Gegen Zick-Zack: Mehrheit für Lockdown-Ende bei Inzidenz 35 Exklusive INSA-Umfrage für meine Seite

„Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Forderungen nach einem zeitlich verbindlichen Plan für Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückgewiesen und einen Neuinfektionswert von unter 10 als anstrebenswert dargestellt.“ Das vermelden heute Medien in Deutschland.
In ganz Europa haben aktuell aber nur die Färöer-Inseln und Island einen Inzidenzwert unter 10. Also Länder, die nicht ganz so einfach mit Deutschland vergleichbar sind, in vielerlei Hinsicht. Faktisch läuft der Kurs von Spahn damit darauf hinaus, dass die Einschränkungen der Grundrechte und zumindest Teile des Lockdowns zu einer Dauereinrichtung zu werden drohen. Weil schon vor anderthalb Wochen der Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler regelrecht von einem Wert von 10 schwärmte (wäre „cool“) habe ich beim Meinungsforschungsinstitut INSA eine exklusive Umfrage in Auftrag gegeben. Dazu wurden 2075 repräsentativ ausgewählte Menschen aus Deutschland per Telefon und online befragt. Sie sollten ihre Einstellung zu folgender These kundtun: „Wenn der Corona-Inzidenzwert unter 35 sinkt, muss der Lockdown beendet werden.“

Insgesamt ist gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) der Ansicht, dass der Lockdown beendet werden muss, sobald der Corona-Inzidenzwert unter 35 sinkt. 27 Prozent stimmen dem nicht zu. Etwa ein Viertel (23 % kumuliert) kann oder möchte die Frage nicht beantworten.

 


Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro wissen es deutlich häufiger nicht, ob sie der Ansicht sind, dass der Lockdown bei einer Unterschreitung des Corona-Inzidenzwertes von 35 beendet werden muss (29 zu 15 bis 17 Prozent). Dagegen sind Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.000 bis weniger als 4.000 Euro am häufigsten dieser Ansicht (56 bzw. 57 zu 40 bis 51 Prozent).

 

Erwerbstätige Befragte sind häufiger der Ansicht, dass der Lockdown beendet werden muss, wenn der Corona-Inzidenzwert von 35 unterschritten wird, als dies nicht Erwerbstätige sind (54 zu 48 Prozent).

 

Wähler der AfD und der FDP (jeweils 68 Prozent) sind deutlich häufiger der Ansicht, dass der Lockdown beendet werden muss, sollte der Corona-Inzidenzwert von 35 unterschritten werden, als dies die anderen Wählergruppen sind (40 bis 49 Prozent). Relativ-mehrheitlich stimmt jede Wählergruppe zu, wobei es bei Grünen-Wählern sehr knapp ausfällt (40 zu 39 Prozent).

Die Ergebnisse der Umfrage lassen den Schluss zu, dass eine Mehrheit der Deutschen das Hin- und Herschwanken der Regierung in Sachen Inzidenzwert nicht befürwortet und dagegen ist, dass nach Erreichen des vorher ausgegebenen Ziels ein neues, noch schwerer zu erreichendes ausgegeben wird. Kritiker vergleichen das Vorgehen der Regierung mit der Geschichte vom Esel, der immer der Karotte hinterherlaufen muss.

Ich halte Umfragen wie die für besonders wichtig, weil man sie in den großen Medien nur selten findet. Dort wird überwiegend der Eindruck vermittelt, die Bevölkerung stünde hinter den Maßnahmen der Regierung und trage ihren Kurs mit.


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Bild: FrankHH/Shutterstock
Text: red


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Ela Arndt
13 Tage zuvor

Warum geht eigentlich keiner an die Wurzel. Es sind mittlerweile 99,8 der Bevölkerung gar nicht von Corona betroffen. Von den restlichen 0,2 Prozent bemerken nicht alle eine Krankheit. Das ist Fakt. Warum muß man also den Großteil der Bevölkerung einsperren und diskutiert ständig über Inzidenzwerte, Impfungen, etc. Welch einem Blödsinn folgen wir? Impfungen finden ohne vorherige Kontrolle auf eine Infektion oder Antikörper statt. Leute wacht endlich auf.

Thomas
13 Tage zuvor

Wenn wir die Inzidenzwerte für einen Augenblick bei Seite schieben, dann wäre es doch interessant zu ergründen, was unsere „Großkanzlerin“ gemeint hat, dass die Pandemie erst beendet sei, wenn alle auf der Welt geimpft worden sind. Seit Monaten werden Zahlen, Werte und Berechnungen in den Raum geworfen, die nach belieben abgeändert werden, um die politische Plandemie und damit verbundenen Maßnahmen weiter voran zu treiben und zu rechtfertigen. Haben die Werte zur Zeit viel mit einer Pandemie zu tun? Wohl eher „Angstfutter“ für die Schafe. Es sieht eher so aus, als wenn der pandemische Zustand uns auf Jahre erhalten bleiben würde. Wenn ein Wert an Schrecken verloren hat, könnte der nächste Wert des „Schreckens“ medial verbreitet werden. Schritt für Schritt werden Fakten geschaffen und das politisch motivierte Ziel rückt an uns näher heran.

Karol Bayer
13 Tage zuvor

Es scheint den meisten Menschen nicht klar zu sein, mit welchem billigen Taschenspielertrick die Politik die Panik schürt. Man kann sich jeden gewünschten Inzidenzwert einfach herbeitesten, so dass die Grenze von 35 nie erreicht wird.
Das gleiche gilt für das Impfmärchen. Wenn angeblich in 95% der Fälle ein schwerer Krankheitsverlauf verhindert wird, ist das doch dreist gelogen. Man ignoriert schlicht die Tatsache, dass die meisten positiv getesteten Personen überhaupt nicht krank sind und keinerlei Symptome aufweisen.
Bei denen, die Symptome aufweisen, prüft niemand auf parallele Infektionen durch Viren oder Bakterien. Ob ein Husten also überhaupt im Zusammenhang mit dem positiven Corona-Test steht, weiß kein Mensch und es will auch niemand wissen. Die Politik hantiert mit wilden Zahlenschwurbeleien, die sie selbst nicht kapiert. Unterm Strich wird lediglich ein Impfnarrativ ersponnen, das mit der Wirklichkeit so viel zu tun hat wie die Behauptung, der Lockdown stünde in irgendeinem Zusammenhang zur Entwicklung der Fallzahlen.

Nordlicht
13 Tage zuvor

Wir sollten uns von der These verabschieden, dass die erratischen Regierungsentscheidungen auf Angst, Unfähigkeit und Massenhysterie beruhen. Ich habe lange die Erklärung vertreten, dass es sich um irrlaufende Ministerialbeamte und Politiker handelt, die nun vom R-Wert zu der Inzidenz-Zahl gesprungen sind, dann die Ziellatte von 50 zu 35  gelegt haben und nur 10 vorgeben.

Ich bin nun überzeugt, dass dieser vermeintliche Zick-Zack-Kurs dem Zwecke dient, die Beschränkungen möglichst lange aufrecht zu halten, um vereinfacht durchregieren zu können. Es wurde die Regierungsform des „Bürokratischen Totalitarismus“ etabliert, die in China seit mehr als 1.500 Jahren (- mit kurzen bürgerkriegsartigen Unterbrechungen) funktioniert.

Wie nach 9/11 in den USA erhebliche Bürgerrechte ausgehebelt werden konnten, ist dies nun in vielen EU-Ländern, leider zB auch in der Schweiz geschehen. Kontrolle wird neben Versammlungsverboten auch durch Zensur  ausgeübt (- natürlich noch nicht perfekt, es gibt im Internet noch Lücken).

Die Gefährlichkeit des Virus in Frage zu stellen, ist ebenso ungehörig wie die Gültigkeit der Thesen zum Klimawandel zu bezweifeln; die Endung „-Leugner“ stellt die Sprecher in die Reihe von Holocaust-Leugnern, also Naziverbrecher. Von „ungehörig“, der sozialen Ächtung, trennt uns nur noch ein kleiner Weg zu „verboten“.

Die Internet-Oligarchen haben Zweifel an den Corona-Thesen bzw an der Sinnhaftigkeit der Verbote und der Zuverlässigkeit der Impfungen zensiert. Als Erklärung bleibt mir die Vermutung, dass sie ihre Geschäftspläne gestört fühlen.

Die Rolle der Bundes-Regierung (- um hier nur einmal von Deutschland zu sprechen) ist in Merkels Reden vor dem virtuellen Davos-Forum und Zuletzt dem G7-Gipfel deutlich geworden. Wenn die Corona-Angst nicht mehr funktionieren sollte, wird die Klima-Katastrophe als Unterdrückungs-Notwendigkeit zurück auf die Bühne kommen. Wenn zum Sommer hin die Inzidenz auch mit Tricks nicht mehr gepusht werden kann, wird eine Hitzewelle herbeigeredet werden. Das funktioniert auch bei normalem Wetter.

Im Köcher wären dann noch der strukturelle Rassismus (- einschl. Islamophilie), Kolonialismus, die Unterdrückung der Frauen und von unendlich verschiedenen Geschlechtern,   und natürlich der Rechtsextremismus. Auch Willy Brandt würde heute des Rechtsextremismus geziehen werden.

Pauline
12 Tage zuvor

„Digitaler Impfpass kommt

Das Corona-Kabinett beschloss am Montag die Einführung eines digitalen Impfpasses zur Nutzung auf Handys. Der Impfpass soll nach BILD-Informationen Ende des zweiten Quartals 2021 verfügbar sein. Damit könnten Geimpfte Einlass z. B. bei Konzerten oder in Restaurants bekommen.“ Weiterlesen auf m.bild.de v. 23.02.2021————————–

 

Staatsüberwachung übelster Art und Missachtung der Grundrechte scheinen für diese unsägliche Regierung zum Alltagsgeschäft zu gehören. Impfpflicht durch die Hintertür, wer verweigert, wird vom gesellschaftl. Leben ausgeschlossen.

Das unzählige Menschen direkt nach der Impfung große gesundheitliche Probleme bis hin zum Tod bekommen, scheint  Politiker nicht zu interessieren.

Politiker ticken nicht mehr sauber !

Jan Sobieski
13 Tage zuvor

Mit der Fragestellung ist man als Befragter schon in der Falle. Denn es wird der Betrug mit der epidemiologischen Größe „Inzidenz“ an sich nicht hinterfragt. Diese bezeichnet nämlich die Anzahl von Neuerkrankungen. Nun kann bei dieser Angabe die Tatsache, dass die weit überwiegende Mehrzahl mit positivem Testergebnis nicht erkrankt, nicht ignoriert werden. Dies bedeutet, dass für die Angabe der Inzidenz das Testergebnis nicht ausreicht. Das, was getrieben wird, auch wenn es das RKI ist, ist und bleibt: Gefährlicher Nonsens. Der Leiter des RKI sollte abgesetzt werden, wenn er nicht freiwillig geht und sich in einem ordentlichen Strafverfahren verantworten müssen, das wäre ein Rechtsstaat.

Liz
13 Tage zuvor

Ein Ende des inzidentiellen Irrsinns ist dringend angebracht. Zugleich ein Ende dieser unsäglichen Einschränkungen! Am besten gleichzeitig auch ein Ende dieser Regierung.

Von Umfragen halte ich nicht viel. Gemäß dem Motto: trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!

Stefano
13 Tage zuvor

Nur mal ne Frage in den Raum. Wenn die PCR Tests eine Fehlerquote von knapp 100 falsch Positiven auf 100.000 Test haben, wie soll jemals ein Inzidenzwert von 10, 35, 50, 75, 80 erreicht werden? Statistisch niemals zu erreichen..

 

my name
Antwort an  Stefano
13 Tage zuvor

@Stefano – Bin schon soweit, dass ich nicht mehr mit dieser ganzen Zahlenmagie abgebe. „Interview Kriminalhauptkommissar Michael Fritsch – Kurz vor Maßnahme Polizei an Freundin 21.02. Demo“ https://www.youtube.com/watch?v=GaVj9IF1Lyo&feature=emb_logo

Jochen
13 Tage zuvor

Welchen Wert hielten die Deutschen eigentlich in den Jahren vor Corona
für angemessen ?

Herr lass es Hirn regnen.

my name
13 Tage zuvor

Ich finde deren Mut, die Öffentlichkeit zu suchen, gut: „Die Psychologin Daniela Prousa hat es fast geschafft – mit ihrer Klage durch 7 Verfahren zum europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.“ MASKENKLAGE VOR DEM EUROPÄISCHEN GERICHTSHOF FÜR MENSCHENRECHTE -Youtube