicht mehr in ihrem bürgerlichen Beruf, dass sie außerhalb der Politik gar keinen anderen Job mehr finden würden.

Inzwischen machen viele gar nicht mehr den Umweg über einen bürgerlichen Beruf, sondern versuchen sofort eine politische Karriere. Für ein Bundestagsmandat bricht mancher, wie der SPD-Vize-Chef Kevin Kühnert, gerne auch das Studium ab.

Im Lebenslauf steht dann: Kreißsaal – Hörsaal – Plenarsaal

Diese Menschen bilden exakt die riesengroße Gruppe von Politikern, die von der Politik wirtschaftlich abhängig sind – und damit von den Parteiführungen, die letztlich über die Aufstellung von Kandidaten für die Parlamente entscheiden.

Im Ergebnis sind die meisten Berufspolitiker wenig mehr als Befehlsempfänger ihrer Parteiführungen. Oder anders: Stimmvieh.

So ist allmählich eine geschlossene Gesellschaft von Parteifunktionären entstanden: eine Kaste von Berufspolitikern, die jeden ernsthaften Kontakt zum richtigen Leben außerhalb der Politik weitgehend verloren hat.

Die Dosis macht das Gift, sagt der Volksmund, und da ist viel Wahres dran.

Das Berufspolitikertum ist nicht per se schlecht. Es sind durchaus Strukturen denkbar, die zumindest weitgehend den schlimmen Fehlentwicklungen vorbeugen würden, die mittlerweile unser ganzes politisches System dysfunktional machen.

Aber ist unser politisches System von innen heraus überhaupt noch reformierbar? Das ist eine spannende Frage. Und eine offene.


Alexander Fritsch, Jahrgang 1966, studierte Volkswirtschaft und Philosophie in Frankreich und Deutschland und arbeitet seit 25 Jahren als Journalist. Außerdem berät er als Business Coach Unternehmen und Verbände, vorrangig bei den Themen Kommunikation und Strategie.

 

 

Bild: pathdoc/Shutterstock
Text: Gast

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Archi.medes
12 Tage zuvor

Die Demokratie ist ja eigentlich der Versuch, die „Intelligenz der Vielen“ oder Schwarmintelligenz zur optimalen Steuerung des Gemeinwesens zu nutzen. Die Schwarmintelligenz funktioniert gemäß vieler wissenschaftlicher Studien exzellent (beliebtes Beispiel: man lasse 200 Leute die Anzahl von Bällen in einem Behälter schätzen. Der Median der Schätzungen liegt immer sehr nahe an der exakten Zahl), aber nur dann, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Die Individuen müssen selbst überlegen und unabhängig Entscheidungen treffen
  • Gleichberechtigte Absprache der Individuen untereinander verbessert die Ergebnisse sogar

Sobald aber Meinungsführer und Influencer die Deutungshoheit an sich reißen und viele „Mitläufer“ auf ihre Meinung vereinen (viele wählen dann den bequemen Weg und machen sich nicht die Mühe, selbst zu denken), sinkt die Qualität der Schätzung gewaltig

  • Diese Tatsache kann jeder selbst auf unsere Demokratie und „unsere“ Propagandamedien übertragen …

Solange markante Gesichter und Emotionen für viele wichtiger sind als Fakten, solange Medien nicht unabhängig und neutral sondern ideologisch manipulativ berichten, solange viele Wissenschaftler den Versuchungen der dunklen Seite (Geld, Macht, Karriere) erlegen sind und deren Ergebnisse als Tarnung und Alibi für politische Entscheidungen genutzt werden, kann die Schwarmintelligenz ihre prinzipielle Überlegenheit nicht ausspielen.

Arne Ausländer
Antwort an  Archi.medes
12 Tage zuvor

„Markante Gesichter“ – ja! Wenn ich immer bei meiner Mutter (ehemalige Hochschullehrerin) wagte, Kritik zu äußern an Leuten, die sie sympathisch fand, Obama z.B., da war Schluß! Keine Diskussion!

Hans Dunst
12 Tage zuvor

Grossartiger Artikel- in jeder Hinsicht: Sprachlich, sachlich- besten Dank.

Phantombürger
12 Tage zuvor

Tja, so ein Berufspolitiker ist ganz typischerweise ein Mensch, der schon meist als Kind sehr gerne zur Schule ging (und da eher gut bis sehr gut war, als schlecht), und da schon immer mindestens Klassensprecher, oder Schulsprecher oder sowas war. Oder/und auch in irgendwelchen Vereinen eine repräsentative Rolle gespielt hat.

Diese Berufspolitiker sind außerdem meist sehr gerne in eine Universität zum studieren gegangen (typischerweise Rechtsverdrehung oder irgendwas mit Finanzen).

Dieses in so einem Hörsaal sitzen, und da sich kluge Reden anhören – und auch selber mal welche halten – ist da deren Welt. Und genau so setzt sich deren Leben im Berufsalltag als Politiker ja dann interessanterweise fort. So ein Regierungsgebäude, und speziell so ein „Plenarsaal“ ist ja sehr ähnlich gestaltet, wie so eine Universität, und so ein Hörsaal. Also sitzen sie weiter in so einem Hörsaal und an Schreibtischen (Schulsituation), und können da ihre Wichtigkeit und schulische Anerkennung weiter ausleben !

Krasses Gegenbeispiel – ein Häuptling z.B. der Lakota Indianer (Nordamerika) !

Bei den Lakota Indianern wird immer das Stammesmitglied, zum Häuptling gewählt, das/der am meisten und die schlimmsten Schicksale im Leben erleiden musste (Frau gestorben, Kinder früh gestorben, irgend welche schweren Verletzungen oder Krankheiten gehabt, Hütte abgebrand und dabei Kinder verbrand… usw.). Motto der Lakota Indianer hier: „Du musst dich im Sturm behaupten. Du musst dem Wind und der Kälte und der Dunkelheit trotzen…“

Und warum ?

„Stärke die durch Unglück erwächst, wird durch die Begegnung mit Unglück nicht schwächer“ sagen sie.

Und von solchen Tugenden sind solche Berufspolitiker, wie wir sie hier kennen, sehr weit entfernt – würde ich sagen !!

Arne Ausländer
Antwort an  Phantombürger
12 Tage zuvor

So formal war das bei den Lakota nicht (nach allem, was ich drüber weiß). Vor allem: „Häuptling“ (engl. Chief) ist ein irreführender Begriff der Weißen. Im Stamm kannte man sich, besonders natürlich diejenigen, die sich hervorgetan hatten. Dementsprechend gewichtig war ihr Wort in der Runde am Beratungsfeuer. Formale Ämter hatten sie nicht! Hatte jemand die Idee zu einem Jagd- oder Kriegszug oder sonst einem nicht-alltäglichen Projekt, dann war er dafür der Anführer, es sei denn er bat jemand anderen darum, sich der Sache anzunehmen. Menschen mit gefestigtem Ansehen konnten aber durchaus auch Aufträge erteilen.  —  Das System „Einfluß auf Basis der Reputation“ sowie „sachbezogene Führung“ wäre wohl schon eine bedenkenswerte Ideengrundlage, auch für uns heute und morgen.

Phantombürger
Antwort an  Arne Ausländer
12 Tage zuvor

Was ich hier besonders hervor heben wollte, ist, dass unsere Politiker in aller Regel reine sog. Erfolgsmenschen sind, die sich daher in „misslungene“ Menschen-Biographien nicht wirklich hinein versetzen können.

Arne Ausländer
Antwort an  Phantombürger
12 Tage zuvor

Ja, in diesem Punkt stimme ich zu (die Lakota wohl auch).

Astrid Habib
12 Tage zuvor

Wenn wir der Gaul sind, wird es Zeit, daß wir die verfluchten Zügel zwischen die Zähne nehmen, durchgehen und den Reiter am nächsten Dornengestrüpp abstreifen.

 

Steve
12 Tage zuvor

Der Soziologe Max Weber hat es auf den Punkt gebracht: Politiker können v o n der Politik oder f ü r selbige leben. Heute beherrschen eindeutig Erstere das Feld und sie leben davon geradezu fürstlich, auch wenn viele kaum qualifiziert sind. Sichere Beamtenposition, hohe Bezüge und üppige Altersversorgung sind ein starker Magnet für Nicht- und Minderleister, wie Markus Krall sie nennt.
In Deutschland hat sich über Jahrzehnte eine regelrechte Parteiendiktatur entwickelt, die alle gesellschaftlichen Institutionen durchdringt, nicht zuletzt die MS-Medien, die mit der herrschenden Politik zum gegenseitigen Vorteil eine Art Symbiose eingegangen sind. Selbst die Justiz ist bis zum BVerfG parteipolitisch beeinflußt. Die so entstandenen oligarchischen Strukturen sind unvereinbar mit Demokratie, sie stehen den Normalbürgern wie eine fremde Herrscherkaste gegenüber. Das politische System ist völlig korrupt und muß grundlegend reformiert werden. Die derzeitigen politischen Profiteure sind dazu nicht willens, sie werden einen Teufel tun und den Ast absägen, auf dem sie es sich so bequem gemacht haben. Die einzige Oppositionspartei im Bundestag fordert immerhin eine Begrenzung der Amtszeiten und eine massive Einschränkung lukrativer (zusätzlich korrumpierender) „Nebentätigkeiten“ in der Wirtschaft. Das ist zwar ein Anfang geht aber noch nicht an die Wurzel des Problems.

Daniel
12 Tage zuvor

„Warum unsere Politik versagt
Kann beim besten Willen kein Versagen feststellen. Die Frage ist halt, von welchem Standpunkt man es betrachtet. Bisher sieht es so aus, dass man das gesetzte Ziel unbeirrt verfolgt, kommen, was wolle.
Grad noch zum Feierabend im Radio bestätigt.
„Die Zahlen steigen, die Mutationen nehmen rasend zu, wie Fr. Merkel es schon schon Wochen befürchtet hatte…“

„Neueste Erkenntnis bestätigen, dass die englische Mutation sich schneller ausbreitet, sie ist auch viel gefährlicher.
„Die Intensivstationen müssen sich nun auf eine aufkommende Mehrbastung bereit machen“

(Radiomeldung, nicht meine Meinung 😉  )

Die lassen sich von nichts abbringen, sie liefern und handeln.

Daniel
Antwort an  Daniel
12 Tage zuvor

Hammer-Warnung in Unionsfraktion
Merkel spricht von „dritter Welle“

Arne Ausländer
Antwort an  Daniel
12 Tage zuvor

Ohne neue Welle geht das „Impfungs“-Pushen schlecht. Und daß im März und April mit Volldampf abgespritzt werden soll, bis der Stoff ausgeht, hat Mörkl schon letzte Woche angedroht. Und die hat ja den Plan (in ihrer Schublade).  —  Jetzt wird’s ernst: Hält die (passive) Verweigerung – oder ist unser aller Ende nur zu nah?

Judith Panther
Antwort an  Daniel
12 Tage zuvor

@Daniel – Wie kommt ein Bild hier rein?

Judith Panther
Antwort an  Daniel
12 Tage zuvor

@Daniel – Wie kommt das Bild hier rein??

Bella Vo.
11 Tage zuvor

Darum gehts offensichtlich: https://www.bitchute.com/video/miafirYI3SN5/

Gates Vater, so in dem Dokumentarfim, hat das Kaiser-Wilhelm-Institut in der Nazizeit in Deutschland mit hohen finanziellen Summen gepampert.

Wir alle, die wir noch bei Verstand sind, müssten jetzt extra gewarnt sein, was geplant ist.

Der Faschismus / Nazimus ist demnach ein Produkt aus der „oberen“ Gesellschaft der USA und aus den Adelshäusern Großbritanniens.

Nun ist auch klar, weshalb sich die Fascho Merkel und die anderen Minister in der Bundesregierung und in den Landesregierungen nicht (so genannt) „impfen“ lassen wollen und nicht (so genannt) „impfen“ lassen werden.

Der Faschismus / Nazismus war im Mai 1945 nicht vorbei, sondern es gab nur keine Bomben mehr in Europa und keine Konzentrationslager.

paulin
11 Tage zuvor

Die Flinte befeuert uns mit autoritärer Munition.

Wann endlich wird die Flinte ausgedient haben, denn es ist höchste Zeit dafür.

Kausalitätenjäger
12 Tage zuvor

Sehr geehrter Herr Fritsch,

Ihrem Artikel kann auch ich in vielen Punkten zustimmen.

Widersprechen muss ich Ihnen hinsichtlich Ihres Verweises auf den „Geist unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung“.

Unser Dozent für Staatsbürgerkunde und Geschichte (der als junger Mann vor dem Krieg noch mit den Industriellensöhnchen in Halle an der Saale Tennis gespielt hatte) erklärte uns Studenten 1987 in der Noch-DDR: Sollte der Ostblock demnächst aufhören zu existieren (auf die zwingenden Gründe wollte er nicht näher eingehen), dann würde zwangsläufig binnen relativ kurzer Zeit der Westblock seine freiheitlich-demokratische Maskerade Schritt für Schritt aufgeben und mangels gesellschafts-systematischer Konkurrenz letztlich alle Hemmnisse beseitigen, die dem ursprünglichen Grundprinzip des dann übriggebliebenen Gesellschaftskonzeptes – nämlich der hemmungslosen und kriminellen Bereicherung – im Wege stehen. Ich meine, es steht außer Frage, dass er damit Recht hatte.

Was Sie über die Berufspolitiker schreiben, ist sicherlich auch richtig, aber die Problembeschreibung greift m.M.n. zu kurz. In Wirklichkeit ist unsere gesamte Gesellschaft inzwischen von politisch-sozialer Korruption gelähmt. Wie kann es z.B. verwundern, dass bei einem Anteil von gerade einmal 18% berufstätigen Steuerzahlern die übergroße Mehrheit staatlich alimentierter Wähler selbstverständlich zuverlässig ihr Kreuz bei den Parteien und Politikern machen, die einen weiteren Ausbau des Schmarotzertums zu Lasten der arbeitenden bzw. der wertschöpfenden Bevölkerungsteile garantieren? Helfen könnte hier z.B.: Nur wer Steuern zahlt oder dies lange genug getan hat, darf auch wählen und für ein politisches Amt kandidieren. Die Alternative dazu ist die Schmarotzerdiktatur, die wir inzwischen leider haben und die auch dem Ostblock letztlich das Genick gebrochen hat, weshalb ich fest damit rechne, dass diese unsere ehemals „freiheitlich-demokratische“ Gesellschaft in dieser Form in Kürze gleichfalls aufhören wird zu existieren.

Hans Dunst
Antwort an  Kausalitätenjäger
11 Tage zuvor

Es wird mir ewig rätselhaft bleiben, warum Menschen Befriedigung daraus ziehen, recht gehabt zu haben- im Nachhinein. Ich z.B. hatte neulich recht als ich sagte: „Es wird ein Junge.“ Bin ich nun ein Orakel, kann ich Geld nehmen für meine Äusserungen? In der Ex-DDR gab es einen Historiker Kuczynski, der sich rühmte, die Weltwirtschaftskrise 1929 vorausgesagt zu haben. Und? Hat er das Ende der DDR vorausgesagt? Nein. Konnte oder durfte er nicht.
Der besagte StaBü-Dozent: Hat er vielleicht während der gleichen Veranstaltung (lassen Sie mich raten: EOS oder doch schon Bezirksparteischule?) auch gesagt, dass „wir in der Epoche des weltweiten Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus“ leben? Und dass das jetzt grade eine sehr komplizierte Phase ist? Eben.
Man kann den Teufel nicht einhegen, indem man Belzebub füttert. Der Kapitalismus ist etwas Gewachsenes, der Sozialismus des Ostblocks war ein Ergebnis des 2.WK. Kapitalismus hat heute sehr unterschiedliche gesellschaftliche Ausprägungen- von nordamerikanisch über europäisch/deutsch bis chinesisch. Die s.g. FDGO ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber sie ermöglicht uns, hier und anderswo unsere Meinung auszutauschen. In der DDR wären wir für das hier nach Bautzen gewandert.

Alexander B.
12 Tage zuvor

Mein Großvater hat mir POLITIK vor vielen Jahren mit folgenden Worten erklärt:

„Politik heißt: Alles so lange im Ungefähren zu lassen, bis es nicht mehr zu händeln ist.“

Darüber hinaus kommt mir ein Satz von Kurt Biedenkopf (CDU) in den Sinn: „Die Kosten für die Bewältigung eines vertagten Problems steigen mit dem Quadrat der verlorenen Zeit.“

Wir, als Bürger, als Wahlberechtigte und als Steuerzahler – alles in Personalunion – sollten uns sehr schnell dieses Problems annehmen, denn es wird sich (wahrscheinlich) nicht von selbst erledigen. Ich zerbreche mir seit Wochen bzw. Monaten den Kopf, wie das gehen könnte. Diese Seite und die umsichtige Berichterstattung von Herrn Reitschuster und seiner Mitautoren hier sind eine gute Basis. Aber „so richtig“ bewegen tun sie nichts – und ich auch nicht, gleichgültig, wem auch immer ich schreibe. Und weder mit dem sogenannten „Alt-Parteien“ noch mit den „Neu-Parteien“ lässt sich diese Schlacht gewinnen. Ich bin (sehr) offen für Vorschläge …