Der Drahtzieher der Klima-Kleber – vom Staat bezahlt Wie sich der Gesinnungsstaat entlarvt

Erst am Freitag habe ich hier über die Journalistin und Redaktionsleiterin Sylvia Eigenrauch geschrieben, die von der „Ostthüringer Zeitung“ wegen zweier Artikel entlassen wurde, die nicht zur „Haltung“ der Zeitung passten. Egal in welchem Beruf – wer in Sachen Corona und Corona-Proteste von der „Linie“ abweicht, muss mit Unannehmlichkeiten rechnen. Die Medizin-Uni Wien etwa hat dem Leiter der Abteilung für Allgemein- und Familienmedizin am Zentrum für Public Health, Andreas Sönnichsen, gekündigt. Sein Vergehen: Er hat immer wieder die Corona-Maßnahmen kritisiert. Sein gutes Recht in einer pluralistischen Demokratie, sollte man meinen. Aber Pustekuchen! In der „Haltungs-Demokratur“, die unter Angela Merkel in Deutschland entstanden ist (und nicht nur da, wie ein Blick in die USA zeigt), können einen falsche Meinungen die Existenz kosten.

Das Beispiel von Professor Sönnichsen habe ich hier aufgeführt, um Ihnen den Kontrast zu einem ganz anderen Fall deutlich zu machen: Zu Ingo Blechschmidt. Er ist laut „FOL“ einer der Drahtzieher der „Klima-Kleber“ von der „Letzten Generation“. Und parallel Mathematikdozent an der Universität Augsburg. Mit langer Aktivisten-Karriere. Er ist also mitverantwortlich dafür, dass die Extremisten mit ihren Blockaden Straftaten begehen und Menschenleben gefährden – weil immer wieder Rettungsfahrzeuge in dem von ihnen verursachten Stau feststecken.

Ganz im Gegensatz zu Sönnichsen ist bei Blechschmidt nichts bekannt davon, dass er irgendwelche Probleme mit seinem staatlichen Arbeitgeber hat – der Universität Augsburg. Zugespitzt könnte man also sagen, dass der Drahtzieher der illegalen Aktionen von Steuergeldern lebt bzw. vom Staat bezahlt wird. Verstehen Sie mich richtig: Ich will nicht auf der einen Seite „Gesinnungs-Terror“ gegen Staatsdiener und auch jeden anderen kritisieren und dann im Falle von Blechschmidt genau das fordern. Nein. Aber ich will auf die massive Doppelmoral und Heuchelei aufmerksam machen, die hier offensichtlich wird.

Blechschmidt bei einem Vortrag

Wenn jemand für das eintritt, was in den Augen des rotgrünen polit-medialen Komplexes das „Gute“ ist, dann hat er offenbar auch dann nichts zu befürchten, wenn er der geistige Vater von illegalen Aktionen ist und auch selbst schon wegen Straftaten verurteilt wurde. Ganz anders, wenn jemand wie Sönnichsen und viele mehr nichts anderes tun, als öffentlich Maßnahmen des Staates zu kritisieren – was in einer Demokratie eigentlich das heiligste Recht eines jeden Bürgers sein muss.

Während Initiativen wie Fridays for Future mit Greta Thunberg und Luisa Neubauer prominente Gesichter und Hauptorganisatoren haben, ist die „Letzte Generation“ anders organisiert, wie „FOL“ schreibt: „In ganz Deutschland sind Gruppen verteilt, die immer wieder unabhängig voneinander in Aktion treten. Trotzdem gibt es laut Webseite eine ‘funktionelle Hierarchie‘ und ‘Kerngruppe‘, die wichtige Entscheidungen trifft.“ Anders als viele meinen, bestehe die Klima-Sekte „nicht nur aus unerfahrenen jungen Menschen, die sich spontan für den Protest entscheiden“. Viele der Mitglieder seien „schon länger Aktivisten und wissen genau, wie man sich effektiv vernetzt und vermarktet“.

Die neue Fun-Kollektion – rechtzeitig zur weihnachtlichen Geschenke-Zeit

Einer der Drahtzieher ist Blechschmidt. Im Impressum der „Letzten Generation“ fungiert er als Inhaber der Webseite. Der 32-Jährige ist laut „FOL“ Doktor der Mathematik an der Universität Augsburg und arbeitet an seiner Habilitation. Er ist also angehender Professor. Auf Anfrage von „FOL“ sagte Blechschmidt, „dass er besonders für die jüngeren Klimaaktivisten ‘rechtliche Verantwortung‘ übernehmen wolle. ‘Ich versuche, ihnen den Rücken freizuhalten.‘ So etwa, als die Polizei in Augsburg anrückte, um vermeintliches Diebesgut aus dem Klimacamp zu sichern. Die Aktivisten hatten zuvor noch essbare Lebensmittel aus Supermarktmülleimern entwendet. Dieses sogenannte ‘Containern‘ gilt in Deutschland allerdings als Diebstahl. Blechschmidt und seine Mitstreiter hatten öffentlich angekündigt, die Lebensmittel auf dem Klimacamp an Bedürftige verteilen zu wollen.“

Schon im Forst Kasten bei München war Blechschmidt aktiv. Er besetzte mit anderen Aktivisten den Wald, als mehrere tausend Bäume für eine Kiesgrube gefällt werden sollten. Als ein Sondereinsatzkommando der Polizei anrückte, kam Blechschmidt für eine Nacht in Haft. Im Juni 2021 wurde er zu einer Geldstrafe wegen „übler Nachrede“ verurteilt. Opfer war die Augsburger Polizei. Die hatte laut „FOL“ bei einer Razzia nahe einem Klimacamp in Augsburg, bei dem ebenfalls Blechschmidt die treibende Kraft ist, nur dunkelhäutige Männer kontrolliert. Blechschmidt warf den Beamten über einen Lautsprecherwagen Rassismus vor – ohne den Ermittlungsstand zu kennen. Es wurde gezielt nach einem dunkelhäutigen Tatverdächtigen gefahndet. Insofern waren die Vorwürfe Blechschmidts so sinnvoll, als wenn man bei der Suche nach einem jungen blonden Tatverdächtigen der Polizei vorwerfen würde, sie habe „rassistische Vorurteile“ gegen junge blonde Männer. Der Einzige, der hier Vorurteile an den Tag legte, war Blechschmidt – gegen die Polizei.

‘Hauptsächlich positive Anrufe‘

Blechschmidt gibt zu, dass er viele negative Reaktionen erhalten habe. Doch er glaubt, dass die Stimmung in Deutschland jetzt zugunsten der „Klima-Extremisten“ kippt. Auch wenn Umfragen zufolge der Unmut über sie zunimmt. „Vor einigen Tagen gab es einen Wandel“, sagte Blechschmidt „FOL“. Mittlerweile würden ihn „hauptsächlich positive Anrufe von Menschen erreichen, die sich selbst engagieren wollen“. Den Grund dafür sähe er „in der veränderten Berichterstattung“ über die Klima-Kleber, „die nicht mehr nur die Form der Protestaktionen in den Vordergrund stellen würden“. Was immer er darunter auch verstehen mag. Er selbst, so Blechschmidt zu „FOL“, wolle sich auf jeden Fall auch weiter engagieren. Und nebenher an seiner Habilitation arbeiten.

Von Problemen des Dozenten mit seiner Universität ist nichts bekannt. Man kann dazu – völlig legitim – unterschiedliche Meinungen haben. Man kann sagen, wer vom Staat lebt, sollte sich auch an dessen Grundprinzipien halten. Umgekehrt kann man aber auch die Meinung vertreten, dass auch Kritiker des Staates bei diesem arbeiten, müsse möglich sein in einem freiheitlich-pluralistischen Rechtsstaat. Dass wir diese aber nicht mehr haben, zeigt der große Kontrast im Umgang mit Kritikern je nachdem, bei welchem Thema sie Kritik üben.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

amzn

Bild: Shutterstock / Screenshot/Youtube

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