ZDF klagt über Ausschluss von Journalisten von Pressekonferenz "Heute Journal" spricht von Berufsverbot

Auch ohne einen Cent Zwangsgebühren oder Millionen Steuergelder für Impf-Werbung habe ich eine Redaktion, um die mich die großen Anstalten und Medien nur beneiden können. Mit meinen vielen Lesern habe ich das Gefühl, überall Korrespondenten zu haben. Und auch „Medien-Beobachter“. Ein aufmerksamer Leser hat gestern einen Bericht im ZDF gesehen, der ihn zu folgendem Leserbrief an den Sender animiert hat – den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Sehr geehrte Damen und Herren,

soeben sehe ich Ihren Nachrichtenbeitrag im „heute journal update“. In einem Beitrag monieren Sie die Zustände in Albanien, wo sich die böse Regierung erdreistet, Journalisten einer „politischen Umerziehung“ zu unterziehen, indem sie diese für 3 Monate von Pressekonferenzen ausschließt, also – wie Sie richtig sagen – mit einem Berufsverbot zu belegen.

Selbiges kommt mir aus Deutschland jedoch auch sehr bekannt vor, jedoch habe ich es bisher vermisst, dass Sie das jemals in ähnlicher Weise medial dargestellt und angeprangert hätten! Ich spreche ganz konkret vom Ausschluss des Journalisten Boris Reitschuster aus der Bundespressekonferenz, was exakt genau das gleiche ist wie das, was Sie da in Albanien monieren und anprangern.

Vielleicht sollte man doch erstmal vor den eigenen Türen kehren und Missstände abstellen, welche es genauso auch im eigenen Land gibt, bevor man sich dann den Problemen anderer Länder zuwendet!?
Mit freundlichen Grüßen,
XXXX XXXXXX

Geschickt an: [email protected]

Zunächst einmal meinen ganz herzlichen Dank an den Leser. Seinen Worten kann ich mich nur anschließen. Das Ausmaß an Doppelmoral, das wir in Politik und Medien alltagtäglich erleben, ist mit normaler Logik nicht mehr nachvollziehbar.

Deutsche Politiker und Journalisten rühmen sich ständig, die Bundespressekonferenz sei eine einzigartige Konstruktion, weil im Gegensatz zur Praxis in vielen anderen Staaten die Hausherren der Bundespressekonferenz die Journalisten selbst sind, und nicht die Regierung, Ministerien, Parteien, Verbände, Weltanschauungsgemeinschaften oder einzelne Politiker, wie Wikipedia belehrt: „Dadurch kommen auch Journalisten, die für ihre kritischen Fragen bekannt sind, stets zu Wort, während in vergleichbaren Veranstaltungen in anderen Staaten diese Journalisten vielfach keine Fragen stellen können.“

Realsatire vom Feinsten.

Wobei, ein Kern Wahrheit ist drin: In der Bundespressekonferenz übernehmen die Journalisten selbst die dreckige Arbeit, kritische Journalisten auszuschließen (wie meine Wenigkeit) oder gar nicht erst reinzulassen (wie Henryk M. Broder oder junge Kollegen von „Tichys Einblick“). In weniger progressiven Ländern muss die Regierung diese Art der Zensur immer noch selbst betreiben.

PS: Bezeichnend ist, dass Wikipedia, ein als Enzyklopädie getarntes Propaganda-Portal, meinen Ausschluss aus der Bundespressekonferenz und die Verweigerung der Aufnahme kritischer Journalisten in dem Bundespressekonferenz-Artikel mit keinem Wort erwähnt. Während das Portal bei Organisationen oder Personen, die sich nicht dem „woken“ Zeitgeist unterordnen, jede noch so kleine Mücke zum Elefanten aufbläst.

David gegen Goliath
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Bild: Shutterstock
Text: br

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