„Je suis Samuel“, anyone? Die barbarische Enthauptung von Samuel Paty und die seltsam stillen Reaktionen

Ein Gastbeitrag von Matthias Heitmann

Das Entsetzen war groß nach der bestialischen Ermordung und Enthauptung von Samuel Paty durch einen 18-jährigen islamischen Extremisten am 16. Oktober 2020 in Conflans-Sainte-Honorine im Raum Paris. Und es hallt auch immer noch nach, besonders in Frankreich, aber auch in der deutschen Öffentlichkeit. Der 47-jährige Geschichtslehrer hatte im Schulunterricht während einer Diskussion über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen aus der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ gezeigt. Auf diesen Vorfall bezog sich wenige Tage später sein Henker, als er „Allahu Akbar“ rufend Paty in der Nähe der Schule hinrichtete. Paty wurde Opfer einer religiös motivierten Mordlust, weil er für das Recht auf Meinungsfreiheit eintrat.

Die Ermordung von Paty müsste für jeden Menschen, dem Freiheit und Zivilität etwas bedeuten, eine so abscheuliche Tat sein, dass es eigentlich unvorstellbar ist, darüber nicht entsetzt und erzürnt zu sein. Und dennoch: Erinnert man sich an die weltweiten Reaktionen auf den gewaltsamen Tod von George Floyd am 25. Mai 2020 in Minneapolis, dann fallen erhebliche Unterschiede im Umgang mit beiden Taten auf. Im Fall Floyd wurde europa- und weltweit demonstriert. Im Fall Paty überwiegt hingegen eine eher schweigsame Erschütterung. Die Frage muss erlaubt sein: Ist tödlicher Rassismus in den USA schlimmer als tödlicher Islamismus in Europa? „Je suis Samuel“, anyone?

Es geht nicht darum, zwei Leben und zwei unterschiedliche Morde gegeneinander aufzuwiegen. Auch soll hier nicht gewertet werden, ob Rassismus schlimmer oder weniger schlimm ist als Islamismus. Doch es gibt eine Sache, die noch schlimmer ist, als diese Frage offen zu diskutieren: sie ohne Diskussion durch ein öffentliches Schweigen, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, implizit zu beantworten. Und genau dies geschieht. Woher sonst kommt die auffällige Zurückhaltung im einen und die Bereitschaft zu öffentlichen Massendemonstrationen (in Coronazeiten!) im anderen Fall?

Es scheint, als hielten sich gerade die sich als fortschrittlich und weltbürgerlich verstehenden Teile der deutschen Gesellschaft und Elite im Falle des Franzosen Paty auf eine unangenehm ungerührte Art und Weise für „nicht zuständig“. Bedenklich lange dauerte es, bis erste Stellungnahmen erschienen. Im Fall des US-Amerikaners Floyd war dies anders: Hier kamen die Reaktionen nicht nur emotionaler und absoluter, sondern auch postwendend und türmten sich über Tage und Wochen zu einer Protestwelle auf, die bis heute nachhallt. 

Im Fall Paty konnte man den Eindruck gewinnen, es eher mit einer routiniert-achselzuckenden Reaktion auf einen weiteren Terroranschlag in Frankreich zu tun zu haben. In manchen Trauerbekundungen tauchte nicht einmal der Name des Opfers auf. George Floyd wurde von der aufgebrachten Öffentlichkeit förmlich in Besitz genommen, der Name Samuel Paty dürfte hingegen recht schnell in der Liste von mehr als 250 Todesopfern islamistischer Gewalt, die Frankreich seit 2015 zu betrauern hatte, verschwinden.

Noch stiller fielen die Reaktionen hierzulande aus, als sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Reaktion auf den Anschlag mit deutlichen Worten für die Verteidigung freiheitlicher und republikanischer Werte aussprach, direkt islamische Fundamentalisten ansprach und in den Tagen danach auch Taten folgen ließ. Solche klaren Statements und Aktionen in Bezug auf das barbarische Treiben radikaler Islamisten sind in Deutschland nur selten zu hören – und schon gar nicht von der Bundesregierung. In weiten Kreisen der Gesellschaft würde man hinter derlei Statements zumeist erzkonservative bis rechtsradikale Motive vermuten, weshalb man lieber davon absieht, sich unter dem Banner der Verteidigung von Grundrechten potenziell mit den falschen Leuten zu versammeln. Mehr Sorgen bereitet vielen die Frage, ob derlei Terroranschläge dazu führen könnten, dass friedliche Muslime zur Zielscheibe von Racheakten werden könnten.

Auch wenn dieses selbstverständlich genauso wenig hinnehmbar wäre wie alle anderen Formen politisch oder religiös motivierter Gewalt, so kann dies dennoch kein Grund dafür sein, inhaltliche Hintergründe von Terrorakten zu verschleiern. Es kann nicht sein, dass Morde, die von Angehörigen einer „Minderheit“ an Angehörigen einer „Mehrheit“ (Paty) begangen werden, anders diskutiert werden als Morde von Mehrheitsvertretern an Angehörigen einer Minderheit (Floyd). Stattdessen aber den Kopf einzuziehen und die Wahrheit nicht zu benennen, hilft weder der Gesellschaft noch den Terroropfern noch denjenigen, die im Zweifel völlig zu Unrecht der Gewalt oder der Mitschuld bezichtigt werden. Ohne Wahrheit gibt es keine Gerechtigkeit.

Doch das Problem ist aber nicht nur Verzagtheit, in Konflikten klar Stellung zu beziehen – es ist schlimmer: Denn der Fall Paty zeigt ja, dass de facto durchaus Position bezogen wird. Wenn hierzulande Tausende von Menschen wütend gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA demonstrieren, aber einem Franzosen, der aufgrund seines Engagements für Meinungsfreiheit und Bildung hingerichtet wurde, nicht auch nur annähernd ebenso viel Solidarität bekundet wird, dann ist das ein deutliches Statement. Und dieses gilt es ernst zu nehmen.

Tatsache ist: Die deutsche Öffentlichkeit tut sich mit der Ablehnung von Rassismus leichter als mit der Ablehnung des islamischen Fundamentalismus. Antirassismus ist, wie auch die Gleichbehandlung von Männern und Frauen, in den letzten Jahren in den offiziellen Kanon der politisch-moralischen Werte eingegangen, die in der Bundesrepublik getrost zur Staatsräson gezählt werden können. Antirassistische and antidiskriminatorische Rechtsprechung und Verhaltensweisen sind nicht nur öffentlicher Standard, sondern werden auch von einer Mehrheit der Menschen erwartet und praktiziert. Verstöße gegen diesen Konsens rufen moralische Empörung hervor und ziehen Proteste und staatliches Handeln nach sich. 

Vergleichbar harte Reaktionen auf Verstöße gegen derartige Prinzipien bleiben jedoch häufig dann aus, wenn dies zu einer Kollision mit sich auf den Islam berufenden Traditionen führen könnte. So laut gegen Sprachdiskriminierung gewettert wird, so stillschweigend werden Zwangsehen und Zwangsverschleierung von der breiten Öffentlichkeit hingenommen. Der Vorwurf, Kritik an derlei Praktiken könne als rassistisch, islamophob oder minderheitenfeindlich interpretiert werden, ist so präsent, dass es so gut wie keine öffentlichen Proteste gegen diese Formen von Diskriminierung in Deutschland gibt.

Hinzukommt, dass die Dominanz des Antirassismus und der geschlechtlichen Antidiskriminierung im bundesrepublikanischen Wertekanon Konsequenzen für demokratische Freiheitsrechte hat: So ist es gerade die Meinungsfreiheit, die immer wieder und auch immer häufiger den Kürzeren zieht. Nicht nur das: Sie ist in den letzten Jahren zunehmend in Verruf geraten und gilt mittlerweile als Gefahrenquelle, die unbedingt zu kanalisieren und zu beschneiden ist, um den gesellschaftlichen Frieden zu bewahren. Die Fälle, in denen selbst prominente Provokateure des Mainstreams oder aber Religionskritiker Auftritts- oder Redeverbote zu spüren bekommen, ausgeladen, angefeindet oder gar angegriffen werden, machen es deutlich: Meinungsfreiheit, Toleranz und die Bereitschaft, Andersdenkenden dieselben Rechte zuzugestehen, die man selbst genießt, stehen nicht hoch im Kurs – von Blasphemie, radikaler Kritik und harter Satire ganz zu schweigen.

Es ist dieser gesellschaftliche Zusammenhang, der seit einigen Monaten als „Cancel Culture“ bezeichnet wird, in dem auch die Ermordung von Samuel Paty sowie die Reaktionen darauf zu sehen sind. Die Ermordung des Lehrers und die gedämpfte Reaktion darauf stehen sinnbildlich für zwei der bedrohlichsten Entwicklungen in Europa: den islamischen Extremismus und die sich ihrer eigenen Werte und Freiheitsrechte beraubende „Cancel Culture“, die letztlich nichts anderes ist als die politische und intellektuelle Selbstaufgabe der westlichen Zivilisation. Diese beiden Phänomene wirken wie zwei Schenkel einer Zange, die im Begriff ist, die Meinungsfreiheit zu zerquetschen. In ihrem Umgang mit Andersdenkenden zeigen beide Phänomene erstaunliche Parallelen – was auch erklärt, warum sich gerade die kosmopolitisch orientierten politischen und kulturellen Eliten so schwer damit tun, den islamistischen Terror beim Namen zu nennen und Patys Einsatz für Meinungsfreiheit uneingeschränkt zu huldigen. 

Wenn eine Gesellschaft sich aber selbst einen immer engeren Horizont setzt und immer mehr für „unsagbar“ erklärt, dann wird dies religiös oder anderweitig motivierte Extremisten nicht befrieden, sondern ermuntern, ihr barbarisches Tun zu intensivieren. Mehr noch: Die Enthauptung von Paty war die radikalislamische und terroristische Umsetzung dessen, was die westliche Annullierungskultur mit scheinbar zivilen Mitteln und aus Angst tut: die Ausschaltung eigenständig und andersdenkender Köpfe. Wenn wir uns selbst keine Meinungsfreiheit zubilligen und uns stattdessen selbst zum Schweigen bringen und fesseln, dann verlieren wir als Gesellschaft die Fähigkeit, uns gegen religiös oder politisch motivierte Henker zu wehren, und zwar sowohl inhaltlich als auch praktisch. Lassen wir nicht zu, dass der Zangenangriff auf die Meinungsfreiheit erfolgreich ist.


© Thomas Kießling, www.lichtrichtung.de

Matthias Heitmann (Jahrgang 1971) ist freier Journalist, Speaker und Autor zahlreicher Bücher, die sich mit aktuellen politischen Themen und dem Zeitgeist auseinandersetzen, u.a.: „Zeitgeisterjagd. Auf Safari durch das Dickicht des modernen politischen Denkens“ (2015), „Zeitgeisterjagd spezial: Essays gegen enges Denken“ (2017) und „Schöne Aussichten. Die Welt anders sehen“ (2019). Zudem geistert er als „Zeitgeisterjäger FreiHeitmann“ mit eigenen Soloprogrammen über Kleinkunst- und Kabarettbühnen. Seine Website findet sich unter http://www.zeitgeisterjagd.de.

 

 

 


Bild: BlackMac/Shutterstock / Thomas Kießling/www.lichtrichtung.de
Text: Gast


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ST
4 Monate zuvor

Und denn wundert man sich, das einige leute sagen,, Der Islam gehört nicht zu Deutschland,, . Der Islam gehört dahin wo er ursprünglich her kommt. Und nicht in ein ihm fremdes Land.

Ich verstehe diese dumme Toleranz nicht für solche Menschen, die aus Glaubensgründen anderen Menschen umbringen.

Rest in Peace – Samuel Paty

AW
4 Monate zuvor

Und die MoPo macht jetzt auf Nigeria (reiches Ölland): BlackLivesMatter

Doof, wenn es da nur Schwarze gibt und keine Weissen als Täter. Die Linken haben echt was an der Waffel und der MOPS auch. Und deren Migranten-Schreiberinnen.

Und alles muss hier behandelt werden!

Holger Kammel
4 Monate zuvor

Herr Heitmann!
Der Tod George Floyds war weder gewaltsam, noch ein Mord. Ein bedauerlicher, schwer Drogenabhängiger ist an den Folgen jahrelangen Drogenkonsums in Kombination mit einer akuten Erkrankung und einer Überdosis gestorben. Die These, er wäre vom aufgesetzten Knie des Polizisten erstickt worden, ist schon anatomisch unmöglich. Der Mann lag auf dem Bauch, den Kopf zur Seite gedreht. In dieser Haltung können Sie mit dem aufgesetzten Knie den Blutzufluß zum Gehirn stoppen, wenn Sie die Arterie blockieren. Dies würde zu unmittelbarer Bewußtlosigkeit führen. Ersticken können Sie Ihn nicht. Dazu müßte der Mann auf dem Rücken liegen und Sie Ihr Knie auf dem vertikalen Bereich entlang des Kehlkopfes platzieren. Außerdem ist die Idee, daß ein gerade im Erwürgen Begriffener noch wiederholt sprechen kann, einigermaßen abstrus. Diese Fälle gleichzusetzen, ist unredlich.

Norbert Brausse
4 Monate zuvor

„Die deutsche Öffentlichkeit tut sich leichter mit der Ablehnung von Rassismus als von islamischen Fundamentalismus.“ Ist das wirklich so? Befragen Sie bitte diese Öffentlichkeit? Und unterschätzen Sie dabei bitte nicht den Einfluss der Medien und auch der Politiker auf den Teil der Bevölkerung, der nicht selbst denken kann oder will. Und nie waren die Widersprüche größer bei der Beurteilung von Straftaten durch Politik und Medien in Deutschland als heute. Eine Schubserei in Chemnitz (ich war nicht dabei und lasse mich gern durch Augenzeugen belehren, wenn es schlimmer war), wurde zu einer Hetzjagd hochstilisiert, ein Mord in Frankfurt (man weiß selbst schon nicht mehr genau, wo es wirklich war) wurde uns als Bahnhofsschubserei erklärt und der Mord in Dresden wurde erst einmal verschwiegen. Was ist denn dort nun wirklich geschehen, für die Medien war der Mann mit dem Messer anfangs nur eine regionale Randnotiz.

u.h.te.
4 Monate zuvor

Sensibele „Kültur“ Kenner hatten von 2016 mit dem : Wer Asyl“ sagt muss rein dürfen, seine Bedenken.Was mal in dem ‚Kalten_ Krieg“ für Menschen aus dem „EU_Osten“ gedacht war,nun “ ent_demokratitiserten extrem_mono_religiösen Menschen an gedheien lassen,die Freiheit so verstehen islamisirung ist erlaubt auch mit Blut und Männlichem_Beleidigt_sein,das ist gut für multikulti BRD der muss Mutti fragen WAS an den Toten so Kultig ist .!! MfG

Paul J. Meier
4 Monate zuvor

Dem derzeit vorherrschenden Geist geht es primär darum, sich gegen vermeintlich Andersdenkende durchzusetzen. So wird eine Tat instrumentalisiert und eine andere ignoriert. Das eigene Weltbild wird wie man das gerade treffend definiert, durch einen adäquaten Meinungskorridor begrenzt und die Öffentlichkeit manipuliert. Das entlarvt diese moralinsaure Echauf­fiert­heit als Fake, als billige Lüge und Schauspielerei! Man kann nicht zwischen rassistisch motivierten Taten differenzieren, nur weil einem der eine Rassismus gelegen kommt und der andere die eigene ideologische Weltsicht konterkariert, ohne seine behauptete Stellung als integere und ethisch überragende Gruppierung ad absurdum zu führen. Der Gipfel der Blödheit.

Manfred Haas
Antwort an  Paul J. Meier
4 Monate zuvor

CLIFFORD GEERTZ, ein amerikanischer Ethnologe: „Ideologien sind nicht nur rhetorische Waffen, sondern auch kognitive Beruhigungsmittel, die gepflegt werden, weil es sonst zu kompliziert würde“:

Jasmin Gerigk
Antwort an  Paul J. Meier
4 Monate zuvor

Interessant finde ich, dass es offenbar auch ein Ranking innerhalb der durch den politischen und medialen Mainstream definierten Opfer gibt. Wenn z.B. eine Frau, die derzeitig als durch strukturelle und gesellschaftliche Ungleichheit pauschal als Opfer gesehen wird, von einem muslimischen Mann (der ebenfalls als Opfer gesellschaftlicher und struktureller Ungleichheit definiert wurde) vergewaltigt wird, dann ist es heutzutage Rassismus, wenn man die Gewalttat an der Frau verurteilt.

Zynisch formuliert kann man dann durchaus die Frage stellen, warum sollte man sich über den gewaltsamen Tod eines weißen Mannes (der ja generell nicht als Opfer, sondern allein durch sein Sein schon Täter ist, gesehen wird) aufregen, wenn der Täter doch einer höherwertigen Opfergruppe angehört. Dass die Gruppe der Gewalttäter damit ihre Vorstellung von gesellschaftlichem Zusammenleben hier immer mehr durchsetzen, ist den „Aktivisten“ nicht zu vermitteln. Aber, und das tröstet mich dann immer, diese ‚Aktivisten‘ werden irgendwann aus ihrer Täterrolle in die Opferrolle kommen. Glauben die denn wirklich, dass sich Muslime oder Afrikaner wirklich als Opfer sehen? Ich denke, die nutzen die Opferzuschreibung nur, um sich und ihr Lebens- und Glaubensmodell durchzusetzen (genau wie viele Frauen). Aktivisten sind eben oft auch nur hirnlose Helfer😆

xandru
Antwort an  Jasmin Gerigk
4 Monate zuvor

Diese Hierarchie der verschiedenen Gruppen, zu der sich auch Birgit Kelle pointiert äußert, kenne ich aus den multikulturellen Gesellschaften Rumäniens und Jugoslawiens. Nur der Deutsche ist so blauäugig, dass er oder sie dieses uralte Spiel nicht checkt.

Stefan
4 Monate zuvor

Ich sehe in den unterschiedlichen Reaktionen auf Attentate in den verschiedenen Ländern wohl eher die Frage nach der Zielperson, welche man damit schädigen möchte.Für die USA und somit auch einen Großteil der Politiker und der Medien ist ganz klar der Trump der Hauptfeind, der Schuldige an der Misere( im konkreten Fall beim Junkie Floyd),in Frankreich geht es zwar auch gegen Macron- jedoch sind die Franzosen sich dahingehend einig, daß man nur mit einer breiten Front der Ablehnung derartiger Taten zeigen kann, daß man sich dies als Bürger nicht gefallen läßt und gleichzeitig von der Regierung entschlossenens Handeln fordert. Demhingegen hat es in Deutschland weder nach dem Attentat auf dem Breitscheidplatz, als auch aktuell beim Attentat auf 2 Touristen in Dresden eine klare Distanzierung von islamistischer Gewalt seitens Merkel oder aber auch anderer Mitglieder der Regierung( wie.z.B. Seehofer) gegeben.Sollte man es schon als Zeichen einer gewissen Einsicht deuten, daß zumindest nach Dresden der übliche Ruf nach der Verstärkung des Kampfes gegen Rechts bisher ausblieb?

Zumindest scheint nach Kandel aber auch der spontane Protest aus der Bevölkerung erlahmt zu sein- normalerweise müßte es Tausende( und zwar ohne Corona-Angstmache) angesichts der nicht enden wollenden Verbrechen unserer Nachwuchskader auf die Straße treiben

Jasmin Gerigk
Antwort an  Stefan
4 Monate zuvor

Jeglicher Protest gegen die mittlerweile tausendfachen Einzelfälle wurde in D vorzugsweise durch die Politiker und deren regierungstreuen Medien und regierungsfinanzierten NGO durch Denunziation der Protestierenden als rechts, rechtsradikal, Nazi, Pack und Leugner (von allem Möglichen) erstickt. Wie sagte Merkel: Jeder darf seine Meinung sagen, er muss aber dann auch den Widerspruch aushalten. Mit Widerspruch sind in Zeiten wie diesen zunehmend die berufliche und persönliche Vernichtung, Geldstrafen und auch Haft gemeint. Verständlich, dass die Menschen angst haben, und nicht auf die Straße gehen. Im Endeffekt führt dies genau zu der Meinungshoheit und zur cancel- cultur. Aber Angst als Mittel der Machtausübung hat noch nie lange gehalten. Warten wir mal ab…

M. Sachse
4 Monate zuvor

Manchmal machen mich Taten so sprachlos, dass ich nur mit Musik darauf antworte. Das Attentat in Frankreich gehört dazu. Nach vormaligen Anschlägen in Frankreich hatte ich ein Adagio für Frankreich realisiert.

Der Text auf meinem Blog dazu:

Adagio für Frankreich

Für die Opfer des Anschlages in einem Supermarkt in Frankreich, Département Aude.
Der Offizier der Gendarmerie, Arnaud Beltrame, hatte sich dem Attentäter im Austausch als Geisel 
angeboten und verlor sein Leben.
Er wurde nur 44 Jahre alt.
// 23. März 2018 / Musik: M. Sachse / 03.2018

Für die Opfer des Anschlages auf den Weihnachtsmarkt in Strasbourg.

// 11. Dezember 2018 / Musik: M. Sachse / 03.2018
Aktuell: Im Gedenken an die Ermordung und Enthauptung von Samuel Paty
am 16. Oktober 2020 in Conflans-Sainte-Honorine.
Kink zum Adagio:
M. Sachse
Antwort an  M. Sachse
4 Monate zuvor

Dislike wofür? Wer verachtet Menschen, die Respekt vor den Opfern politisch motivierter Gewalt haben?

Holger Kammel
Antwort an  M. Sachse
4 Monate zuvor

„Linke“ Philanthropen, Herr Sachse!

M. Sachse
Antwort an  Holger Kammel
4 Monate zuvor

Danke, so wird es sein. Dachte schon die mitlesenden „Dienste“.

Phil Hippus
4 Monate zuvor

Das verzagte Schweigen in Deutschland resultiert ganz einfach aus der Betroffenheit, dass schon wieder etwas passiert ist das doch eigentlich gar nicht passieren darf weil es der beworbenen Ideologie widerspricht. Es schmerzt die Politiker, es schmerzt die Journalisten, dass hier etwas vorgefallen ist, das „den Falschen“ recht gibt. Also lieber schweigen, damit bloß keine Diskussion aufkommt über die kleinen, feinen Unterschiede in der frühkindlichen Sozialisierung. Und ganz schnell wieder vergessen, bitte !

Miriam
Antwort an  Phil Hippus
4 Monate zuvor

„Es schmerzt die Politiker, es schmerzt die Journalisten, dass hier etwas vorgefallen ist, das „den Falschen“ recht gibt.“ „Schmerzt“? Es sind doch ausgerechnet Politiker und Journalisten, die Menschen zu den „Falschen“ machen. Kritik oder einfach nur seine berechtigten Sorge äußern – und sei sie noch so angebracht und frei von jeglicher Hetze – werden seit Jahren als Rechte bis hin zu Rassisten diffamiert. Wenn dann tatsächlich ein echter Rassist, wahrer Antisemit oder Neonazi eine grausame Tat begeht, dann fühlen sie sich bestätigt, endlich wieder eine Gelegenheit ihr Weltbild vom bösen Deutschen ausleben zu können. Es sind genau diese Berufsgruppen, die für das beängstigte und atomisierte Gesellschaftsklima verantwortlich sind.

Die Vermutung liegt nahe, dass sich unter denen, die jetzt plötzlich schweigen, auch (hellhäutige) Menschen befinden, die eine starke Abneigung bis hin zum Hass gegen die hellhäutigen Europäer haben – deren Feindbild sind die bösen Weißen, die ihrer Ansicht nach nur Unglück über die Völker gebracht haben. Sie (Die Internationalen Sozialisten, Kommunisten, Marxisten…) können es nicht abwarten bis die Gesellschaften endlich durchmischt sind, und Europa als solches nicht mehr existiert. Anderes Thema, würde jetzt zu weit führen.

Bleichgesicht
Antwort an  Miriam
4 Monate zuvor

In diesem Zusammenhang stehen eben auch die unterschiedlichen Reaktionen auf die Taten. Die Causa Floyd war ein von genau diesen „Eliten“ konzertierter Effort zur weiteten Spaltung der Welt, während jeder hasserfüllte Moslem, der hier mörderische Straftaten begeht, der übergeordneten Agenda schadet und deswegen am liebsten totgeschwiegen wird.

u.h.te.
Antwort an  Miriam
4 Monate zuvor

Hr.Habeck hat doch sogar erkannt wie gefährlich Islamismus ist…Hat nun Jahre gedauert bis er/ Grü_linke ihre Kreide gefunden haben.Schöne Rede im Vorfeld der nächsten Wahlen,bleibt ab zuwarten wie lange er so was „rechtes“ im grü_ linken Lager ungestraft los lassen darf.

Anya Reyem
Antwort an  Miriam
4 Monate zuvor

Ja, alles richtig….., doch glaube ich, ganz primitiv gesagt, in den USA geht es  ja GEGEN den Staat, GEGEN Trump, GEGEN die Polizei…, ein willkommenes“Fressen“ auch hier für die radikal-bekloppten Linken ( +Blockparteien) , ……. bei diesem schrecklichen Mord müsste man die „verachteten, brutalen, steinzeitlichen Muslime „attackieren, die irgendwie sowieso unheimlichen&undurchsichtigen& gruseligen Sitten“frönen“ , da will man sich nicht die Finger verbrennen, sich garnicht engagieren….., garnichts erst“lostreten“! So simpel ist ES!
Es fehlt an Verstand und menschlichem Gefühl und Ehre!Weltweit!

Guten Morgen!AR

Holger Kammel
Antwort an  Phil Hippus
4 Monate zuvor

Faszinierend, daß Sie zwei Dis-likes haben. Vermutlich ist Reitschuster mittlerweile soweit populär, daß sich zwei, sonst sorgsam eingehegte Trolle von Indymedia losgerissen und hierher verirrt haben. Offenbar der Drang zur dunklen Seite.

Miriam
Antwort an  Holger Kammel
4 Monate zuvor

Zwar teile ich nicht komplett die Ansichten, aber ich habe Phil Hippus Kommentar nicht negativ bewertet. Solche Aktionen finde ich allgemein absolut sinnlos, denn anstatt negativ zu bewerten, wäre ein Gegenargument wesentlich konstruktiver. Aber genau das haben viele nicht oder sind einfach nicht fähig, sachlich und ohne persönliche Angriffe miteinander zu kommunizieren. Die Diskussionskultur in der Gesellschaft ist leider allgemein sehr negativ.

Armin Reichert
4 Monate zuvor

Dieses ganze, öffentliche „Je suis XYZ“-Getue ist nichts anderes als moralische Wichserei.

Jasmin Gerigk
Antwort an  Armin Reichert
4 Monate zuvor

Stimmt, Herr Reichert! Das denke ich auch immer, wenn ich „Je suis…“ höre.  Wer so etwas von sich gibt, hat kein Mitgefühl geäußert,  sondern sich selbst zum Opfer/ Getöteten gemacht.

Phil Hippus
Antwort an  Jasmin Gerigk
4 Monate zuvor

Ja, es wirkt ein wenig hilflos, diese Formel. Ich vermute, diese Formel wurde dankend aufgegriffen um die Frustration und den Zorn in der Bevölkerung zu kanalisieren, damit es keine Eruptionen gibt. Es wird aber nicht ewig funktionieren, das „Je suis“. Es wird massgeblich davon abhängen, ob die verantwortlichen Politiker ausser Reden auch sichtbare Taten folgen lassen werden.