Scholz-Ohrfeige für Lauterbachs Corona-Politik Kanzler-Bruder: „Ist in die Hose gegangen“

Beim Lesen der Überschrift haben Sie sich vielleicht schon überaus gefreut – bis die Unterzeile dann die Freude deutlich minderte. Ja, leider ist es nicht Olaf Scholz, der den Gesundheitsminister auseinander nimmt, sondern sein Bruder Jens Scholz. Doch symbolkräftig ist die Kritik allemal. Zumal sie sehr weitreichend ist: Der Narkosearzt und Vorstandsvorsitzender des Uniklinikums Schleswig-Holstein sagte in einem Interview mit der Bild, das leider hinter einer Bezahlschranke steht: „Das flächendeckende Testen hilft nicht. Wir haben am Anfang getestet, um Infizierte zu isolieren. Da muss man ehrlich sagen: Diese Abschottungspolitik ist in die Hose gegangen. Für Grippe gibt es auch keine massenhaften Testungen. Wir müssen Patienten symptomorientiert behandeln und Testen ärztlich indizieren. Das Prinzip Freitesten taugt nichts.“

Der Kanzler-Bruder sprach sich auch gegen Quarantäne von positiv Getesteten aus: „Ich bin froh, dass Herr Gassen, der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, jetzt auch sagt: Wer krank ist, bleibt zu Hause. So machen wir das bei der Grippe ja auch. Ärzte und Pflegekräfte sollen zu Hause bleiben, wenn sie sich krank fühlen. Wenn sie sich wieder fit fühlen, sollen sie mit FFP2-Maske wieder zur Arbeit gehen.“

Besonders pikant: Scholz verwies auf andere Länder, darunter auch Skandinavien. „Wir haben eine andere Variante, einen Impfstoff und antivirale Medikamente. Wenn wir uns so viel weiterentwickelt haben, dann müssen wir auch unser Verhalten ändern“, sagte er der „Bild“. In Skandinavien, Spanien, Großbritannien, Österreich, Schweiz und vielen anderen Ländern werde das schon gemacht.

Sein Fazit, das die Bild zitiert, ist nicht anders zu werten als eine kolossale Ohrfeige für Lauterbach: „Kommen wir besser durch die Pandemie als diese Länder, haben wir eine niedrigere Todesrate als die anderen Länder? Nicht unbedingt. Dann könnten wir ja vielleicht von den anderen Ländern etwas lernen.“

Hier kann man nur hoffen, dass die Familienbande im Hause Scholz so stark sind, dass der Kanzler auf seinen Bruder hört – zumal der ja vom Fach ist. Aber selbst wenn: Der Kanzler ist nicht dafür bekannt, von seiner Richtlinienkompetenz besonders Gebrauch zu machen. Er wurstelt sich durch. Unauffällig, unbemerkt. Er erinnert an den Titel von Musils Roman „Mann ohne Eigenschaften“. Mit Familienzwist ist deshalb kaum zu rechnen. Eher mit Aussitzen.

Und wenigstens in einem Punkt gibt es Entwarnung für den Kanzler-Scholz: Wenigstens in Sachen Impfung ist sein Bruder eher auf Linie. Aber auch nur teilweise. Viele Menschen seien zwar geimpft, sie könnten dennoch krank werden, „landen aber selten auf einer Intensivstation“, so Jens Scholz. Über 60-Jährige bräuchten die 4. Impfung, mahnt er: „Dann kommen wir hoffentlich gut über den Winter.“ Aber auch damit setzt er sich von Lauterbach ab – denn der Hardliner im Ministerium tendiert zur vierten Impfung für alle.

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Bild: SoulPicture König & Peters GbR, www.soulpicture.de, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
Text: Gast

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