Für die designierte Antidiskriminierungsbeauftragte sind Deutsche „Kartoffel“ Schon wieder eine Aktivistin als „Bundesbeauftragte“

Ein Gastbeitrag von Josef Kraus

Die türkischstämmige Aktivistin Ferda Ataman (43) soll Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes werden. So will es die Bundesregierung seit dem 15. Juni. Abgestimmt werden muss darüber noch im Bundestag. Nach Sven Lehmann, dem „grünen“ LGBTIQ-Lobbyisten im Range eines Parlamentarischen Staatssekretärs, kommt nun eine weitere Hardcore-Aktivistin in oberste politische Ränge.

Das zuvorderst Aberwitzige ist: Ferda Ataman ist bislang vor allem mit gehässigen Äußerungen gegen Deutsche, „Ureinheimische“ nennt sie sie, aufgefallen. Sie will nicht nachvollziehen, warum sich die Geschmähten nicht als „Kartoffel“ bezeichnen lassen möchten. So schrieb sie jedenfalls in einem reichlich verquasten Text auf „Spiegel online“ am 23. Januar 2020. Und auch sonst war und ist Ferda Ataman kein Kind von Traurigkeit, wenn es darum geht, gehässig zu provozieren: Ein Bekenntnis zu Heimat erinnert sie in einem Beitrag ausgerechnet für die Amadeu-Antonio-Stiftung (Leiterin: die ehemalige Stasi-Spitzelin A. Kahane) an die NS-Ideologie „Blut und Boden“. Den Begriff „Migrationshintergrund“ will sie abgeschafft wissen. Und wer sie fragt, woher sie komme, erweise sich bereits mit dieser Frage als Rassist. All das verbreitet die „Publizistin“, die auch schon für „Spiegel“, „Tagesspiegel“, RBB usw. tätig war, vor allem via Twitter. Letztere Einträge hat sie großteils mal schnell gelöscht, als die Nominierung zur Bundesbeauftragten anstand.

Und das andere Aberwitzige: Die Dame ist ein Ziehkind des Ex-Kanzlerkandidaten und mittlerweile zum Hinterbänkler degradierten Armin Laschet (CDU). Dass Laschet Frau Ataman als seinen Zögling sieht, bestätigte er denn auch am 16. Juni auf Twitter mit einem überschwänglichen Glückwunsch an die Duz-(wechselweise Du/du)Freundin: „Liebe Ferda Ataman, ich gratuliere dir aus vollen (sic!) Herzen zur Berufung als neue Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung. Das hast du wirklich verdient. Deine jahrelange Arbeit kannst Du jetzt optimal einsetzen für Vielfalt in unserem Land. Viel Erfolg!“

Hintergrund: Der damalige NRW-Integrationsminister Laschet hatte die zu diesem Zeitpunkt 26-jährige Ferda Ataman unmittelbar nach Erwerb ihres Diploms 2005 als Redenschreiberin engagiert, ehe diese sich dann anderen Aufgaben widmete (siehe nachfolgend). Klar freilich ist, das war ein aktiver Beitrag Laschets, den Spitznamen „Türken-Armin“ verpasst zu bekommen. In dieser Zeit, 2009, schrieb Laschet denn auch ein in Passagen andernorts abgekupfertes Buch mit dem Titel „Die Aufsteigerrepublik: Zuwanderung als Chance“. Ob Ataman daran mitgeschrieben hat? Oder ob Laschet mit „Aufstieg“ auch den Aufstieg von Ferda Ataman forcieren wollte? Jedenfalls stellt sich angesichts der Laschet’schen Jubelgratulation an Ferda Ataman die Frage: Was wäre mit einem Kanzler Laschet anders als mit einem Kanzler Scholz? Antwort: NICHTS!

Zurück zu Ferda Ataman: Das sind schon Karrieren, die man heute hinlegen kann. 2010 bis 2012 war sie Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation der Antidiskriminierungsstelle des Bundes – angesiedelt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das war alles schon Merkel-Zeit. Ob Laschet die Finger im Spiel hatte? Etwa über Ursula von der Leyen, die bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war? Wir wissen es nicht, können es aber auch nicht ausschließen. Von 2012 bis 2016 wechselte Ataman zum „Rat für Migration“. Seit 2020 gehört sie der Mitgliederversammlung, dem höchsten Organ der „grünen“ Böll-Stiftung, an.

Nun also soll die „Hasspredigerin“ Ferda Ataman (so der renommierte Migrationsforscher Ruud Koopmans) Antidiskriminierungsbeauftragte und oberste „Hate“-Bekämpferin werden. Man kann nur hoffen, dass es auch in der „Ampel“ in großer Zahl Gegenstimmen gibt. FDP-Vize Wolfgang Kubicki und FDP-Abgeordnete Linda Teuteberg distanzieren sich jedenfalls. Dass die „Grünen“ von Ferda Ataman begeistert sind, ist klar. Aber ins Gewicht müssten die Stimmen von kritischen Muslimen fallen: Die liberale Imamin Seyran Ates kritisiert die Nominierung, ebenso Ahmad Mansour, der Ferda Ataman jetzt schon “Beauftragte für Spaltung“ nennt. Die WELT-Redakteurin Anna Schneider beschreibt Ferda Ataman als jemanden, dessen Lieblingsaufgabe es ist, andere zu diskriminieren. BILD fragt nicht zu Unrecht: „Wie viel Hass steckt in der Anti-Hass-Beauftragten?“

Unter’m Strich: Das BMFSFJ unter Ministerin Lisa Paus („Grüne“) entwickelt sich mit dann zwei „Bundesbeauftragten“ (Sven Lehmann für Queer und Ferda Ataman für Antidiskriminierung) mehr und mehr zur obersten Polit-, Indoktrinations- und Ideologiezentrale des Landes. Dass daran auch ein (vormaliger) CDU-Spitzenmann mitwirkt, ist nicht nur eine Lachnummer, sondern ein Skandal. So, Herr Oppositionsführer Merz, funktioniert Opposition nicht. Da reicht es auch nicht, wenn man CSU-Mann Stephan Müller sagen lässt, Ferda Ataman sei eine Fehlbesetzung.

David
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Josef Kraus (*1949), Oberstudiendirektor a.D., Dipl.-Psychologe, 1987 bis 2017 ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, 1991 bis 2013 Mitglied im Beirat für Fragen der Inneren Führung beim Bundesminister der Verteidigung; Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2009), Träger des Deutschen Sprachpreises 2018; Buchautor, Publizist; Buchtitel u.a. „Helikoptereltern“ (2013, auf der Spiegel-Bestsellerliste), „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), „Sternstunden deutscher Sprache“ (2018; herausgegeben zusammen mit Walter Krämer), „50 Jahre Umerziehung – Die 68 und ihre Hinterlassenschaften“ (2018), „Nicht einmal bedingt abwehrbereit – Die Bundeswehr zwischen Elitetruppe und Reformruine“ (2019, zusammen mit Richard Drexl)

Bild: Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Text: Gast

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