Der Untergang der „Moskau“ – Auch ein Propaganda-GAU INNENANSICHTEN AUS RUSSLAND

Manchmal können einem Putins Propagandisten und ihre Wasserträger im Westen geradezu leidtun. Das jüngste Beispiel: Der Untergang der „Moskva“, deren Namen man eigentlich genauso wie den der russischen Hauptstadt korrekt mit „Moskau“ wiedergeben müsste, denn nichts anderes bedeutet er auf Deutsch. Bei korrekter Übersetzung wäre auch der Sprachwitz verständlich, der in der Ukraine derzeit die Runde macht: Moskau ist gesunken, Kiew steht. In welche Widersprüche sich die russische Propaganda verwickelt angesichts des symbolträchtigen Untergangs, der auch psychologisch einer der entscheidenden Wendepunkte des Kriegs sein könnte, ist faszinierend.

Am besten deutlich wird es angesichts der TV-Show „60 Minuten“, die ich auch von innen kenne – ich war dort mehrmals zu Gast und habe dann eine Enthüllungsgeschichte darüber geschrieben, wie dort Kriegshetze betrieben und manipuliert wird. Binnen weniger Minuten wird dort zuerst erklärt, dass auf der „Moskau“ ein Feuer ausgebrochen sei. Als Reaktion meint einer der Gäste, das sei ein „Angriff auf unser Territorium“, und damit „ein Kriegsgrund“. Wie bitte, werden Sie nun als vernunftbegabter Leser fragen? Nein, Sie haben sich nicht verhört – aus russischer Sicht gibt es ja noch keinen Krieg, nur eine Spezialoperation. Da darf Russland zwar angreifen, aber wehe, der Angegriffene wehrt sich – das wäre dann ein Kriegsgrund. Völlig logikfrei.

Weiter sagt der Talkshow-Gast mit hysterischer, sich überschlagender Stimme: „Krieg, ohne all das, was wir jetzt, wie heißt das, was wir jetzt dort machen?“ – „Spezialoperation“, assistiert die Moderatorin. „Die ist jetzt vorbei, die Spezialoperation“, ereifert sich der Gast: „Sie ist heute vorbei. Weil unsere Heimat angegriffen wurde.“ Die Moderatorin: „Meinen Sie den Angriff auf die Moskau?“ Der Gast: „Ich will nicht über den Kreuzer sprechen. Aber das ist ein absoluter Kriegsgrund. Ein hundertprozentiger. Da braucht man nicht denken. Da muss man antworten. Aber wie? Da muss man sich was ausdenken.“ Nein, das sind keine Tippfehler, das wurde so gesagt.

Die Moderatorin sagt, man befinde sich bereits im Dritten Weltkrieg, weil man gegen die Infrastruktur der NATO kämpfe. Und meint, man müsse nun nachdenken über die Zerstörung der Eisenbahn-Knotenpunkte der Ukraine. Der Gast meint dann, es gehe nicht, dass ausländische Staatsgäste nach Kiew kommen, da gäbe es nur eine Antwort: „Bach-Bach und Schluss.“ „Bach-Bach“ steht für einen Bombenschlag.

Hier können Sie sich die Szene mit englischen Untertiteln ansehen:

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Bemerkenswert auch, dass die Moskauer Propaganda selbst in Sachen Wetter lügt. Offiziell ist laut Verteidigungsministerium die Moskau durch einen Sturm gesunken. Aber es gab zu der Zeit gar keinen Sturm an der Stelle, an der die Moskau unterging:

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Bliebe also nur noch die Explosion von Munition als Ursache, wie sie Moskau zuerst angab – weil man es nicht zugeben würde, wenn die Ukraine getroffen hätte. Sollte diese Variante zutreffen, müsste das Munitionsdepot im Schiff in Flammen aufgegangen sein. Das hätte laut Marineexperten zur Folge gehabt, dass das ganze Schiff  durch Explosionen zerrissen worden wäre und wohl kaum einer der geschätzt 500 Matrosen an Bord die Explosionen überlebt hätte.

Auch zu diesem Widerspruch schweigt Moskau.

Der Untergang des Schiffes und der Umgang damit ist ein Lehrstück für die russische Propaganda. Und zeigt, wie sie sich von der bei uns unterscheidet: Sie ist deutlich grobschlächtiger.

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Bild: privat/Twitter
Text: br

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