2G oder die Rückkehr der Schildbürger im neuen Gewand Adolfsturm in Friedberg hochgradig ansteckend!

Von Dr. Astrid Baumann

Am 2. Oktober machte ich mit zwei Bekannten – einer von ihnen ist Neu-Friedberger – einen Spaziergang durch den schönen Friedberger Burggarten. Als wir durch die Burg zurückgehen wollten, bemerkten wir, dass auf dem Adolfsturm Leute zu sehen waren.

Der Adolfsturm in Friedberg (Hessen)

Spontan beschlossen wir, dort hinaufzusteigen, um unserem Neu-Friedberger dieses Bauwerk zu zeigen und gemeinsam die Aussicht auf die Wetterau genießen zu können.

Das Kassenhäuschen war geöffnet, und der Kassenwart bat uns, wegen der Corona-Situation mit dem Aufstieg zu warten, bis die Besucher, die wir gesehen hatten, wieder herunterkommen würden. Wir äußerten Verständnis; gern würden wir die paar Minuten warten. Als wir die Geldbörse zückten, um den Eintritt von 2 € zu entrichten, forderte uns der Kassenwart auf, zuerst unsere Impfausweise vorzulegen.

Eine von uns ist geimpft, hatte aber ihren Ausweis nicht dabei. Die anderen beiden besitzen keinen solchen Ausweis.

Wir wunderten uns sehr über solche Vorschriften, weil wir ja im Turm niemandem begegnen würden. Der Kassenwart hielt uns eine Verordnung der staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen vor, nach der er zu handeln angewiesen sei. Unsere ganze Freude über den sonnigen Nachmittag und die Aussicht auf die Turmbesteigung war verflogen, und wir zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Aber jetzt wissen wir: Der Adolfsturm ist so hochgradig ansteckend, dass die ungeimpften Bürger vor ihm geschützt werden müssen.

Am Eingangstor zur Turmbesichtigung, vor dem Durchgang zur Burg, hängt noch ein Schild mit den Regeln zur Turmbesteigung, die vor „3G“ gültig waren. Das beweist, dass es jetzt nicht mehr um unsere Gesundheit geht, sondern um Impfdruck. Auch Geimpfte sind langfristig nicht vor diesem Druck sicher; sie könnten ohne dritte Impfung bald wieder zu Ungeimpften werden, wie in Israel.

Auch Ungeimpfte sind Menschen und Steuerzahler.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

 
Dr. Astrid Baumann ist pensionierte Mathematik-Dozentin

Bild: privat, Shutterstock, Sven Teschke, Büdingen/Wikicommons/GNU
Text: Gast

 

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