Impfnebenwirkungen – jetzt dämmert es auch den Öffentlich-Rechtlichen ARD berichtet über „Odyssee“ der Impfgeschädigten

Von Daniel Weinmann

Eine Auswertung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf Anfrage des gesundheitspolitischen Sprechers der AfD-Bundestagsfraktion, Martin Sichert, zeigt: Knapp 2,5 Millionen Bürger konsultierten hierzulande im vergangenen Jahr wegen Nebenwirkungen der Corona-Impfung einen Arzt – deutlich mehr als bei anderen Impfungen (reitschuster.de berichtete).

„Diese extrem hohe Zahl von Menschen mit Impfnebenwirkungen ist beängstigend“, sagt Sichert, „nach eineinhalb Jahren der Bagatellisierung der Impfnebenwirkungen durch die Bundesregierung muss diese nun endlich ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen.“ Es müsse nun umgehend die im Gesetz (§ 13 Abs. 5 IfSG) vorgesehene Erfassung, Auswertung und Veröffentlichung der im Zusammenhang mit Impfnebenwirkungen codierten Krankheitsbilder erfolgen und die Ärzte besonders auf die dabei entdeckten Zusammenhänge sensibilisiert werden.

Zudem müsse die Regierung dafür sorgen, dass den Impfgeschädigten schnell und unbürokratisch geholfen wird. „Die Regierung hat mit der Falschaussage, dass die Impfung sicher sei, viele Menschen erst zur Impfung verleitet“, so Sichert, „es ist eine bundesweite Kampagne über Impfnebenwirkungen nötig, die mindestens im selben Ausmaß stattfinden sollte, wie die Impfkampagne.“

ARD gibt Betroffenen mit schweren Symptomen eine Plattform

Dass gerade die ARD kürzlich die von Sichert geforderte Kampagne über Impfnebenwirkungen unterstützte, dürfte selbst die optimistischsten Fürsprecher der Meinungsfreiheit überraschen. Denn die ARD zeigte sich seit Ausbruch der Coronakrise im Frühjahr ebenso wie die anderen durch Zwangsgebühren finanzierten Sender streng regierungstreu.

„Impfnebenwirkungen – Warum Betroffene viele Behandlungen selbst bezahlen müssen“, ist der Beitrag im Format „Plusminus“ betitelt, der vor kurzem noch als Verschwörungstheorie diffamiert worden wäre. Gänzlich unabhängig präsentiert sich „Das Erste“ indes nicht. „Sie sind selten, aber es gibt sie: Impfnebenwirkungen“ schränken die Autoren im Teaser ein.

Durchaus lobenswert ist dennoch, dass die ARD zumindest Betroffenen mit schweren Symptomen eine Plattform gibt, die „ihren Irrweg von Arzt zu Arzt“ schildern. Viele Untersuchungen und Therapien müssten sie dabei aus eigener Tasche bezahlen, berichtet der öffentlich-rechtliche Sender.

Ärzte und Krankenkassen wollen Impfschäden viel zu häufig nicht wahrhaben

„Sehr viele Menschen, die zutiefst von der Richtigkeit der Impfung überzeugt waren und jetzt mit der Reaktion ihres Körpers kämpfen“, hätten sich beim „Plusminus“-Team gemeldet, berichtet der Moderator. Dabei kämpften sie auch viel zu oft mit Ärzten und Krankenkassen, die die Impfschäden viel zu häufig nicht wahrhaben wollen.

Einer von zwei in der Sendung aufgeführten Fällen ist der 27 Jahre alte Thorben, der nach einer Corona-Impfung mit schweren Nebenwirkungen kämpft. Der junge Mann ist alles andere als ein Impfgegner. Im Gegenteil: Schon im Mai 2021 lässt er sich das Biontech-Vakzin verabreichen. Wenige Tage später bekommt er Kopfschmerzen und Schwindel und fühlt sich extrem schwach. Obwohl er vor der Impfung immer aktiv Sport getrieben hat, kommt er nun kaum noch die Treppe hoch und hat neben Atemnot auch starke Herzrhythmusstörungen. Die Kosten für Diagnostik und Therapie einer Autoimmunreaktion und Herzerkrankung muss er selbst finanzieren. Allein die Blutwäsche kostet ihn mehr als 12.000 Euro, was nur dank der finanziellen Unterstützung seiner Eltern möglich ist.

Warum müssen Menschen wie Thorben ihre Therapien aus eigener Tasche bezahlen, fragt die Sprecherin. Der zuständige Spitzenverband der Krankenkassen begründet die abgelehnte Kostenübernahme auf Anfrage von „Plusminus“ so: Die Blutwäsche werde zwar von Fachgesellschaften als eine Therapieoption erwähnt. Es gebe aber keine Studien, die eine Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung begründen könnten. „Im Klartext: Keine Forschung, keine Kostenübernahme“ resümiert die Autorin.

Ihre Redaktion fragt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, was er für die Erforschung des neuen Krankheitsbildes tun will. Doch der gibt vor, keine Zeit für eine Antwort zu haben.

Neun Monate andauernde Ärzte-Odyssee

Für Thorben beginnt eine Irrfahrt: Er konsultiert Fachärzte und besucht verschiedene Krankenhäuser. Doch immer wird die Impfung als Ursache ausgeschlossen. Als Standarduntersuchungen wie eine Ultraschalluntersuchung des Herzens ohne Befund bleiben, empfiehlt man ihm eine Psychotherapie. „Das hätte man sich vorher so nicht vorstellen können, dass man als geschädigter junger Mensch so im Regen stehen gelassen wird“, berichtet er. Nach einer neun Monate andauernden Ärzte-Odyssee gelingt es Thorben, einen Termin im Universitätsklinikum Gießen und Marburg zu bekommen. Dort bestätigen ihm die Ärzte eine Autoimmun-Reaktion sowie eine Herzmuskelerkrankung als Folgen der Impfung.

Kardiologe Henning Stehen hat täglich Patienten wie Thorben. Und viele müssen sich laut „Plusminus“ auf die gleiche Odyssee begeben. „Man wird komplett alleine gelassen und als Impfgegner und Coronaleugner beschimpft“, schreibt eine Betroffene. „Ich habe ca. 30 Ärzte gesehen, war zweimal stationär in der Neurologie und sechs Wochen in stationärer Psychotherapie“, berichtet ein anderer. Der Impfgeschädigte unterzieht sich keiner Psychotherapie und recherchiert selbst. Er entschließt sich, ein MRT seines Herzens machen zu lassen. Die Kosten von 1.035 Euro muss er einmal mehr selbst übernehmen.

Thorben ist nur einer von vielen Fällen mit schweren Impfnebenwirkungen. Zwar gibt dies vermutlich noch immer nur einer Minderheit der Bundesbürger zu denken. Dass inzwischen auch die öffentlich-rechtlichen Sender über die dramatischen Folgen der Impfung berichten, lässt aber zumindest hoffen.

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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Shutterstock
Text: dw

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