Wollt ihr die totale Macht? Die Fortsetzung Die Diktatur der "gesellschaftlichen Funktionseliten"

Ein Gastbeitrag von Andreas Zimmermann

Im ersten Teil dieses Essays habe ich versucht, einen kleinen und mit Sicherheit unvollständigen Überblick über einige der Lebensbereiche, in denen die persönliche Freiheit der deutschen Bürger aktuell zunehmend stranguliert wird, zu geben. In diesem zweiten Teil versuche ich der Frage nachzugehen, wer eigentlich dafür verantwortlich ist.

Ich hatte den ersten Teil mit Verweisen auf eine Reihe von Artikeln abgeschlossen, die sich mit den zunehmend totalitären Entwicklungen in Deutschland auseinandersetzen. Doch auf gewisse Weise gehen alle diese Artikel am Thema vorbei, und zwar aus einem Grund, den Margaret Thatcher 1987 sehr schön formuliert hat: „There’s No Such Thing as Society.“ Was sie damit meinte (und in dem zugehörigen Interview auch sagte) ist, dass „die Gesellschaft“ ein abstraktes Konstrukt ist, das in der Realität aus einzelnen Menschen besteht. Und das Gleiche gilt für „den Staat“. Denn es war nicht „der Staat“, der dafür gesorgt hat, dass Kinder jahrelang mit gesundheitsschädlichen Lappen vor dem Gesicht in der Schule und im öffentlichen Nahverkehr sitzen mussten.

Es waren Politiker aus Exekutive und Legislative, die die zugehörigen Gesetze und Verordnungen beschlossen haben. Es war auch nicht „der Staat“, der fast ein allgemeines Impfzwanggesetz beschlossen hat, es waren 235 Bundestagsabgeordnete, die den Antrag für einen allgemeinen Impfzwang für Personen ab 18 Jahren eingereicht haben und 296 Abgeordnete, die dafür gestimmt haben – in den allermeisten Fällen vermutlich ohne jede Vorstellung, wie die sogenannten „Impfung“ eigentlich wirkt. Es war auch nicht „der Staat“, der Lockdowns und Kinder-„Impfungen“ empfohlen hat, es waren die 19 Mitglieder des sogenannten „Corona-ExpertInnenrates“ (ich entschuldige mich für die Schreibweise, diese ist direkt der Seite der Bundesregierung entnommen). Und es war nicht „der Staat“, der den Arzt Dr. Heinrich Habig zu zwei Jahren und 10 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt hat, weil er einige Menschen vor den hochgradig gefährlichen und viel zu oft tödlichen modRNA-Injektionen geschützt hat, es war die Richterin Petra Breywisch-Lepping.

Das Muster, das erkennbar wird, ist ein ganz klares, und es lässt sich sehr schön anhand einer leicht variierten Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck erklären. In Deutschland und Europa sind nicht die Bevölkerungen das Problem, die Eliten sind im Moment das Problem. Wobei Eliten hier ganz klar im Sinne von „gesellschaftlichen Funktionseliten“ verstanden werden muss, denn elitär im ursprünglichen Sinne ist an diesen Personen schon lange nichts mehr. Und dieses Problem ist viel größer, als den meisten Menschen vermutlich bewusst ist, denn erstens finden sich diese „gesellschaftlichen Funktionseliten“ mittlerweile nicht nur in der Politik, sondern zunächst von den Politikern und dann in zunehmendem Maße durch selbstverstärkende Prozesse installiert, in allen gesellschaftlichen Bereichen wie der Exekutive (Polizei u.ä.), der Justiz, den Medien und ganz massiv auch in der Wissenschaft.

Und zweitens sind die aktuellen „gesellschaftlichen Funktionseliten“ nicht nur intellektuell, sondern vor allem auch charakterlich ungeeignet, die Positionen, die sie besetzen, auszufüllen, ohne erheblichen Schaden anzurichten. Diese fehlende charakterliche Eignung bezieht sich sowohl auf einen Mangel an Selbstreflexion als auch auf eine erhebliche totalitäre Charakterneigung. Dazu kommt oft genug noch eine Neigung zur Manipulation. Ich möchte dies an einigen Beispielen illustrieren.

Nicht nur schreiende Inkompetenz

Beginnen wir mit unserer Außenministerin, die gerade mit ihrer Aussage vom Speck der Hoffnung (bacon of hope) im Internet viral gegangen ist. Dies wäre peinlich genug, wenn es ihr erster Aussetzer gewesen wäre, aber sie hat ja zudem Grundlasthühner, einen frisierten Lebenslauf, ein plagiiertes Buch und noch viele andere Peinlichkeiten zu bieten. Nur dass ihr aufgrund offensichtlich völlig fehlender Selbstreflexion nichts davon peinlich ist. Ich versteige mich jetzt einmal zu der Aussage, dass die meisten Menschen angesichts dieser Ansammlung an Fettnäpfchen schon längst zurückgetreten wären, bzw. bei nüchterner Betrachtung ihrer Fähigkeiten das Amt des Außenministers dankend abgelehnt hätten.

Doch nicht nur schreiende Inkompetenz, auch totalitäres Denken ist bei den Grünen bekanntermaßen weit verbreitet, immerhin waren es vor allem Grüne von Janosch Dahmen bis zu Emilia Fester, die besonders laut ein allgemeines Impfzwanggesetz gefordert haben. Und die Parteikollegin Saskia Weishaupt forderte bekanntermaßen offen Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten. Allerdings äußert sich eine totalitäre Gesinnung nicht nur in offenen Gewaltaufrufen gegen Andersdenkende, sie kann sich durchaus auch subtiler zeigen. Ein schönes Beispiel hierfür sind Frau Baerbocks Ministerkollegen Robert Habeck und Cem Özdemir, die sich bekanntermaßen für Deutschlands „Häuptlinge“ halten.

Über Robert Habecks rücksichtsloses Vorgehen beim Heizungsgesetz, das in Zukunft jedem Bürger in Deutschland vorschreiben soll, wie er zu heizen hat und vor allem wie er nicht mehr heizen darf, wodurch unzählige Hausbesitzer in Deutschland in den Bankrott getrieben werden dürften, wurde in letzter Zeit ja ausreichend berichtet. Darüber ist Cem Özdemirs Ernährungstotalitarismus schon fast in Vergessenheit geraten. Dabei ist dieser durchaus bemerkenswert. So hat er für das Landwirtschaftsministerium, das er wohl für ein ihm überlassenes Lehen hält, per interner Anweisung ein nahezu komplettes Fleischverbot erlassen – ob Mitarbeiter, die von zu Hause eine Bulette mitbringen, dann vom Vegetarier Özdemir umgehend entlassen werden, ist allerdings nicht bekannt. Noch interessanter ist, was die Welt über das geplante „Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel für Kinder“ schreibt. Schon die Überschrift ist ziemlich eindeutig: „Ernährungsindustrie warnt vor „Kollateralschaden“ durch Özdemirs Werbeverbot.“ Im Text heißt es dann: „Özdemir hat seine ursprünglichen Pläne für Werbeverbote zum Schutz von Kindern mittlerweile abgeschwächt. So kürzte er Verbotszeiten für Fernsehwerbung und strich ein Plakatverbot auch im Umkreis von Sportplätzen.“ Mit anderen Worten, ein größenwahnsinniger Sozialpädagoge, der aus parteiinternen Gründen im Amt des Landwirtschaftsministers gelandet ist, entscheidet nach Lust und Laune, wann und wo welche Werbung für Lebensmittel noch erlaubt sein soll.

Warum geht es um 'Totalitarismus'?

Wer nun einwenden möchte, dass das, was ich bisher ausgeführt habe, noch lange kein Totalitarismus sei, schließlich werde niemand für seine Meinung ins Gefängnis geworfen oder auf offener Straße erschossen, dem sei die Totalitarismus-Definition der deutschen Wikipedia, die bekanntlich jeglicher konservativer oder gar “rechter” Umtriebe unverdächtig ist, ans Herz gelegt:  “Totalitarismus bezeichnet eine politische Herrschaft mit einem uneingeschränkten Verfügungsanspruch über die Beherrschten, auch über die öffentlich-gesellschaftliche Sphäre hinaus in den persönlichen Bereich. Ihr Ziel ist die umfassende Durchsetzung ihres Wertesystems. Im Unterschied zu einer autoritären Diktatur strebt der Totalitarismus an, in alle sozialen Verhältnisse hineinzuwirken, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen.” (Meine Hervorhebungen.)

Genau das ist es, was Politiker wie Robert Habeck, Cem Özdemir und wie sie alle heißen gemeinsam mit ihren Unterstützern aus Justiz, Medien und Wissenschaft machen – sie zwingen ihre Ideologie den Menschen in allen Lebensbereichen bis in die hintersten und intimsten Winkel des Privatlebens auf, sei es, was Menschen noch essen dürfen, wie sie heizen dürfen, wie sie sprechen dürfen, ja letztlich was überhaupt noch erlaubt ist zu denken. Und damit niemand den falschen Eindruck bekommt, dass dies nur auf die Grünen zutrifft, möchte ich noch ein paar Politiker anderer Parteien erwähnen.

Fangen wir mit Marco Buschmann von der FDP und seinem sogenannten “Selbstbestimmungsgesetz” an, das ebenso wie Robert Habecks Wärmepumpenzwang und Cem Özdemirs Werbeverbote für bestimmte Lebensmittel direkt in die privatesten Lebensbereiche der Bevölkerung vordringt, und damit wunderbar zum neuen deutschen Totalitarismus passt. Denn dieses Gesetz plant schon ganz offiziell nichts weniger, als dass in Zukunft Jugendliche ab 14 Jahren mit staatlicher Unterstützung gegen den Willen der Eltern Personenstand und Vornamen ändern dürfen sollen. Eine nähere Betrachtung zeigt, dass sich der „Staat“ aber tatsächlich noch viel weitergehende Zugriffe auf Kinder und Jugendliche ermöglichen will, denn über den Trick einer angeblichen Kindswohlgefährdung könnte nach dem aktuellen Entwurf ein Familiengericht sogar gegen den Willen der Eltern auch die Gabe von Pubertätsblockern an Kinder unter 14 Jahren anordnen.

Nicht besser ist Nancy Faeser von der SPD, die sich mit Hilfe des Inlandsgeheimdienstes, irreführenderweise Verfassungsschutz genannt, lästiger politischer Konkurrenz durch ein Parteienverbot entledigen will. Der Vollständigkeit halber sei für die CDU der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst erwähnt, dessen Regierung mehrere „Meldestellen“ eingerichtet hat (z.B. hier), bei denen „Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ gemeldet werden können, oder etwas weniger verschwurbelt, staatlich bezahlte Denunziationsstellen. Dass auch die umbenannte Stasi- und Mauerschützenpartei den Totalitarismus in ihren Genen trägt, muss man nicht extra erwähnen.

Gefesselt vor Gericht

Doch nicht nur Politiker reden und verhalten sich immer öfter offen totalitär, der Totalitarismus scheint auch bis in die Justiz vorgedrungen zu sein. Das aktuell bekannteste Beispiel dafür ist der bereits erwähnte Prozess gegen den Arzt Dr. Heinrich Habig, der angeklagt war, weil er angeblich „falsche Impfbescheinigungen” ausgestellt hat. Dafür wurde er von der Richterin Petra Breywisch-Lepping zu fast drei Jahren Haft verurteilt. Alle, die hierbei den Standpunkt vertreten, dass das Urteil der Richterin zwar zu hart sei, dass er aber trotzdem „Ungeimpften” keine Impfbescheinigungen hätte ausstellen sollen, weil es erstens Urkundenfälschung sei und zweitens irgendwie falsch, sollten daran denken, dass es sich bei den in Frage stehenden modRNA-Injektionen nicht um Impfungen handelt, weil sie nicht nur weder Infektionen noch Erkrankungen verhindern, sondern sogenannten “Geimpfte” sich, von allen Nebenwirkungen einmal abgesehen, sogar öfter mit SARS-CoV-2 infizieren als „Ungeimpfte“. Aus immunologischer Sicht handelt es sich also, wenn überhaupt bei der Ausstellung einer Impfbescheinigung nach erfolgter Injektion um Urkundenfälschung.

Unabhängig davon gibt es aber noch einen ganz anderen Grund, warum man an Frau Petra Breywisch-Leppings charakterlichen Eignung für das Richteramt berechtigterweise zweifeln kann. Denn sie ließ den 67-jährigen Angeklagten, der lediglich einigen verzweifelten Menschen geholfen hat, sich vor einem, nun, wie soll ich es anders sagen, Amok laufenden Staat zu schützen und von dem ganz sicher keinerlei Gefahr ausgeht, wie einen gefährlichen Gewaltverbrecher mit Hand- und Fußfesseln vorführen. Und hierfür gab es objektiv keinen einzigen Grund, außer den, den Angeklagten öffentlich zu demütigen. Man kann berechtigte Zweifel haben, ob eine Person, die so etwas macht, in einem Rechtsstaat ein Richteramt innehaben sollte.

Ironischerweise hat diese Juristin ihr Urteil der Schande just an dem Tag verkündet, an dem das PEI im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit einen aktualisierten Bericht zum Ausmaß der Nebenwirkungen der modRNA-Injektionen in Deutschland veröffentlicht hat. Und dieser Bericht hat es durchaus in sich. Er enthält nicht nur, wie schon lange bekannt, die Zahlen der gemeldeten Nebenwirkungen einschließlich der schweren Nebenwirkungen, sondern auch eine Aufschlüsselung, welcher Prozentsatz der Patienten wieder genesen ist, welcher dauerhafte Schäden hat, welcher Prozentsatz verstorben ist sowie noch einige andere Kategorien, und zwar für den Zeitraum vom 27. Dezember 2020 (dem Tag der ersten „Covid-Impfung“ in Deutschland) bis zum 31. März 2023. Danach wurden in diesem Zeitraum 338.333 Nebenwirkungen gemeldet, wobei 55.486 als „schwere Nebenwirkungen“ gelistet sind (Seite 14).

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Richtig interessant wird es auf der nächsten Seite, auf der die verschiedenen Kategorien an Fallausgängen gelistet sind. Denn lediglich 29,4 Prozent finden sich in der Kategorie „wiederhergestellt“, wesentlich mehr dagegen, nämlich 39,1 Prozent waren dagegen noch nicht wiederhergestellt und immerhin weitere 5,4 Prozent laufen in der Kategorie „bleibender Schaden“. Um diese Prozentzahlen verständlicher zu machen, habe ich sie einmal in absolute Zahlen umgerechnet. Laut offiziellem PEI-Bericht gibt es also 18.270 gemeldete Nebenwirkungen, die bei den betroffenen Personen zu einem bleibenden Schaden geführt haben, dazu 132.288 Personen, die als nicht wiederhergestellt gelten. Der Prozentsatz der Todesfälle liegt übrigens bei 0,98 Prozent, woraus sich 3.316 gemeldete Todesfälle ergeben. Natürlich kommt jetzt gleich der Einwand, „das sind ja nur Verdachtsfälle“, aber auch zur Frage, welcher Prozentsatz der gemeldeten Verdachtsfälle bei Impfnebenwirkungen als echte Nebenwirkung bestätigt werden kann, gibt es Studien.

Abschreckendes Meldesystem

Diese hat Prof. Norman Fenton in einem Artikel diskutiert. Danach kann man davon ausgehen, dass mindestens 70 Prozent der gemeldeten Verdachtsfälle tatsächlich Schäden darstellen, die durch die Impfung verursacht wurden, vermutlich eher mehr. Das wären also alleine anhand der offiziellen PEI-Zahlen 2.321 Todesopfer und 12.789 Menschen mit bleibenden Schäden. Dazu kommt bei passiven Meldesystemen natürlich noch die Dunkelziffer. Diese setzt Prof. Fenton mit 90 Prozent, sprich 10 Prozent Melderate an, wobei eine Metastudie von 2012 auf eine durchschnittliche Dunkelziffer von 94 Prozent kommt. Da das Meldesystem in Deutschland besonders abschreckend aufgebaut ist, dürfte dies der Wahrheit näherkommen. Dass die Melderate in Deutschland besonders niedrig ist, erkennt man auch daran, dass Großbritannien mit gut 67 Millionen Einwohnern mit 474.018 Nebenwirkungsmeldungen eine deutlich höhere Zahl aufweist als das mit gut 83 Millionen Einwohnern wesentlich bevölkerungsreichere Deutschland mit 338.333 Meldungen.

Die Melderate dürfte in Deutschland also eher bei den in der obigen Metastudie bestimmten Durchschnittsrate von 5 Prozent liegen, d.h., alle PEI-Zahlen müssen mit dem Faktor 20 multipliziert werden. Wir reden also über gut 46.000 Todesopfer und gut 250.000 Menschen mit bleibenden Schäden. Der Arzt Dr. Habig hat also mit großer Wahrscheinlichkeit eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen vor schweren gesundheitlichen Schäden bewahrt und vermutlich sogar einigen das Leben gerettet. Dafür muss er nun im „besten Deutschland aller Zeiten“ für mehrere Jahre hinter Gitter.

Und damit scheint der Rachedurst der Mächtigen noch lange nicht gestillt. Denn mittlerweile wurde auch der Weimarer Familienrichter Christian Dettmar, der sich mit einem Urteil gegen die Zwangsmaskierung der Schulkinder gestellt hat, wegen angeblicher Rechtsbeugung angeklagt. Und das, obwohl von Anfang an klar war, dass diese Zwangsmaskierung keinerlei Einfluss auf die Verbreitung respiratorischer Viren hat, dafür aber erhebliche physische und psychische Schäden bei den betroffenen Kindern anrichten würde. Doch so unbarmherzig „der Staat“ beziehungsweise seine Schergen diejenigen verfolgen, die es wagen sich den Mächtigen und ihren Narrativen entgegenzustellen, so großzügig werden seine willfährigen Unterstützer belohnt.

Aus aktuellem Anlass muss hier an erster Stelle Alena Buyx erwähnt werden, die Vorsitzende des deutschen „Ethikrates“, da ihr eben erst von Markus Söder der „Bayerische Verdienstorden“ verliehen wurde, auch wenn dieser Zug beim gemeinen Volk vielleicht nicht so wirklich gut  angekommen ist, wie zumindest die Kommentare zur zugehörigen Twittermeldung vermuten lassen. Ich weiß nicht wirklich, wofür sie diese Auszeichnung verdient hätte, aber vielleicht ja dafür, dass sie es wie kaum eine andere geschafft hat, ihre Verachtung für den Pöbel in Worte zu kleiden, wie etwa, als sie erklärte, es benötige lediglich kleinere Anreize wie einen „Einkaufsgutschein“ oder einen „Donut“ als Belohnung, dann würde sich das dumme Volk schon in ausreichender Zahl „impfen“ lassen. Wobei die Liste der Preise, die sie für ihre Systemtreue erhalten hat, durchaus ausbaufähig ist, zumindest wenn man Wikipedia Glauben schenken darf.

Das „Institut für klimagesundes Verhalten“ gibt es wirklich

Andere Systemschwurbler waren in dieser Hinsicht weitaus erfolgreicher. So wurden Mai Thi Nguyen-Kim, die noch Mitte November 2021 behauptet hat, die modRNA-Injektionen würden eine Ansteckung verhindern, als Belohnung für ihre Systemtreue Preise geradezu reihenweise verliehen, zuletzt der mit 30.000 Euro dotierte Jacob-Grimm-Preis. Dass dieser Preis auch unter dem Namen „Kulturpreis Deutsche Sprache“ läuft, möchte man angesichts sprachlicher Glanzleistung dieser Dame wie „Science ist meins“, „Impfpflicht ist o.k.“ oder auch dem seltsamen Satz „Viele Menschen, die jeden Tag sterben oder Long Covid erleiden, hätte man durch Impfung verhindern können“ eigentlich am liebsten verschweigen. Wobei sie mit letzterem Satz ausnahmsweise mal gar nicht so falsch lag, denn seit Beginn der modRNA-Injektionen beobachten wir nicht nur einen historisch einzigartigen Geburteneinbruch, sondern auch einen massiven Anstieg der Totgeburten auf ein Rekordhoch. Es sieht also ganz so aus, als würden die modRNA-Injektionen tatsächlich in erheblichem Maß „Menschen verhindern“, auch wenn ich den Verdacht habe, dass die „Impfluencerin“ Mai Thi Nguyen-Kim ihren verunglückten Satz eher nicht so gemeint haben dürfte.

Eine weitere Systemschwurblerin, die für ihr Wirken belohnt wurde, ist Cornelia Betsch, eines der Mitglieder des berüchtigten „Expertenrates“ der Bundesregierung. Sie wurde u.a. mit einer „Professur für Gesundheitskommunikation“ als Direktorin des „Instituts für klimagesundes Verhalten“ der Universität Erfurt beglückt. Das Institut heißt allen Ernstes so, wobei der englische Name, den heutzutage jede deutsche Institution, die glaubt, wichtig zu sein, natürlich haben muss, tatsächlich noch etwas absurder ist: „Institute for Planetary Health Behaviour (IPB)“ – mehr muss man nicht wissen. Was man allerdings wissen sollte, ist, wodurch sich Frau Betsch für den „Expertenrat“ qualifiziert hat. Dazu sollte man sich diesen Gesprächsausschnitt mit Eckart von Hirschhausen ansehen. Frau Betsch ist nämlich eine Anhängerin des sogenannten „Nudgings“, einer psychologischen Manipulationstechnik, mit der Menschen dazu gebracht werden sollen, Dinge zu tun, die sie gar nicht tun wollen – etwa sich gefährliche Stoffe injizieren zu lassen. Interessanterweise hat Frau Betsch genau zu der Frage, wie man Menschen dazu bringt, sich „impfen“ zu lassen, wenn sie selbst keinen Nutzen davon haben, gearbeitet. Auch Angela Merkel ist übrigens ein großer Fan des Nudgings. Dass derartige Manipulationstechniken zum Konzept des freien, mündigen Bürgers ungefähr so gut passen wie ein Haufen Hundescheiße zu einem Dreisterne-Menü, stört natürlich weder die in der DDR sozialisierte Frau Merkel noch die Mitglieder eines „Expertenrates der Bundesregierung.“

Ein weiteres Musterbeispiel der modernen „Funktionseliten“ findet man in Stefan Huster, dem Leiter der Evaluierungskommission, die die Wirksamkeit von Masken mit einer Studie an syrischen Hamstern begründet hat. Sein Twitter-Account lohnt sich vor allem, wenn man Fallbeispiele pseudointellektueller Überheblichkeit bestaunen will. Und während die EU mit Vorhaben wie Chatkontrolle und Vermögensregister mit Hochdruck am totalüberwachten Bürger arbeitet, sollte seiner Meinung nach „Politikberatung“ durch Gestalten wie ihn natürlich geheim sein. Das heißt, auch wenn die „Beratungsergebnisse“ das Leben der davon betroffenen Bürger massiv beeinträchtigen oder gleich ganz zerstören, sollten er und seine Kumpane seiner Meinung nach auf keinen Fall dafür verantwortlich gemacht werden können.

Womit wir bei einem weiteren Problem unserer „gesellschaftlichen Funktionseliten“ wären. Nicht nur, dass sie ihren Positionen weder intellektuell noch charakterlich gewachsen sind, sie weigern sich selbstverständlich auch, für die Katastrophen, die sie kraft der Macht, die ihnen diese Positionen verleihen, anrichten, irgendeine Art von Verantwortung zu übernehmen – siehe Robert Habeck, der trotz desaströser Bilanz zumindest offiziell immer noch Bundeswirtschaftsminister ist.

Oft genug mit Feuereifer

Ich könnte jetzt noch viele weitere Beispiele auflisten, sei es Frank-Walter der Spalter, der seinem Namen mit schöner Regelmäßigkeit alle Ehre macht, oder Leif Erik Sander, der wie Christian Drosten Professor an der Charité ist und die „Covid-Impfung“ vehement empfohlen hat, obwohl er offenbar nicht einmal den Unterschied zwischen einem sogenannten Totimpfstoff und einer Nukleinsäure-Injektion verstanden hatte. Aber auch hier gilt, wollte ich das gesamte Panoptikum an öffentlichen Protagonisten des zunehmenden Wahnsinns auflisten, würde das Ganze ein Buch ergeben, und keinesfalls ein dünnes. Doch darum sollen sich zukünftige Historiker kümmern, wenn sie irgendwann in der Zukunft diese aktuell jüngste Episode in Deutschlands langer und unrühmlicher Geschichte des Totalitarismus erforschen.

Wofür die wenigen, von mir oben erwähnten Personen beispielhaft stehen und was sie in all ihrer intellektuellen und charakterlichen Erbärmlichkeit zeigen, ist, dass es nicht „der Staat” war, der auf friedlichen Demonstrationen wehrlose Omas zusammengeschlagen hat, der der 15-jährigen Cheyenne die tödliche Injektion gesetzt hat, der durch monatelange Berufsverbote unzählige Menschen in den existenziellen Ruin getrieben hat oder der die Zwangsmaskierung der Schulkinder angeordnet hat. Ja, es waren auch nicht Bill Gates, Klaus Schwab, Larry Fink und all die anderen Gestalten, die schon lange im Hintergrund ihre trüben Süppchen kochen und vor denen unsere Politiker oft genug Männchen machen, wie der nervöse Schuljunge Olaf Scholz bei der WEF-Tagung 2022 vor dem strengen Oberlehrer Klaus Schwab. Nein, wie jedes Mal, wenn der altbekannte Totalitarismus irgendwo auf der Welt sein hässliches Haupt erhebt, waren es auch diesmal wieder viele einzelne Menschen, die ihm einmal mehr zum Erfolg verholfen haben. Es sind die kleinen Verbrecher und großen Mitläufer, wie die Polizisten, die ihre Gewaltfantasien gegenüber wehrlosen Demonstranten ausgelebt haben, wie die zahllosen Ärzte, die so geldgierig wie skrupellos im Akkord Millionen von Menschen hochgefährliche Injektionen verpasst haben, wie die „Medienschaffenden” wie Sarah Bosetti, die Menschen, die beim kollektiven Wahnsinn nicht mitgemacht haben, als Blinddarm der Gesellschaft beschimpft haben und wie all die sogenannten „Wissenschaftler“, die für ein bisschen öffentlichen Ruhm, einen Batzen Forschungsgelder oder eine schicke Stelle jedes Ethos über Bord geworfen haben. Und dazu zählen auch all die Lehrer, die die entwürdigende und gesundheitsschädliche Zwangsmaskierung der ihnen als Schutzbefohlene anvertrauten Kinder durchgesetzt haben, oft genug mit Feuereifer.

Und natürlich war es auch jeder einzelne der vielen Politiker, die an erster Stelle dafür verantwortlich sind, drei Jahre lang und die immer noch Entscheidungen treffen, die das Land ruinieren und den Bürgern dieses Landes Schaden zufügen. Es waren und sind die Markus Söders und Alena Buyxes, die Christian Drostens und Karl Lauterbachs, die – erst unter dem Vorwand einer erfundenen “Pandemie” und jetzt unter dem nicht minder haltlosen Vorwand einer angeblichen “Klimakrise” – Deutschlands neuerlichen Absturz in den Totalitarismus vorangetrieben haben und noch immer vorantreiben, und die sich jetzt dafür noch gegenseitig mit Orden behängen und Posten zuschanzen.

Und sie haben all dies nicht getan, weil sie mussten, wie so mancher verzweifelte Mitarbeiter des Gesundheitswesens, der sich hat spritzen lassen, weil er aufgrund der regierungsamtlichen Erpressung Angst um seine Existenz hatte. Nein, sie haben es getan, weil sie dachten, es nützt ihnen oder auch weil sie machtgierig, korrupt und bis ins Mark totalitär sind. Und das sollten wir nie vergessen.

Teil 1 dieses Essays finden Sie hier.

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Der Beitrag erschien zuerst auf Achgut.com.

Andreas Zimmermann ist promovierter Naturwissenschaftler und lehrt an einer deutschen Hochschule. Er schreibt hier unter einem Pseudonym.

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