„Kritische Journalisten als ‘rechtsradikal‘ zu diffamieren, ist absurd und lächerlich“ Linken-Politiker setzt Zeichen gegen Hetze von links

In Corona-Zeiten verschwimmen politische Fronten. Wer es wagt, auch nur kritisch über die Maßnahmen nachzudenken, ist für viele gleich „rechtsradikal“. Wer als Journalist kritische Stimmen auch nur zu Wort kommen lässt, wird als „Schwurbelkönig“ diffamiert – und schenkelklopfender Beifall von Journalisten für Spott der Kanzlerin ist plötzlich ein neuer Grundkonsens. Das ist die negative Seite. Die positive: Es gibt auch von dort kritische Stimmen, wo man sie nicht erwartet. Erst kürzlich hat sich Ex-Linke-Chef Oskar Lafontaine als kritischer Geist in Sachen Corona geoutet und Lauterbach als „Covid-Heulboje“ bezeichnet. Und jetzt das: Ausgerechnet Diether Dehm, Abgeordneter der „Linken“ im Bundestag und überzeugter Marxist, greift jetzt diejenigen an, die mich attackieren. Im konkreten Fall Tilo Jung von „Jung und Naiv“, der offenbar nicht so recht damit zurechtkommt, dass jetzt nicht mehr er der „Schreck der Bundespressekonferenz“ ist, und mich in schöner Regelmäßigkeit öffentlich mit Hass und Hetze überzieht. So fest mein Vorsatz ist, darauf nach dem Motto des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß („nicht mal ignorieren“) zu reagieren: Da nun ausgerechnet Dehm mir zur Seite springt und mit Jung abrechnet, möchte ich Ihnen seinen bemerkenswerten Text nicht vorenthalten.

Ich denke, das Beispiel sollte Schule machen: Kritische Geister sollten über Lagergrenzen hinweg gemeinsam den Lautsprechern und „Covid-Heulbojen“, die heute den Ton angeben in der politischen Debatte, Paroli bieten. Sie sollten sich gegen Diffamierungen, Hass und Hetze verwehren und die Diffamierungen als solche entlarven. Hier der Text von Diether Dehm, den er auf Facebook veröffentlichte:

Der junge und naive „Journalist“ Tilo Jung trat vor wenigen Jahren an, um vor allem in der Bundespressekonferenz, aber auch in Interviews, Politiker und ihre Sprecher mit DEN Fragen zu konfrontieren, die wirklich wichtig sind. Er ging damit in der Anfangszeit seines Wirkens so einigen Mainstream-Kollegen, vor allem aber seinen „Opfern“ in der BPK, ziemlich auf die Nerven. Gut so.

Nun, einige Jahre später, eingeführt in die Kreise der mächtigen Meinungsmacher, nachdem er die Hände vieler wichtiger Damen und Herren schütteln und sich sehr wichtig fühlen durfte, scheint er sich auf „der anderen Seite“ sehr wohl zu fühlen. Und so verwundert es nicht, dass das – mittlerweile nicht mehr ganz so junge, aber offensichtlich nach wie vor naive – Ex-Model diejenigen, die „Journalismus“ anders definieren als die untertänigen, braven Vertreter des Mainstreams, laut und ganz im Sinne der Bundesregierung diffamiert.

Vor wenigen Wochen forderte Jung, laut und vom Mainstream emsig beklatscht, den seit einem Jahr durch anhaltendes kritisches Nachfragen in der BPK auffallenden Journalisten Boris Reitschuster aus dieser zu „entfernen“: „Reitschuster gehört nicht in die Bundespressekonferenz“. Was Reitschuster mache, sei „Rechtsradikal, kein Journalismus“. Und weiter, sehr entlarvend: „Er [Reitschuster] konfrontiert die Regierung, die dann teilweise gar nicht weiß, was sie damit anfangen soll.“
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Tilo Jung in Aktion. Selbstbeschreibung auf Twitter: „Liebhaber jeder Regierung“

Diese Woche setzt der naive Tilo noch einen drauf und feiert Kanzlerin Merkel viral. Aber in einem Land, in dem Baerbock schon bei Habeck abschreiben muss (was dasselbe ist, wie wenn Dick bei Doof abschreibt), bedeutet für Tilo Jung ein billiger Schmunzler der Kanzlerin eben schon „schachmatt“.

Andere kritische Journalisten als „rechtsradikal“ zu diffamieren, wird bei Tilo Jung übrigens spätestens dann absurd und lächerlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass für den Nachwuchsjournalisten die DDR ein „rechtes Regime“ war.

Ebenso wie für Tilo „Che Guevara“ ein „rechter Diktator“ war: „rechter geht es gar nicht“. Es ist nicht hinnehmbar, wenn das Wort „rechtsradikal“ derart inflationiert wird, dass es jeder gegen jeden Andersdenkenden einfach mal so missbrauchen darf. Es handelt sich auch um Straftatbestände und um etwas, das für echte Antifaschisten mit Blutzoll verbunden ist. Von Boris Reitschuster (der sich selbst ja als Sozialdemokraten sieht) ist mir jedenfalls nichts Rechtsradikales bekannt.

Übrigens, frei nach George Orwell:

„Journalismus in der Bundespressekonferenz bedeutet vor allem, etwas zu erfragen, von dem andere wollen, dass es nicht veröffentlicht wird. Alles andere ist PR.“

PS: Bemerkenswert in diesem Zusammenhang finde ich, wie Jung nach der Bundespressekonferenz noch lange im Gespräch mit Merkel-Sprecherin Ulrike Demmer im Foyer der Bundespressekonferenz im regen und von außen sehr freundlichen Austausch zu sehen war. Meinen Video-Bericht von der heutigen Bundespressekonferenz können Sie sich hier ansehen.

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Bild: Shutterstock
Text: br


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