Scholz nennt Geimpfte „Versuchskaninchen“ Zynismus pur oder entlarvender Versprecher?

Als Autor Alexander Wallasch mir den Video-Mitschnitt schickte, auf dem eine Stimme, die der von SPD-Kanzerkandidat Olaf Scholz gleicht, Geimpfte als „Versuchskaninchen“ bezeichnet, war ich überzeugt: Das muss ein Fake sein, eine gut gemachte Fälschung. Es kann gar nicht sein, dass der Sozialdemokrat diesen Satz wirklich sagte: „50 Millionen sind jetzt zweimal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen – es ist gutgegangen! Bitte macht mit.“ (Anzusehen hier).

Doch es bedurfte keiner umfangreichen Recherchen, um herauszufinden: Die Szene ist echt. Tatsächlich haben Unionspolitiker Scholz bereits für diesen sehr eigenwilligen Impfaufruf kritisiert. „Menschen sind keine Versuchskaninchen in diesem Land“, hielt Armin Laschet entgegen und forderte seinen Mitbewerber auf, von solchen Begriffen Abstand zu nehmen.

Jens Spahn (CDU) kommentierte auf Twitter: „So eine Wortwahl ist eine Steilvorlage für die, die mit Halb- und Unwahrheiten Vertrauen untergraben wollen.“

Die große Frage ist: Wie kommt Scholz zu dieser Wortwahl? Ist es Zynismus? Verachtung für die Wähler? Sehen Sie dazu hier meinen Video-Kurzkommentar:

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Bild: Shutterstock/Ekaterina Quehl
Text: br

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