Wie die ARD das Phänomen der Corona-Denunziation pervertiert Gebührenfinanzierte Realitätsumkehr in den Tagesthemen

Ein Gastbeitrag von Sönke Paulsen.

Auf einer Skala von eins bis zehn wurde der Wert elf erreicht.

Die Tatsache, dass die Tagesthemen für eine stark verzerrte und ideologisch überformte Berichterstattung bekannt sind, ist kein Aufreger mehr. Das Framing oder auch die Manipulation durch Weglassen von Informationen sind bekannt.

Eine Steigerungsform aber gab es gestern Abend, am 05.11.2020 um 22.30 (anzusehen hier, ab Minute 25.55). Eine fast paralogisch wirkende Berichterstattung, in der die Anmoderation und nachfolgende Reportage vollkommen widersprüchliche Inhalte aufwiesen, die dazu geeignet waren, zu vermitteln, dass Denunziation allein das Geschäft der Corona-Maßnahmen-Kritiker sei. 

Methode war die Umdeutung einer scheinbar richtigen Anmoderation ins Gegenteil. Maskenverweigerer zu filmen und im Internet an den Pranger zu stellen, so Mioska, sei einfach nur jämmerlich. Politiker wie Laschet müssten das aushalten, aber auch normale Bürger?

Dann folgte eine Reportage, in der nicht Maskenverweigerer an den Pranger gestellt wurden, sondern selbst als Aggressoren mit Handykamera auftraten (meist als Kunden in Geschäften). Höhepunkt der kleinen Reportage war ein Sprechchor von Maskengegnern, die eine Familie aufforderten, die Masken abzusetzen. „Maske runter, Maske runter,“ wurde skandiert und zugleich gefilmt.

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Abgerundet wurde das Framing durch einen Kommentar, der sich auf die Kurzreportage bezog und das Anprangern von Menschen im Internet verurteilte, also in diesem Falle das Anprangern nicht von Maskenverweigerern, sondern von Menschen, die Masken tragen, durch Maskenverweigerer.

Sicher ein eher seltenes Phänomen, das ich persönlich in diesem ganzen Jahr noch gar nicht erlebt habe. Ganz im Unterschied zu Aggressionen gegenüber Menschen, die keine Masken tragen.

Man muss geistig schon leicht verwirrt sein, um zu verstehen, warum eine Moderatorin einen scheinbaren Beitrag gegen das Denunzieren von „Maskenmuffeln“ im Internet als jämmerlich anmoderiert, wo ja viele Leute unbesehen zustimmen würden. Dann aber folgt eine Reportage über böse Maskenverweigerer, die anständige und maskentragende Mitarbeiter in Geschäften mit der Bloßstellung im Internet bedrohen. Schließlich der Kommentar, dass so etwas ja überhaupt nicht ginge.

Die Aufforderung zur Denunziation von „Masken-Muffeln“ wird dadurch zur Hauptaussage des Themenberichtes, obwohl der Komplex, durch Frau Mioska, gegenteilig anmoderiert wurde.

Ich weiß nicht, ob man ein Grading für die Schwere von Manipulationen nutzen kann, aber in diesem Falle wäre es angebracht.

Es ist ein bisschen so, als würde das nationalsozialistische Propagandaministerium den Angriff auf jüdische Geschäfte für jämmerlich und unmoralisch erklären und dann in der Wochenschau nur zeigen, wie böse Juden arme Arier bei ihrem Einkauf einschüchtern und betrügen. So pseudomoralisch traten aber die Goebbels-Leute nicht auf. Sie haben ganz ungeniert die Juden entmenscht und an den Pranger gestellt.

Die Nazis waren sicher viel brutaler, aber nicht so manipulativ, wie die Tagesthemen.

Das manipulatorische Grading dieses Beitrages wäre auf einer Skala von eins bis zehn wohl elf. 

Warum man für die ungenierte Manipulation, die jeden funktionierenden Verstand beieidigt, noch Gebühren bezahlen soll, kann ich nur mit der halbstaatlichen Macht der ARD erklären.


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Sönke Paulsen ist freier Blogger und Publizist. Er schreibt in seiner eigenen Zeitschrift „Heralt“


Bild: ARD Screenshot
Text: Gast

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