„Geimpfte haben bei Delta genauso große Virusmengen in Nase und Rachen wie Ungeimpfte“ Warnung der US-Gesundheitsbehörde – Super-GAU für Regierungs-Strategie?

Diese Information hat es in sich. Sie stammt aus einer Quelle, der selbst die üblichen „Covid-Heulbojen“ (Oskar Lafontaine über Karl Lauterbach) vertrauen: von Tagesschau.de. Und den Machern des gebührenfinanzierten Angebots fiel offenbar gar nicht auf, wie sehr sich die brisanten Sätze dort im Widerspruch befinden zu den Aussagen, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ebenfalls dort macht. Der Corona-Rambo aus Franken spricht hier davon, dass man sich „durch Impfen die Freiheit geben kann“ – ein Satz, der eigentlich ein Skandal ist. Freiheit ist ein unveräußerliches Grundrecht, und nichts, was man sich durch einen Eingriff in den eigenen Körper erkaufen muss. Weiter fordert Söder „maximale Freiheit und Rechte“ für Geimpfte und Genesene.

Vom Söder-Interview muss man nur ein wenig nach unten scrollen, und schon findet man die Nachricht, die es in sich hat. Dass die US-Gesundheitsbehörde CDC künftig wieder das Maskentragen in Innenräumen empfehle, teilweise auch für vollständig Geimpfte, heißt es da: „Wegen der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus“. Weiter schreibt tagesschau.de: „Die CDC verwies auf neue Informationen über die Fähigkeit der Delta-Variante, sich auch unter Geimpften zu verbreiten und erklärte, in den Schulen sollten Schüler, Mitarbeiter und Besucher in jedem Fall auch dann eine Maske tragen, wenn sie bereits zwei Mal geimpft worden seien.“

Weiter heißt es in dem Bericht: „Bei früheren Varianten des Virus sei in geimpften Menschen nur eine geringe Viruslast festgestellt worden, so dass es als unwahrscheinlich gegolten habe, dass sie das Virus weiter verbreiten, sagte CDC-Direktorin Rochelle Walensky – deren Amt vergleichbar ist mit dem von RKI-Chef Lothar Wieler in Deutschland. Aber bei der Delta-Variante sei die Virusmenge in infizierten geimpften Menschen nicht von der Virusmenge in den Nasen und Rachen von ungeimpften Menschen zu unterscheiden. Geimpfte Menschen ‚haben das Potenzial, dieses Virus auf andere zu übertragen‘, sagte Walensky.“

Das ist bizarr: Söder redet von Privilegien für Geimpfte, sagt, dass man sich „durch Impfen die Freiheit geben kann“, und nur ein Stück weiter ist zu lesen, dass Geimpfte genauso große Virusmengen in Nase und Rachen haben wie Ungeimpfte – und es auf diese übertragen können.

Der Blogger Michael Ziesmann kommentiert das auf Twitter wie folgt:

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Heiße Luft oder nicht – die gesamte Strategie der Bundesregierung, die Bevölkerung in Geimpfte und Ungeimpfte einzuteilen und die Geimpften zu bevorzugen, ist damit zumindest einmal mit einem dicken Fragezeichen versehen. In den englischen Medien wird die CDC-Direktorin mit einem Satz zitiert, der ähnlich klingt wie auf Tagesschau.de – wo aber die Möglichkeit der Infizierung durch Geimpfte eingeschränkt wird – da heißt es:  „in seltenen Fällen“. Bezieht sich Tagesschau.de auf ein anderes Zitat? Oder hat sie schlampig, wenn nicht gar irreführend übersetzt? Aber mehr noch: Auch wenn es nur „seltene Fälle“ sind – sind dann Privilegien für Geimpfte wirklich noch gerechtfertigt?

Wie auch immer: Das Thema müsste eigentlich bestimmend in den Medien sein und breit diskutiert werden. Bei ARD und ZDF sollten Fachleute und Kritiker dazu befragt werden, die großen Zeitungen müssten Interviews mit Experten bringen, auch mit Maßnahmen-kritischen. Die Opposition müsste laute Fragen an die Bundesregierung und an Lautsprecher wie Söder stellen. In einer funktionierenden Demokratie und Medienlandschaft. In Deutschland wird stattdessen Söder-Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) massiv attackiert, weil er sich der politmedialen Impfeuphorie nicht anschließen will (siehe hier). Von der Warnung der CDC-Direktorin Rochelle Walensky wird allenfalls beiläufig berichtet, wenn überhaupt, wie eine Suche bei Google-News ergibt. Keine einzige Überschrift ist dort zu finden, die sich mit der Aussage befasst, die potenziell die Sprengkraft einer Bombe hat.

In eine ähnliche Richtung weisen möglicherweise auch Erfahrungen aus Gibraltar. Das britische Überseegebiet ist Weltmeister im Impfen mit einer Impfquote, die sich 100 Prozent annähert. Dennoch beträgt die Inzidenz dort mehr als 600 – während es gleichzeitig seit Monaten keinen Todesfall mehr gibt. Auf meine Frage, ob es sich hier um eine Tendenz handelt, die auch über Gibraltar hinaus zu beobachten sei, antwortete die Sprecherin von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf der Bundespressekonferenz am Mittwoch ausweichend (anzusehen hier).

Die üblichen Beschwichtiger werden nun darauf verweisen, dass auch bisher Übertragungen des Virus durch Geimpfte nie ausgeschlossen wurden. Richtig. Aber sie wurden als sehr unwahrscheinlich dargestellt. Und nur damit sind die Privilegien für Geimpfte zu rechtfertigen. Das deckt sich nicht mit der Aussage der mächtigen CDC-Direktorin laut Tagesschau.de, wonach die Virusmenge in infizierten geimpften Menschen nicht von der Virusmenge in den Nasen und Rachen von ungeimpften Menschen zu unterscheiden und eine Übertragung möglich sei. Man könnte ebenfalls entgegnen, dass diese Aussagen noch nicht präzise genug sind. Aber wenn es um die Gesundheit der Menschen geht, müssten dann Sonderrechte für Geimpfte dringendst auf Eis gelegt werden, solange die neuen Erkenntnisse nicht widerlegt sind.

PS: Der Virologe Klaus Stöhr verweist auf Twitter auf eine Vorstudie (Preprint), derzufolge die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe des Virus zwischen Geimpften und Geimpften viel geringer ist als zwischen Ungeimpften und Ungeimpften. Wie es sich zwischen den Gruppen verhält, gibt er nicht an. Da Studien ja Zeit brauchen, ist die Frage, ob diese bereits überholt ist – die Angaben der CDC sind ja brandaktuell und beziehen sich nur auf die Delta-Variante.

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