Kennzeichnung: Unis führen Armbänder für Geimpfte ein Hochschulleitung spricht von "pragmatischer Lösung"

Das Ausmaß des Irrsinns lässt einem immer wieder aufs Neue den Atem stocken – auch dann, wenn man meint, es könne einen eigentlich nichts mehr wundern. Dennoch traute ich meinen Augen nicht, als mir ein Leser einen Link auf einen Beitrag in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung schickte. Schon die Überschrift hatte es in sich: „Semesterstart: Leibniz-Uni führt Armbändchen für Geimpfte und Genesene ein“.

Weiter heißt es dann: „Um die Einlasskontrollen zu beschleunigen, sollen geimpfte und genesene Studierende und Mitarbeiter an der Leibniz-Uni Hannover zukünftig bunte Armbändchen tragen. Diese sind freiwillig, betont die Uni. An der Hochschule Hannover sind die Bänder bereits im Einsatz.“

Sodann zitiert die Zeitung in dem Beitrag hinter einer Bezahlschranke eine Unisprecherin: „Die Hochschulleitung habe sich ‚nach intensivem Abwägen‘ für die Bändchen-Lösung entschieden.“

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss beim Betreten eines Gebäudes ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Armbändchen bekommt diese Personengruppe nicht.

Was ist nur los in diesem Land? Wie kann es sein, dass so viele Menschen, die man für halbwegs intelligent und gebildet halten darf, so völlig geschichtsvergessen sind? Nein, ich ziehe hier explizit keinerlei Parallelen zu den allerfinstersten Zeiten in der deutschen Geschichte – das wäre unangebracht. Aber die Geschichte, auch die deutsche, hält genügend andere Beispiele parat, die zeigen, wie fatal es ist, wenn man Menschen aufgrund biologischer Merkmale kennzeichnet.

An der Leibniz-Uni sagte Vizepräsidentin Julia Gillen laut dem Blatt: „Ich halte die Bändchen für eine pragmatische Lösung, die uns einen möglichst effizienten Ablauf ermöglichen.“ Es habe sich um pragmatische Überlegungen gehandelt, um Schlangen am Eingang zu handeln. „Bei Einzelnen gibt es schon Sorge, dass die Bändchen für Diskriminierung sorgen könnten“, gestand Gillen ein. Da das Tragen freiwillig sei, hält sie diese Gefahr aber für gering.

Der Hinweis, die Armbänder seien freiwillig, ist extrem scheinheilig und ebenfalls geschichtsvergessen. Der soziale Druck ist immens. Er wird geschürt durch massive Propaganda. Dies führt so weit, dass selbst FDP-Mitglieder schon einmal öffentlich von Ungeimpften als „gefährlichen Sozialschädlingen“ sprechen. Wer angesichts solcher verbaler Exzesse und einer derart massiven Spaltung unserer Gesellschaft eine Kennzeichnung einführt, gießt Öl ins Feuer genau dieser Spaltung. Vieles spricht dafür, dass sich die vermeintliche „Freiwilligkeit“ als eine indirekte Pflicht entpuppt – weil beispielsweise Menschen ohne das „Geimpften-Armband“ Angst vor Ausgrenzung oder Diffamierung haben müssen. Zudem werden mit dem Armband Vorteile verbunden sein.

Es ist geradezu unheimlich, mit welcher Wucht und Zielstrebigkeit heute viele Menschen auf die Mistgabeln der Geschichte treten. Offenbar kommen hier wieder jene tief im Inneren des menschlichen Wesens verankerten Untiefen zum Vorschein, die bei der Gattung „Homo sapiens“ regelmäßig dafür sorgten, dass es zu massiver Spaltung, Diskriminierung und Ausgrenzung kam.

Wäre die „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland auch nur ansatzweise erfolgreich gewesen, müsste ein massiver Aufschrei angesichts solcher Ungeheuerlichkeiten erfolgen. Doch der ist nicht einmal im Ansatz zu beobachten.

Finstere Zeiten. 

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Bild: Shutterstock/Ekaterina Quehl
Text: br

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