„Gebiete zurückholen und das Land vergrößern“ Putin nennt die wahren Gründe für seinen Krieg

Hier mein Videokommentar zu dem Thema

Noch vor einem Monat, auf der großen Parade auf dem Roten Platz in Moskau zum „Tag des Sieges“ (über Nazi-Deutschland) wirkte Wladimir Putin regelrecht zerknirscht. Es war ihm buchstäblich anzusehen und anzuhören, dass die Misserfolge in seinem Krieg gegen die Ukraine an ihm zehren.

Einen Monat später hat sich das Blatt gewandelt. Nicht nur, dass seine Truppen Erfolge vermelden können – nach Ansicht vieler Ukrainer vor allem deshalb, weil die Waffenlieferungen aus dem Westen und allen voran aus Deutschland zu langsam und ihr Umfang zu gering sind. Vor allem baut Putin nach Ansicht russischer Oppositioneller darauf, dass einflussreiche Politiker im Westen wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz das betreiben, was sie als Appeasement bezeichnen.

Wenn Macron etwa als Reaktion auf den Angriffskrieg lautstark mit der Forderung reagiert, Russland dürfe nicht gedemütigt werden, stößt das Putins Gegner vor den Kopf. So ein Motto würde bedeuten: „Angriffskriege müssen sich wieder lohnen“, sagen sie.

Bei einem Treffen mit Studenten am Donnerstag wirkte Putin nun wieder so, als sitze er hoch auf dem Ross. Und er sprach mit einem Mal Klartext – er sagte genau das, was seine Verteidiger im Westen vehement abstreiten – und fiel ihnen damit faktisch in den Rücken: Er verglich sich selbst mit Peter dem Großen, der im 21 Jahre dauernden Großen Nordischen Krieg Ländereien, die Schweden gehörten, nicht etwa gestohlen, sondern, so Putin „zurückgeholt“ habe. Sie seien rechtmäßig russisch gewesen: „Er hat (Gebiete) zurückgeholt und (Russland) gestärkt, das ist, was er getan hat“, sagte Putin und übertrug das dann auf die Gegenwart: „Offensichtlich ist es nun unser Schicksal, ebenfalls zurückzuholen und zu stärken.“

Das ist Klartext. All diejenigen, die verbreiteten, Putin ging es um eine „Denazifizierung“ der Ukraine, um die Rettung bedrohter Russen im Donbass oder um eine Bedrohung durch die NATO, stieß der Kreml-Chef nun vor den Kopf. Das tat er auch in der Vergangenheit wiederholt. Doch seine Fürsprecher scheinen ihm das zu verzeihen – sehen Sie sich hierzu meinen aktuellen Videokommentar an.

David
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Bild: Screenshot/Twitter
Text: br

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