Friseurin Bianka platzt der Kragen! Chronik einer Krankheit

Corona macht krank, Corona kann töten.

Corona ist schlimm, verändert die Gesellschaft und das Leben. Darüber berichten wir. Geschichten, die es nicht in die Medien schaffen.
Wir geben Zahlen einen Namen und eine Seele. Die Serie „Kollateralschaden“ basiert auf Berichten Betroffener der Coronapolitik. Damit keiner sagen kann: „Das haben wir nicht gewusst!“

Friseurin Bianka platzt der Kragen!

Von Johanna und Frank Wahlig

„Es reicht, Herr Laschet! Es reicht, Frau Merkel!“ Ein Hilferuf der Friseurin Bianka aus Dortmund. „Die Zündschnur ist abgebrannt“, erklärt sie in einem bewegenden Internetvideo. Staatshilfe bekommt sie nach sechs Wochen Zwangsschließung ihres Salons bis heute nicht. Die fünf Mitarbeiter warten auf ihren Lohn. Hartz IV ist beantragt seit 17. Dezember 2020. Die Frau vom Amt erklärt, es müsse noch geprüft werden, mit wie vielen Personen sie in der Wohnung lebe. Bei Bianka sind es zwei. Sie hat sich vergangenes Jahr aus einer Beziehung getrennt und lebt jetzt in einem Zimmer.

'Es reicht, Herr Laschet! Es reicht, Frau Merkel!'

„Da müssen Sie sich bei der Politik beschweren“, sagt die Mitarbeiterin vom Amt. Das haben die Friseurin und ihre Kollegen längst getan. Ein offener Brief der Friseure an Ministerpräsident Laschet (CDU) und einer an die Kanzlerin.

Der Friseurmeisterin aus Dortmund geht es ums pure Überleben: „Es geht nicht darum, mir neue Schuhe zu kaufen. Ich habe kein Geld für Lebensmittel, für Wasser, für Brot.“ Jetzt bittet sie alle Friseure um Unterstützung. „Zeigt Eure Gesichter. Erzählt von Euren Problemen in diesem Lockdown!“ Friseurin Bianka appelliert weinend an ihre Kollegen.

Das Geschäftskonto ist 5.000 EUR im Minus. Keine Hilfsgelder in Sicht. Der Vermieter hat die Miete erlassen. „Ich kann sie eh‘ nicht zahlen“, sagt die Friseurin. Die Rentenversicherung bucht 300 EUR vom Privatkonto ab. Jetzt kann sie auch ihr Zimmer nicht mehr bezahlen.

Team Bianka Dortmund

Politiker haben 'dickes Fell' und die Haare schön!

„Ich bin nicht die einzige Unternehmerin, die mit dem Rücken an der Wand steht“ – jahrelang gehen wir hart arbeiten, kümmern uns um Mitarbeiter und machen keinen Urlaub und jetzt werden wir im Stich gelassen. Friseurin Bianca ist wütend, verzweifelt, am Ende. Bianka ist nicht allein. Über 80.000 Friseurbetriebe gab es laut „Statista“ mit rund 240.000 Beschäftigten 2019 in Deutschland. Genauso leiden Dienstleistungsbetriebe ähnlicher Branchen wie der der 65.000 Kosmetikstudios mit 225.000 Beschäftigten in Deutschland. Unternehmer und Mitarbeiter, die ihren Lebensunterhalt selbst verdient haben bei durchschnittlich 25 bis 30.000 EUR brutto Jahresumsatz pro Betrieb in der Kosmetikbranche. Sie haben kaum Rücklagen.

Es gibt keine Perspektive zur Wiedereröffnung der Geschäfte. Die Volksvertreter(innen) dagegen zeigen sich nach wie vor unbeeindruckt. Sie sind auch im Lockdown bestens frisiert. Fußballprofis ebenfalls, wie sich die Friseurinnung in einem offenen Brief an den Deutschen Fußballbund empört. Anderen Bürgern sind Hausbesuche von Friseuren untersagt. Die Lockdown-Verteidiger der Regierungen von Bayern bis Schleswig-Holstein haben dagegen die Haare schön, ein finanzielles Polster und ein „dickes Fell“.

PS:
Friseurin Bianka ruft alle Kolleginnen auf, sich an der Petition des Boxers Andreas Büdeker zu beteiligen. Der Boxer ist Initiator der Petition zur Wiedereröffnung der Unternehmen. Nach dem Beitrag auf reitschuster.de hat der Boxer 22.000 Unterschriften gesammelt. Er unterstützt Bianka spontan mit einer Spende von 200 EUR.

Petition zum Download
Boxclub | Brooklynfinest | Boxclub Essen
Der Boxer – reitschuster.de

65 000 Kosmetikstudios in Deutschland sind seit drei Monaten geschlossen.
Kosmetikerin Natalia Wittmann:  „Der Schwarzmarkt boomt!“

Wer aus seinem beruflichen oder privaten Leben einen „Kollateralschaden“ melden möchte: Vertraulich und persönlich, per E-Mail an [email protected]

 
Johanna Wahlig ist Politologin, Journalistin und Unternehmerin. Frank Wahlig ist Historiker und war 30 Jahre lang ARD-Hauptstadtkorrespondent.
 
Bild: privat
Text: Johanna und Frank Wahlig
 

 

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Achim von Oberstaufen
1 Monat zuvor

Ich bin heute an einem Restaurant vorbeigegangen. Das Inventar ausgeräumt, keine Stühle und Tische mehr, die Verkleidung teilweise demoliert. Kein Hinweis an den Fenstern, ob renoviert wird, oder ob komplett geschlossen ist.
Liebe Gastronomen, liebe Ladenbesitzer: warum stellen Sie nicht Plakate in die Schaufenster, auf denen der Grund für die Geschäftsaufgabe steht. Am besten in 2 Meter großen Buchstaben, damit es jeder vorbeifahrende Autofahrer sieht. Sie sollten Klartext reden und Ihren Mitbürgern erklären, welche Partei Sie für die Insolvenz verantwortlich machen.

Fabrizia Feder
1 Monat zuvor

Der Corona-Ausschuß bietet genau diesen Leuten Hilfe und Unterstützung an. So hat er im Namen von Nils R., dem Betreiber einer Karaoke-Bar in Berlin, bereits am 15.12.2020 Schadensersatzklage. https://corona-transition.org/IMG/pdf/drosten_fuellmich_green_mango_15-12-20_wp-1608081565043.pdf
Hier aus der ersten Seite:
„Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Virologie
Prof. Dr. Christian Drosten
Charitéplatz 1
10117 Berlin
!!! Eilt, Fristsache !!!
per Fax vorab 030 450 518911
Unser Zeichen (stets angeben) XXXX
15.12.2020
Green Mango GmbH, vertreten durch Nils R. vs. Prof Dr. Christian Drosten
Sehr geehrter Herr Professor Drosten,
hiermit zeigen wir an, dass uns die xxxx GmbH vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Nils R., ausweislich der beigefügten Vollmacht mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt hat. Unsere Mandantin erlitt und erleidet durch die grob unverhältnismäßigen und ohne evidenzbasiertes Fundament verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erheblichen Schaden. Für diesen Schaden sind Sie persönlich verantwortlich, weil Sie als eine der Personen, die sich in erheblicher und entscheidender Weise in die Beratung der Politik eingeschaltet haben, vorsätzlich falsche Tatsachen behauptet haben und immer noch behaupten sowie – ebenfalls vorsätzlich – wesentliche Tatsachen verschwiegen haben und immer noch verschweigen. Namens und im Auftrag unserer Mandantin nehmen wir Sie darauf in Anspruch, Ihren fehlerhaften Beitrag zur Politikberatung im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise richtigzustellen sowie unserer Mandantin den
bereits entstandenen Schaden zu ersetzen. …“
In Sitzung 35 oder 36 berichtet Dr. Füllmich, daß Nils R. nach Eingang der Klage plötzlich „von allen Seiten“ zumindest schonmal größere Summen Geld erhalten habe. Ich würde die Stellen heraussuchen, aber da Füllmich nur am Rande davon berichtet und keine genaueren Angaben über die Geldquellen macht erwähne ich es hier nur der Vollständigkeit halber. Ferner kann die Friseurin Bianka sich für einen Einsatz von ca. 800 Euro der Sammelklage Füllmichs in Kanada anschließen. Daß Kalifornien den Lockdown so plötzlich aufgehoben hat – immerhin ist Füllmich dort auch als Anwalt registriert und wenn Eltern, deren Kind sich wegen dem Lockdown aufgrund einer reinen Test-Pandemie umgebracht hat, vor Gericht gegenüber dem Staat Kalifornien Schadensersatz geltend machen – Freunde der Nacht und harter Strafen für die Täter – das geht ins Geld …
Der Corona-Ausschuß betont in jeder Sitzung, daß sie in Fällen, wie dem der Friseurin Bianka reichlich Unterstützung bereithält und daß jeder Anwalt bundesweit sich frei an deren Schriftsätzen und Ausführungen bedienen darf. Richtig gut sind die Jungs und Mädels inder Gründung (und auch der Gründungsunterstützung) für lokale „TEAM FREIHEIT“- Parteizentralen und – ableger. Selber haben sie in der Berliner Bar Scotch und Sofa ihre TEAM FREIHEIT“-Partei bereits gegründet und mindestens einer weiteren Partei bei der Gründung geholfen. Auch die Friseurin Bianka kann ihren Friseurladen zum Zweck der Gründung der TEAM FREIHEIT – Bianka- Partei öffnen und Gründungsmitglieder einladen und der kleine Italiener um die Ecke darf dazu liefern, was der Pizzaofen hergibt. Die Leute vom Corona-Ausschuß freuen sich über Bewerbungsvideos für „Deutschland sucht den Super-Kanzler“.
Aber einen Brief an Merkel und ihren mentalen Klon Laschet schreiben? Das ist, als hätte man den Führer gebeten, endlich mal etwas gegen die katastrophalen Verhältnisse in deutschen KZ´s zu tun. Bei allem Verständnis für das Wesen der „Erlernten Hilflosigkeit“ – irgendwann muß man aufstehen, sich den Staub von den Knien klopfen und dann: Auf in den Kampf! Als allererstes allererstes der „1-Euro-reicht!“- Bewegung anschließen und GEZ-Gebühren entsprechend reduzieren.

Judith Panther
1 Monat zuvor

Der Corona-Ausschuß bietet genau diesen Leuten Hilfe und Unterstützung an. So hat er im Namen von Nils R., dem Betreiber einer Karaoke-Bar in Berlin, bereits am 15.12.2020 Schadensersatzklage. https://corona-transition.org/IMG/pdf/drosten_fuellmich_green_mango_15-12-20_wp-1608081565043.pdf
Hier aus der ersten Seite:
„Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Virologie
Prof. Dr. Christian Drosten
Charitéplatz 1
10117 Berlin
!!! Eilt, Fristsache !!!
per Fax vorab 030 450 518911
Unser Zeichen (stets angeben) XXXX
15.12.2020
Green Mango GmbH, vertreten durch Nils R.  vs. Prof Dr. Christian Drosten
Sehr geehrter Herr Professor Drosten,
hiermit zeigen wir an, dass uns die xxxx GmbH vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Nils R., ausweislich der beigefügten Vollmacht mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt hat. Unsere Mandantin erlitt und erleidet durch die grob unverhältnismäßigen und ohne evidenzbasiertes Fundament verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erheblichen Schaden. Für diesen Schaden sind Sie persönlich verantwortlich, weil Sie als eine der Personen, die sich in erheblicher und entscheidender Weise in die Beratung der Politik eingeschaltet haben, vorsätzlich falsche Tatsachen behauptet haben und immer noch behaupten sowie – ebenfalls vorsätzlich – wesentliche Tatsachen verschwiegen haben und immer noch verschweigen. Namens und im Auftrag unserer Mandantin nehmen wir Sie darauf in Anspruch, Ihren fehlerhaften Beitrag zur Politikberatung im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise richtigzustellen sowie unserer Mandantin den
bereits entstandenen Schaden zu ersetzen. …“

In Sitzung 35 oder 36 berichtet Dr. Füllmich, daß Nils R. nach Eingang der Klage plötzlich „von allen Seiten“ zumindest schonmal größere Summen Geld erhalten habe. Ich würde die Stellen heraussuchen, aber da Füllmich nur am Rande davon berichtet und keine genaueren Angaben über die Geldquellen macht erwähne ich es hier nur der Vollständigkeit halber. Ferner kann die Friseurin Bianka sich für einen Einsatz von ca. 800 Euro der Sammelklage Füllmichs in Kanada anschließen. Daß Kalifornien den Lockdown so plötzlich aufgehoben hat – immerhin ist Füllmich dort auch als Anwalt registriert und wenn Eltern, deren Kind sich wegen dem Lockdown aufgrund einer reinen Test-Pandemie umgebracht hat, vor Gericht gegenüber dem Staat Kalifornien Schadensersatz geltend machen – Freunde der Nacht und harter Strafen für die Täter – das geht ins Geld …
Der Corona-Ausschuß betont in jeder Sitzung, daß sie in Fällen, wie dem der Friseurin Bianka reichlich Unterstützung bereithält und daß jeder Anwalt bundesweit sich frei an deren Schriftsätzen und Ausführungen bedienen darf. Richtig gut sind die Jungs und Mädels inder Gründung (und auch der Gründungsunterstützung) für lokale „TEAM FREIHEIT“- Parteizentralen und – ableger. Selber haben sie in der Berliner Bar Scotch und Sofa ihre TEAM FREIHEIT“-Partei bereits gegründet und mindestens einer weiteren Partei bei der Gründung geholfen. Auch die Friseurin Bianka kann ihren Friseurladen zum Zweck der Gründung der TEAM FREIHEIT – Bianka- Partei öffnen und Gründungsmitglieder einladen und der kleine Italiener um die Ecke darf dazu liefern, was der Pizzaofen hergibt. Die Leute vom Corona-Ausschuß freuen sich über Bewerbungsvideos für „Deutschland sucht den Super-Kanzler“.
Aber einen Brief an Merkel und ihren mentalen Klon Laschet schreiben?  Das ist, als hätte man den Führer gebeten, endlich mal etwas gegen die katastrophalen Verhältnisse in deutschen KZ´s zu tun. Bei allem Verständnis für das Wesen der „Erlernten Hilflosigkeit“ – irgendwann muß man aufstehen, sich den Staub von den Knien klopfen und dann: Auf in den Kampf! Als allererstes allererstes der „1-Euro-reicht!“- Bewegung anschließen und GEZ-Gebühren entsprechend reduzieren.

 

Leseratte
1 Monat zuvor

Ich kann mich noch gut an das unsäglich dumme Video einer Friseurmeisterin in der Bild Zeitung erinnern, die einen Kunden aus 2 Metern Entfernung frisiert. Da war die Debatte ob Friseure geöffnet bleiben können gerade voll im Gang. Ob das Video direkt oder indirekt dazu beigetragen hat, das man die Salons geschlossen hat kann ich nicht sagen. Aber förderlich ist es bestimmt nicht gewesen. Denn wenn man so drastisch erst einmal auf sich aufmerksam macht, muss man sicher mit einer Reaktion rechnen und die ist dann auch sehr schnell gekommen. Die Bild hat schließlich eine sehr große Reichweite.
Spätestens nach der Ausstrahlung des Videos hätte ich mit Protesten der Friseure gerechnet. Es blieb aber erstaunlich still.
Dagegen gibt es noch nicht weit entfernte Länder, in denen man sich gefahrlos die Haare waschen und schneiden lassen kann. Dort ist meines Wissens auch noch kein Kunde oder Friseur ums Leben gekommen. Es wäre also auch anders gegangen.
Aktuell sehen wieder einige Friseure nicht ein, das Hausbesuche beim Kunden möglich wären. Dies sei unverantwortlich.
Da scheint es mit der Einigkeit nicht weit her zu sein.

Ralf
1 Monat zuvor

Bei diesem ganzen Gejammer sollte man im Allgemeinen aber auch mal bedenken , das wir großes Glück haben in einem Staat zu leben der überhaupt noch Hilfe leisten kann. Egal ob nun die Corona Unterstützung oder auch Hartz 4. So etwas gibt es nicht überall auf der Welt. Corona aber im Moment schon. Warum wohl kommen so viele Flüchtlinge ausgerechnet nach Deutschland ? Sicher wurden bei der Bekämpfung von Covid 19 handwerkliche Fehler begangen. Und auch ich verstehe einige Maßnahmen nicht. Fairerweise muss man aber auch sagen das es niemals eine vergleichbare Situation gab.

 

 

TS
Antwort an  Ralf
1 Monat zuvor

Das ist korrekt, eine derart gegen das eigene Land arbeitende Regierung, um sich um greifender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Irrsinn und zugleich eine Bevölkerung die größtenteils geduldig zusieht oder das sogar aktiv gut findet ist in der Tat unvergleichbar.  Beim Corona-Virus handelt es sich hingegen mitnichten um ein unerwartbares Ereignis, und es war mehr als genug Zeit um sich auf eine derartige Krankheit angemessen vorzubereiten.

heinz weiss
1 Monat zuvor

ich mahne jeden Tag was auf uns zukommt… interessiert keinen… weiter so… danke merkel..

http://www.amfedersee.de

Achim von Oberstaufen
1 Monat zuvor

Merkel ist in der DDR aufgewachsen und hat nichts anderes gelernt wie Kommunismus und Planwirtschaft. Ihr Hauptziel ist die Schaffung eines Proletariats. Eine Unterschicht, die komplett von der Regierung abhängig ist. Am Ende der Pandemie und der endlosen Lockdowns gibt es nur noch Staatsbetriebe und das Proletariat.

Ich hatte mal eine Friseuse, die habe ich abends besucht und die hat mir bei sich zu Hause die Haare geschnitten.  Vielleicht läßt sich so der Lockdown umgehen ?

Ian C.
1 Monat zuvor

Bei allem Verständnis für die Verzweiflung der Dame – wen hat sie bislang gewählt?  Geliefert wie bestellt.

Arthur
Antwort an  Ian C.
1 Monat zuvor

Sie können doch gar nicht wissen, ob und wen sie gewählt hat. Unsensibler geht’s kaum!

Chris V.
Antwort an  Arthur
1 Monat zuvor

Ian, man weiß ja oft auch nicht, WAS man wählt, weil viele im Wahlkampf getätigten Aussagen nach erfolgter (Wieder)wahl auf einmal bestenfalls nicht eingehalten, manchmal aber genau um 180° gedreht und demnach gehandelt wird. Oder es werden Sachen angekündigt und deren Auswirkungen sind dann aber noch bei weitem schlimmer , als eben im Wahlkampf angesprochen. Manche Leute wählen dann eine Partei wegen eines bestimmten Programmpunktes. Und wenn der dann nicht eingehalten wird, oder sogar umgekehrt, hat man den Salat. Und somit eine Politik unterstützt, die man nicht wollte. Und ehrlich gesagt, wer konnte sich vor vier Jahren, als er sein Kreuz bei einer Partei machte, vorstellen, was hier jetzt abgeht.

Ian C.
Antwort an  Chris V.
1 Monat zuvor
  • @Chris V: „Ian, man weiß ja oft auch nicht, WAS man wählt, weil viele im Wahlkampf getätigten Aussagen nach erfolgter (Wieder)wahl auf einmal bestenfalls nicht eingehalten, manchmal aber genau um 180° gedreht und demnach gehandelt wird.“
  • Damit haben Sie grundsätzlich recht.
  • Wer allerdings in den letzten 15 Jahren nicht mitbekommen hat, daß das mittlerweile der Standard ist, der darf sich auch nicht beschweren.
  • Und ich weiß, wovon ich rede, da ich in meinem Leben schon entsprechende Erfahrungen machen mußte, die mich gesundheitlich und finanziell sehr schwer mitnahmen.
  • Im Nachgang betrachtet muß ich immer wieder feststellen, daß ich es hätte sehen können oder es auch einfach nicht sehen wollte.
  • Genau das passiert hier großflächig.
  • Von daher mag mich hier hartherzig halten wer will – es ist sein gutes Recht.
  • Von Kindern aber abgesehen braucht sich in meinem Umfeld niemand mehr zu beklagen, wenn er jetzt nach und nach feststellt, daß es auch ihn betrifft – sei es durch Einkommensverlust oder Wegfall von Kinderbetreuungen.
  • Der Mangel an politischer Bildung ist immer noch selbst verschuldet.
Chris V.
Antwort an  Ian C.
1 Monat zuvor

Ian, Punkt 4 und 5 in Ihrer Aufzählung haben, wenn Sie sie nicht direkt auf Ihr Wahlverhalten in der Vergangenheit und Folgen daraus beziehen, etwas mit dem Leben als solches und daraus resultierender Lebenserfahrung zu tun. In dem Punkt haben wahrscheinlich die Meisten hier mehr oder weniger ihr Päckchen zu tragen und sind hinterher schlauer. Das ist (leider) normal. Nichtsdestotrotz hoffe ich, daß es Ihnen wieder einigermaßen gut geht.

Politisch gebildet bin ich nicht, wahrscheinlich auch viele andere nicht, die wählen gehen. Ich lese halt Zeitung und Internet, wäge ab und hinterfrage manches, was mir nicht logisch vorkommt. Dadurch entwickelt sich seit Jahren mein Wahlverhalten. Und ich sehe das eben so daß, meiner Meinung nach, früher die einzelnen Parteien noch mehr zu ihrem Programm standen und danach gehandelt haben. Seit einigen Jahren ist es eher so, daß sich die Programme angleichen oder nach den Wahlen sogar die Programmpunkte der „Wahlgegner“ von den Regierenden übernommen und teilweise „abgearbeitet“ werden. Vieles läuft auch nach dem Motto: „Was geht mich mein Geschwätz von gestern an“. Richtige Opposition und Diskussionen scheinen nicht mehr stattzufinden, es wird eher ein „Nato- Einheits- Parteienbrei“ und alles andere wird in Schubladen gesteckt. Auch wird man „sanft“ dahin geschoben, was wählbar ist und was nicht. Dieses hat sich nach meinem Empfinden ebenfalls in den letzten Jahren verstärkt. Das zu erkennen und für sich zu bewerten kann aber ein jahrelanger Prozess sein und mehrere Wahlen darüber vergehen.

Deswegen den Leuten einen Vorwurf daraus zu machen und als Totschlagargument gegen sie zu verwenden, so daß sie sich über nichts beschweren dürfen (so verstehe ich Sie zumindest) finde ich ziemlich überheblich.

Und ich wiederhole mich gerne: Vor vier Jahren war es meiner Meinung nach noch nicht absehbar, was jetzt hier passiert.

Arthur kann ich zudem nur zustimmen: daß Sie ja gar nicht wissen können, ob oder wen die Dame gewählt hat. Schon alleine deshalb ist Ihre Antwort etwas danebengegriffen. Zum „ob“ habe ich allerdings weiter unten noch etwas geschrieben.

Aus Ihren Posts kann ich leider auch nicht entnehmen, ob Sie wählen.

Falls ja, wissen auch Sie noch nicht, was sich einmal an politischen Folgen daraus ergeben wird, in einigen Jahren.

Falls nicht, halte ich es mit meinem Vater, der immer zu mir sagte: „Wer nicht wählt, hat die Gelegenheit nicht wahrgenommen mitzubestimmen, was hier im Land geschieht und darf sich auch nicht beschweren. Und besser irgendeine annehmbare Partei wählen, als gar nicht.“

 

Chris V.
Antwort an  Chris V.
1 Monat zuvor

Ian, das oben hatte ich eigentlich übersichtlicher und gegliederter geschrieben. Keine Ahnung, warum das so als Bandwurmsatz herauskommt.

Franz R.
Antwort an  Arthur
1 Monat zuvor

Doch Herr Arthur, man kann unsensibler sein: Mir sind keine bzw. nur sehr wenige Klagen von Unternehmern bekannt, die sich wider das Verbot der Berufsausübung beziehen. Auch die sog. Spitzenverbände halten die Füße still, was klar ist, da die Funktionäre nicht eigentlich auf die Basis angewiesen sind. Also steht der Dame der Klageweg offen. Sie sollte Schadensersatz fordern. Sollten diese Klagen (wider mein Erwarten) Erfolg haben, könnte man u.U. davon reden, dass wir noch in einem Rechtsstaat leben.

Reveillez
Antwort an  Franz R.
1 Monat zuvor

Mit ihren Schreiben an das Regime, beweist sie ihre Dummheit. Die „unbürokratischen Hilfen“ sollten nur vom Protest auf der Straße  abhalten, ist viel  bequemer, als täglich die Straßen zu blockieren. Das wäre lästig, aber das würde das Regime auf die Palme treiben. Die Demos sind schlecht besucht, angesichts der extremen Katastrophe. Gäbe noch mehr Möglichkeiten, aber dazu hat keiner Lust. Sie begreifen die Katastrophe einfach nicht, denen gehts viel zu gut.

asisi1
Antwort an  Ian C.
1 Monat zuvor

Meine Erfahrung mit Wähler ist folgende. Die Masse der Menschen ist mit den Verhältnissen nicht einverstanden, aber wählen immer wieder die gleichen Parteien. Hernach kommt dann immer der Spruch: Die Anderen können es auch nicht besser.

Auf meine Antwort, man muss sie doch erst einmal  versuchen lassen, folgt Stille!

Ja nee is klar
Antwort an  Ian C.
1 Monat zuvor

Genau!

Wer Jahre bzw jahrzehntelang einfach nur seinen Malle Urlaub, sein Häusschen oder seinen Friseursalon oder sonstwas im Kopf hatte und sich niemals um Politik bzw DEMOKRATIE gekümmert hat und immer das gleiche „Elend“ gewählt hat bekommt jetzt die Rechnung präsentiert. Da kann man jetzt Briefe, Videos, Petitionen oder sonstwas schreiben.

Solange das Volk nicht auf die Strasse geht, kann es wohl nicht so schlimm sein.

Kein Mitleid mit der Dame da im Video, sorry…

Armin Reichert
1 Monat zuvor

Ich sehe auf den Straßen Niemanden demonstrieren, und die einzige Oppositionspartei hat in den Umfragen weniger als 15%. Kann alles nicht so schlimm sein, wie getan wird.

Andreas Donath
Antwort an  Armin Reichert
1 Monat zuvor

Ist Ihnen bewusst, dass pausenlos in ganz Deutschland und Österreich Querdenken-Demos und ähnliche Veranstaltungen stattfinden, die in letzter Zeit permanent von den Behörden verboten, zum Teil aber von juristischen Instanzen über den Verwaltungsgerichten – oft erst kurz vor Beginn – doch genehmigt, dann aber von der Polizei teilweise niedergeknüppelt, zumindest aber empfindlich beeinträchtig und gestört werden? Sollen die vor Ihre Haustüre kommen, damit Sie es zur Kenntnis nehmen oder wären Sie ggfs. in der Lage, sich im Internet über die diversen Kanäle (überwiegend auf Telegram aktiv) zu informieren und selbst vielleicht mal mitzumachen? Man liest es immer wieder, dass ja keiner auf die Straße gehe oder etwas dagegen tue – und das stimmt einfach nicht. Es tut sich so viel, es regt eine ganze Menge – merkwürdigerweise nehmen es viele nicht zur Kenntnis. Vielleicht – und das ist jetzt nicht persönlich auf Sie gemünzt, Herr Reichert, sondern generell zu verstehen – ist es auch eine recht bequeme Haltung für einen dem System Merkel und seinen immer übler werdenden Exzessen kritisch gegenüberstehenden Menschen, sich selbst einzureden: Ich würde ja gerne was machen, geht aber nicht, da alle anderen die Klappe halten und sich fügen. Tun sie aber gar nicht. Man muss sich einfach mit den vielen aktiven Menschen vernetzen, dann wird man staunen, wie vielfältig die Aktivitäten sind. Man wird schon über die Suchmaschinen fündig, kleiner Tipp: Mal „Freiheitsboten“ eingeben, das sind die regionalen und lokalen Querdenken-Gruppen und es gibt wirklich in jeder Region und in jedem Kuhdorf (lebe selbst in einem) welche und kritisch denkwende Zeitgenossen, die auch was tun.

Reveillez
Antwort an  Andreas Donath
1 Monat zuvor

Querdenken u. Ballweg mit ihrem Finanzgebaren unter die Lupe  nehmen-da tun sich Abgründe auf!!

Grischa
1 Monat zuvor

Es ist nur eine Frage der Zeit bis Manche richtig durchdrehen, in Frankreich hat gestern ein Mann 2 Angestellte des Arbeitsamtes und eine Personalchefin erschossen.