Ohrfeige für Merz aus den USA: Absager wurde abgesagt Senator streicht wichtiges Treffen

Generell neige ich nicht zur Schadenfreude. Aber in diesem konkreten Fall kann ich sie mir nicht verkneifen. Noch vor wenigen Tagen hatte CDU-Chef Friedrich Merz lautstark geklagt: „Die größte Bedrohung für die Meinungsfreiheit ist aus meiner Sicht inzwischen die Zensurkultur, die man im angelsächsischen Sprachgebrauch auch ‘Cancel Culture’ nennt. Ich sehe mit größter Besorgnis, was an den Universitäten in den USA passiert; das schwappt jetzt auch nach Europa über.“ Das sagte CDU-Chef Friedrich Merz vor wenigen Tagen in einem „Welt“-Interview. Wenige Tage nach diesem Appell gegen die „Cancel Culture“, legte er selbst dann genau diese an den Tag. Merz sagte seine Teilnahme am „Transatlantischen Forum“ Ende August ab – offenbar, weil dort der soeben erwähnte Henryk M. Broder und der Medienanwalt Joachim Steinhöfel teilnehmen (siehe meinen heutigen Beitrag hier).

Eingeknickt

Ursprünglich sollte Merz bei der Veranstaltung auch den einflussreichen republikanischen US-Senator Lindsey Graham treffen. Das „Canceln“ gelte nur für Broder und Steinhöfel, Merz werde mit Graham bei dessen Besuch in Berlin zusammentreffen, versicherte ein Sprecher des CDU-Vorsitzenden.

Doch dazu wird es nun nicht kommen. „Wochenlang hat sich CDU-Chef Friedrich Merz auf sein Treffen mit dem republikanischen Top-Senator und Trump-Unterstützer Lindsey Graham gefreut“, schreibt die Bild: „Jetzt hat Graham das Treffen abgesagt – und macht Merz dafür verantwortlich!“

Konservativen gehe es „um einen offenen, ehrlichen Dialog, in dem Standpunkte dargelegt werden und die Menschen zusammensitzen und einander zuhören“, so Graham laut dem Blatt. Konservative würden sich „nicht gegenseitig canceln, bevor sie sprechen“. Das sei ein Markenzeichen demokratischer und konservativer Prinzipien. Folge man den Prinzipien nicht, „dann sind wir nicht anders als die Linken“, so der Senator laut „Bild“.

‘Verneigung vor linkem Mob‘

Der Hintergrund: Kaum war die Absage von Merz wegen Broder und Steinhöfel bekannt geworden, wurde aus den USA massive Kritik laut. Der frühere US-Botschafter und Trump-Vertraute Richard Grenell attackiert den Parteichef via Twitter heftig. Merz „verneige“ sich vor dem linken Mob. Die „intolerante Linke“ halte abweichende Meinungen nicht aus, so Grenell. Sie würden „jeden stummschalten, mit dem sie nicht einverstanden sind“. Das vernichtende Fazit des Ex-Botschafters: „Schande über den feigen Merz.“

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Bild: photocosmos1 / Shutterstock
Text: kr

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