Die Penisersatz-Zerkratzerin Verrückte nennt man jetzt Aktivisten

Ein Gastbeitrag von Thilo Schneider

Vielleicht haben Sie schon einmal von Schorndorf gehört – und es mit dem gleichklingenden Schondorf am Ammersee verwechselt. Das ist nicht weiter schlimm, denn Schorndorf mit seinen 40.000 Einwohnern und hübschen Fachwerkhäuschen hat nur einen einzigen berühmten Sohn hervorgebracht: Gottlieb Daimler wurde hier geboren und veränderte anschließend gemeinsam mit Wilhelm Maybach die Welt, wie sie ihre Zeitgenossen kannten. So weit, so schlecht.

Im Jahre 2021 kandidierte eine missratene Tochter der Stadt als Oberbürgermeisterin und Gründerin der Gruppe „Klimaentscheid“: Dörte Schnitzer strebte danach, die Fehler von Gottlieb Daimler im Bezug wenigstens auf Schorndorf wieder auszumerzen. Sie wollte, dass sich in Schorndorf Frau*innen gegenseitig unterstützen und sparte in einem Interview mit dem Schorndorfer Online-Blatt nicht mit Gendersternchen. Im Gegensatz zu Inhalten, da kam nicht viel. Gerächt haben sich die Schorndorfer*Innen an der auf Wahlplakaten apfelhaltenden Dörte damit, dass sie sie mit 2,3 Prozent auf den letzten Platz der acht antretenden Kandidaten wählten.

Das hat die Dörte, wie sie 2,3 Prozent Freunde nennen, nicht vergessen. Und sann auf Rache.

Hier die neue Fun-Kollektion!

Seit einigen Wochen wurden in Schorndorf großkalibrige Autos zerkratzt und mit einem Aufkleber versehen: „Eine Penisverlängerung wäre sinnvoller als dieses Angeberauto.“ Insgesamt 11 Wagen der Oberklasse hat es erwischt. Beim letzten Streifzug über den Autolack wurde allerdings die Täterin von der Ehefrau eines unverlängerten Penisinhabers gesehen. Und siehe da – es war niemand anders als Apfel-Dörte.
Dörte Schnitzer erklärt ihre Schnitzer gegenüber der BILD so: „Wenn ich abends von der Stadt nach Hause geradelt bin, habe ich Autos zerkratzt.“ Verständlich. Du hockst da wie ein Affe auf dem Schleifstein, schlingerst wie ein Schiff im Sturm durch Wind und Regen und dann stehen sie da – Autos in einer Preisklasse, die sich Dörte nur durch harte Arbeit oder einen Sitz im Bundestag hätte leisten können. Hand auf´s Herz, liebe Leser: Wer von uns wäre da nicht abgestiegen und einmal mit dem Schlüssel rund um den Boliden gelaufen? Also, außer mir? Denn so spielte es sich ab: Dörte kletterte vom Zweirad, guckte sich nach links und rechts um und schnitzte dann eher unschöne Streifen in den Lack und hinterließ ihre Penisverlängerungsaufkleber.

Aber warum hat sie das gemacht? Weil sie „eh immer durch Autos auf der Straße gefährdet ist“ und weil sie „verzweifelt sei, weil es immer mehr Autos auf Schorndorfs Straßen gibt“, die bei 40.000 Einwohnern doch recht übersichtlich sind. Dörte selbst hat ihr Auto 2021 verkauft und ist nur noch mit dem Fahrrad unterwegs. Wenn sie nicht gerade zum Beschädigen fremden Eigentums abgestiegen ist. Wer von uns kennt das nicht?
Laut eigener Aussage hat sie die Objekte ihrer Schnitzerkunst rein zufällig ausgewählt, rein zufällig hat es drei Mal einen Prokuristen getroffen, dem Dörte ihre innige Abneigung an seinem Auto und dem seiner Frau und seines Sohnes hinterließ. Der wiederum ist jetzt buchstäblich etwas angekratzt, denn immerhin „denkt er selbst grün“ und hat, quasi als Ausgleich für seine Boliden, „eine Fotovoltaikanlage und ein Blockheizwerk zu Hause“. Außerdem ist ihm als Jäger die Natur wichtig, klar, und dann radelt Apfel-Dörte des Weges und macht sich schamlos über seine Autos her. Ja, da wäre auch ich als Pseudo-Grüner ohne Fotovoltaikanlage, Blockheizwerk und Jagdschein in etwa so angefressen wie Dörtes Plakatapfel. Unnötig zu sagen, dass der angegrünte Bolidenfahrer gerne seinen Schaden in Höhe von etwa 6.000,- € gerne von der Schnitzkünstlerin erstattet hätte, gleiches Mindset hin oder her. Ich erwähne es trotzdem. Einfach so.

'Das Ganze war wohl eine Verzweiflungstat'

Das Schorndorfer „Bündnis Klimaentscheid“ hat sich unterdessen von seinem Gründungsmitohneglied Dörte distanziert und die „Aktivistin“ mit dem Schlüsselbund und den Aufklebern achtkantig aus dem Club der Besserwissenden ‚rausgeschmissen. Die Klimapassivisten distanzieren sich deutlich von ihrer frustrierten Aktivistin, diese „schade ihren Zielen“. Ja schade. „Das Ganze war wohl eine Verzweiflungstat“, diagnostiziert ein Vorstandsmitglied des seltsamen Vereines, Mechthild Dierlamm-Harth kraft ihrer Expertise als, wie könnte es anders sein, „Oberstudienrätin Ipunkt Rpunkt“. Die Dame mit dem Doppelnamen, die zufällig auch im Ortsverband der Grünen in Schorndorf Mitglied ist und als Hobby ebenfalls Fahrradfahren angibt, erklärt auf Nachfrage, welche Folgen dies für die Schorndorfer Klimagruppe habe: „Sie ist ein Gründungsmitglied.“ A-ha!

Dörte Schnitzer hat ihre Schnitzer zerknirscht eingestanden, nachdem die Polizei bei einer Hausdurchsuchung in ihrer Jacke die entsprechenden Aufkleber gefunden hat, Frau Dörte aus Schorndorf beteuert aber, sie habe nie Reifen zerstochen, was ja immerhin auch etwas wert ist. Und zwar insgesamt über 20.000,- €. Die Dörte aber bezahlen will. Weil sie „finanzielle Unterstützungsangebote“ erhalten hat. Diesbezüglich aber, wie weiland Helmut Kohl“, nicht sagen möchte, von wem oder was. Wie sich das für echte Aktiviststerncheninnen gehört.
Dörte Schnitzer tut es leid. Dass sie erwischt wurde. Deswegen bietet sie den von ihr Beglückten Entschuldigungsgespräche unter Beisitz eines Mediators an. Vielleicht, damit sie nicht verhauen wird. „Ich möchte mich wieder blicken lassen können in Schorndorf“, droht sie an, „auch, wenn das unglaublich viel Kraft kostet“. Ja, das dürfte mehr Kraft kosten, als einen Schlüssel über den Lack zu ziehen. Das ist hier kein Spaß mehr. Sondern Teil des Irrsinns.

Ausschreibung zur Fahndung durch die Polizei, Kontenkündigungen, Ausschluss aus der Bundespressekonferenz: Wer in Deutschland kritisch berichtet, sieht sich Psychoterror ausgesetzt. Und braucht für den Spott der rot-grünen Kultur-Krieger nicht zu sorgen. Ich mache trotzdem weiter. Auch, weil ich glaube, dass ich Ihnen das schuldig bin. Entscheidend fürs Weitermachen ist Ihre Unterstützung! Sie ist auch moralisch sehr, sehr wichtig für mich – sie zeigt mir, ich bin nicht allein und gibt mir die Kraft, trotz der ganzen Schikanen weiterzumachen! Ganz, ganz herzlichen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung, und sei es nur eine symbolische!
Aktuell sind (wieder) Zuwendungen via Kreditkarte, Apple Pay etc. möglich – trotz der Paypal-Sperre: über diesen Link. Alternativ via Banküberweisung, IBAN: DE30 6805 1207 0000 3701 71. Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut.

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Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Thilo Schneider, Jahrgang 1966, freier Autor und Kabarettist im Nebenberuf, LKR-Mitglied seit 2021, FDP-Flüchtling und Gewinner diverser Poetry-Slams, lebt, liebt und leidet in der Nähe von Aschaffenburg. Weitere Artikel von Thilo Schneider finden Sie hier unter www.politticker.de. In der Achgut-Edition ist folgendes Buch erschienen: The Dark Side of the Mittelschicht, Achgut-Edition, 224 Seiten, 22 Euro.

Bild: penofoto/Shutterstock

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